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Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie
52.0/100

5 Bewertungen

Ritter Jamal - Eine schwarze Komödie

FILM • 2001 • 1 Std. 32 Min.


Regie: Gil Junger

Darsteller/-innen: Tom Wilkinson, Daryl Mitchell, Kevin Conway, Martin Lawrence, Vincent Regan, Marsha Thomason, Mikey Post, Erik Jensen, Michael Countryman, Helen Carey, Jeannette Weegar, Dikran Tulaine

Genre: Abenteuer, Fantasy, Komödie



Als Jamal Walker (MARTIN LAWRENCE), ein wenig ambitionierter Angestellter eines Mittelalter-Freizeitparks beim Reinigen des künstlichen Burggrabens ins Wasser fällt, taucht er im England des 14. Jahrhunderts wieder auf. Nicht nur, dass er dort das höfische Leben gehörig durcheinander wirbelt und sich mehrere Male in Lebensgefahr bringt. Nein, in dieser ihm so fremden Welt trifft er auf kaltblütige Machtmenschen, ungeahnt moderne Frauen und treue Gefolgsleute. Und so nimmt der schlitzohrige Homeboy aus Los Angeles bei seiner Rückkehr weit mehr mit, als Einsichten über mittelalterliche Badezimmergestaltung und Tischmanieren ...


Filmkommentare (2)


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Jason

Jason


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15.12.09 - 19:08
Jamal Walker (Martin Lawrence) fällt ins Wasser eines Burggrabens und erwacht plötzlich im mittelalterlichen England. Im wahrsten Sinne des Wortes prallen da Welten aufeinander, denn Moderne und Mittelalter passen schon vom Grundsatz nur schwer zusammen. Dabei kann natürlich nichts Vernünftiges rauskommen, geschweige denn etwas glaubwürdiges ...

Viele Martin-Lawrence-Filme setzten eine gewisse Naivität voraus. Kann man geschichtliche Hintergründe beiseite legen, die Seriösität beteiligter Personen - hier: Könige - vergessen, dann kann man sich auch für eine Stunde oder mehr gut unterhalten lassen. Dennoch wächst Ritter Jamal nur schwer über das Mittelmaß hinaus, denn die Einfälle mögen zwar komisch sein, sind letztlich aber doch nichts wirklich besonderes. Das beginnt schon bei der Handlung: Jamal kommt im Mittelalter an und - wie soll es anders sein? - verguckt sich zuerst in eine junge Dame. Während er versucht, herauszufinden wer sie ist und ihr Herz zu erobern, stellt er allerhand Schabernack an und legt sich mit Leuten an, von denen er lieber die Finger lassen sollte.

Wo man schließlich eine ernsthafte Herangehensweise erwarten würde, bei der versucht wird, sich mit der neuen Situation zurechtzufinden, da macht Jamal das genaue Gegenteil. Nämlich das, was er im Amerika unserer Zeit auch tun würde: Tanzen, cool sein und Sprüche klopfen. Das funktioniert überwiegend ganz gut, haut einen aber gleichzeitig nicht wirklich vom Hocker. Gewünscht hätte ich mir eine intensivere Auseinandersetzung beim Thema der Zusammenkunft der Modernen Welt und des Mittelalters. Auch ein wenig mehr Einfallsreichtum was die Interaktion zwischen Jamal und den "Mittelalter-Menschen" betrift wäre nicht schlecht gewesen. Ritterkämpfe und überhebliche Ritter kennen wir wahrscheinlich alle schon zu gut, als dass es etwas einmaliges wäre.

So bleibt Ritter Jamal gerade noch so im Mittelfeld. Eine wenig mutige, aber immerhin unterhaltsame Komödie, die viel Potenzial verschenkt hat, die es aber dennoch verdient, angesehen zu werden - reichlich Naivität vorausgesetzt.

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Filmfreak

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01.03.09 - 01:09
Was kommt raus wenn man einen Schwarzen Schauspieler versucht in einem sog.Mittelalterfilm mitwirken zu lassen? Richtig diese Komödie mit Martin Lawrence in der Hauptrolle.Der Regisseur Gil Junger hätte dies auch besser gelassen,denn es passt alles andere das dieser Film hier sogar sehr frei die Geschichte von "Ein Yankee am Hofe des König Artus" von Mark Twain behandelt.Martin Lawrence passt alles andere als Jamal Walker oder auch dann 1328 in England Skywalker genannt in diese Rolle.Da prallen einfach Welten aufeinander welche so nicht zusammen passen z.B.das Lawrence vor dem König auf eine groovige Musik einen abtanzt oder das Sir Knolte bei der entscheidenden Schalcht mit Sneakers kämpft,trotz des Wissens des Zuschauers das es sich hierbei um eine Komödie handeln solle.Der Film hat ein paar gute Ansätze,aber dann macht Martin Lawrence mit seiner Situationskomik (welche in den Szenen dann so mal gar nicht passt) alles wieder damit kaputt.Diese Interpretation nach Mark Twain hätte man auf jeden Fall anders inszenieren müssen,daher kann ich diesen Film bei aller Liebe zum Film für Filmfans auch überhaupt nicht empfehlen.Das war ein Griff in das Filmklo für Martin Lawrence,von mir gibt es daher leider auch nur ein "Schwach".

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