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Instinkt
77.0/100

4 Bewertungen

Instinkt

FILM • 1999 • 1 Std. 58 Min.


Regie: Jon Turteltaub

Darsteller/-innen: Anthony Hopkins, Donald Sutherland, George Dzundza, Doug Spinuzza, Ivonne Coll, John Aylward, Paul Collins, Rex Linn, Maura Tierney, Tracey Ellis, Marc Macaulay, John Ashton, Rod McLachlan, Rus Blackwell, Pat McNamara, Roger Floyd, Cuba Godding Jr., Thomas Q. Morris, Louanne Stephens, Paul Bates, Jim Grimshaw, Kurt Smildsin, Jim R. Coleman, Kim Ingram, Gary Bristow, Bruce Borgan, Ajgie Kirkland, Chike Kani Omo, Christopher John Harris, Vivienne Sendaydiego

Genre: Drama, Thriller



Was ist mit Dr. Ethan Powell geschehen? Vier Jahre lang war der berühmte Anthropologe im afrikanischen Dschungel verschollen. Als man ihn findet, gebärdet er sich wie ein wildes Tier und tötet zwei seiner Entdecker. In einem Hochsicherheitsgefängnis in Florida, wohin er überführt wird, kümmert sich der renommierte Psychiater Theo Clauder um ihn. Die Auflösung des Falles Powell wäre ein großer Schritt auf der Karriereleiter für den ehrgeizigen Arzt. Doch schon bald vertauschen sich die Rollen und aus Psychiater und Patient werden Schüler und Lehrer...


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Filmosoph

Filmosoph


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20.03.09 - 18:26
Wie sollte man diesen Film am Besten beschreiben? Als Psycho-Drama? Als „Abenteuer“-Film? Als Thriller? Oder einfach „Spielfilm“? Er hat wohl von allem etwas, wobei „Thriller“ sicherlich übertrieben wäre.
Vor allem tragen diesen Film die brillanten Darsteller Cuba Gooding Jr. und Anthony Hopkins.
Noch dazu ist der Film sehr einfühlsam und gleichzeitig brutal, wobei die Gewalt immer, wirklich immer gerechtfertigt erscheint. Die Geschichte ist im Prinzip immer ein Zwiegespräch, auf der Dr. Ethan Powell sein Gegenüber mitnimmt in die Wälder Afrikas und seinen Gorillas. Der Kontrast ist immer offensichtlich – einerseits die Welt, wie wir sie kennen (nur eben aus dem Blickwinkel des Gefängnisses aus) und andererseits die totale Gegenzeichnung unserer Gesellschaft, in Form der „ursprünglichen“ Affen-Gesellschaft. Hier überträgt sich der Frieden wahrlich auf den Zuseher und die Wandlung von Powell erscheint nachvollziehbar.
Gerade diese Wandlung wird in einer abgeschwächten Weise auch auf Gooding Jr. übertragen; als Powell ihn auf den gewissen „neugierigen Blick mit ein bisschen Ärger“ aufmerksam macht, ist die richtige Wahl für diese Rolle ersichtlich. Gooding Jr. geht auf. Kritikwürdig finde ich lediglich einige schmalzige Szenen, v. a. gegen Ende hin. Das ist Hollywood as its best, könnte man sagen. Ansonsten, besonders an der zivilisationskritischen Story gibt es nichts auszusetzen, der Film bewegt durchaus, über einige im Film angesprochenen Dinge nachzudenken. Leider gibt es einige kurze Längen, welche aber nicht wirklich störend sind. Ich kann diesen Film jenen empfehlen, die Lust auf eine positive Message haben, Lust auf zwei gut spielende Schauspieler und jenen, die sich für ungewöhnliche Zivilisationskritik interessieren. Jenen, die einen „richtigen“ Thriller erwarten, werden sicherlich von der Langsamkeit des Storyaufbaus enttäuscht sein. Das Interessanteste am Film sind nämlich lediglich Gespräche zwischen Patient (Doktor) und Doktor (Patient).
Wie dem auch sei, insgesamt vergebe ich guten Gewissens ein Sehenswert.

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