3 Kommentare

Wege zum Ruhm

DEINE MEINUNG?


1957

Genre: Krieg, Drama, Krimi

Spieldauer: ~ 83 Minuten

Regie: Stanley Kubrick

Cast: Kirk Douglas, Richard Anderson, Timothy Carey, Joe Turkel, Ralph Meeker, Wayne Morris, George Macready, Bert Freed, Kem Dibbs, Emile Meyer, Adolphe Menjou, Christiane Kubrick, Peter Capell, Jerry Hausner

Kurzbeschreibung: "Der ehrgeizige französische General Mireau sieht während des Ersten Weltkriegs seine Chance zum beruflichen Aufstieg. Dafür gibt er den Befehl eine deutsche Festung zu stürmen. Ein aussichtsloses Unterfangen - die Soldaten verweigern den Gehorsam. Um die "Moral der Truppe" wieder herzustellen, wird an drei Soldaten ein Exempel statuiert. Ihre Regimentskommandeur Colonel Dax will vor dem Kriegsgericht die eigentlichen Schuldigen zur Verantwortung ziehen."


Filmkommentare (3)


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8martin
13.11.18 - 18:04
Auch ein Anti-Kriegsfilm in eindrucksvollem s/w! Eine Situation aus dem 1. Weltkrieg: Befehl ist Hügel 19 einzunehmen. Als das misslingt, kommt der Befehl auf die eigenen Truppen zu schießen. Befehlsverweigerung ist die Folge. Statt die verantwortlichen Offiziere zur Rechenschaft zu ziehen, werden durch Losverfahren drei Männer ausgewählt, an denen ein Exempel statuiert werden soll.
Frankreich verbot die Aufführungen, weil es befürchtete seine glorreiche Armee werde desavouiert. Stanley Kubrick hat den fanatischen Starrsinn einiger leitender Generäle karikiert, die von Soldatenehre und menschenverachtender Profilneurose getrieben waren. Er sagt aber auch, dass der ‘Patriotismus die letzte Zuflucht eines Schurken sei‘.
Die drei zufällig ausgesuchten werden vor ein Kriegsgericht gestellt und verurteilt. Sie werden von Colonel Dax (Kirk Douglas) vertreten, der im Zivilberuf Strafverteidiger ist. Sein militärischer Gegenspieler ist Brigadegeneral Mireau (George Macready).
Es wird der Höllentrip durch den mörderischen Stellungskrieg gegeißelt, wenn die ‘Blutpumpen Strategie‘ oder die ‘Pater Noster Kette des Todes‘ zu Anwendung kommen. Die Erschießung wird im Großformat zelebriert, wobei einer der Verurteilten bereits im Koma liegt, ein anderer sich weinend an den Priester klammert und ein Dritter furchtlos geradeaus marschiert.
Parallel zur Henkers Mahlzeit für die Verurteilten im Kerker findet ein großer Ball mit Tanz statt; nur für Offiziere versteht sich.
Kubrick fährt das Ende auf der emotionalen Schiene konsequent weiter, als eine deutschen Kriegsgefangene (Kubricks Ehefrau Susanne Christian / Kubrick) vor der anfangs noch grölenden Soldateska das Lied vom ‘Treuen Husar‘ singt, rührt das schon bald nicht nur die harten Landser zu Tränen. Klassiker!

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kurenschaub
18.02.14 - 15:35
Ein großes, spannendes und auch immens anspruchsvolles Drama aus deR ersten Weltkrieg Zeit, welches auch nach fast 60 Jahren seit seiner Entstehung keine angestaubten Spuren hinterläßt.
"Feigheit vor dem Feind" heißt die Hinrichtungsdevise des französischen Generals
(Menjou), die drei Befehlsverweigerern das Leben kosten soll. Aber Colonel Dax ist dagegen und versucht es zu verhindern, ein Kubrick der Sonderklasse und zutiefst beklemmend und erschütternd - diesem Meilenstein Klassiker wurde einst in Spanien, Frankreich und der Schweiz
die Aufführung verboten,

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Filmosoph
07.11.08 - 12:19
Was für ein Meisterwerk!
Noch heute können sich Filmemacher von diesem Meisterwerk etwas absehen.
Der Film stellt ethische Fragen auf. Kubrick hinterfrägt hier das ganze militärische System - nämlich, ob es "in Ordnung" sei mit den Mitteln von Drohungen und Exekutionen gegenüber eigenen Soldaten die "Moral" der Frontsoldaten zu heben.
Die Frage ist also, wie man Frontsoldaten motiviert - durch (1) Belohnung (2) Druck.
Offensichtlich gab das Militär des 1. Wk.s eine klare Antwort: Druck und Exekution. Feldgerichtsverfahren, wo man nur schuldig (Exekution) oder als nichtschuldig (Weiter kämpfen). Einersets wird in diesem Film der eiskalte Militärapparat und die Opposition dieses Militärapparats dargestellt. Opfer sind die einfachen Sodaten, Verteidiger ist der Unteroffizier M. Douglas.
Es ist ein Film, der einem von der 1. Minute in den Bann zieht. Die Musik ist knapp - eigentlich nur das immer wiederkehrende Trommeln lässt die Spannung ansteigen.
Der Film ist stimmig und immer spannend! Auch schauspielerisch sehenswert. Kubrick zeigt auch schon in dieser frühen Phase seines Schaffens eine unglaublich dichte Atmosphäre erzeugen kann - dies lässt ein dichtes "rankommen" an die Figuren im Film leicht zu.

Für micht der beste Film über den 1. Weltkrieg, noch vor Im Westen nichts neues von 1930. Aufgrund der enormen Spannung und der perfekten Inszenierung.

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