2 Kommentare

Brotherhood

DEINE MEINUNG?


2004

Genre: Krieg, Drama, Action

Spieldauer: ~ 143 Minuten

Regie:

Cast: Bin Won, Eun-ju Lee, Kil-Kang Ahn, Hyeong-jin Kong, Yeon-ran Lee, Joe Cappelletti

Kurzbeschreibung: Südkorea 1950: Die Brüder Jin-Tae und Jin-Seok werden bei Ausbruch des Koreakriegs von der Regierung eingezogen und müssen Familie und Habseligkeiten zurücklassen. Jin-Tae setzt alles daran seinen jüngeren Bruder vor den Gefahren des Krieges zu schützen, darum schließt er mit einem Offizier eine Vereinbarung: Er übernimmt die gefährlichsten Aufträge an vorderster Front, dafür wird Jin-Seok geschont. Jin-Tae steigt schnell zum gefeierten Kriegshelden auf, doch von seinem Bruder erntet er nur Verachtung. Der grausame Krieg eines geteilten Landes stellt auch die Blutsbande beider Brüder auf eine harte Zerreißprobe.


Filmkommentare (2)


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Kiddow
26.11.10 - 15:50
Wie Filmfreak schon schrieb...Ganz klar ein Meisterwerk. Es gibt ja nun einige Kriegsfilme und viele sind wirklich sehr gut und empfehlenswert. Dieser Film zählt eindeutig zur Meisterklasse und er ist sehr hart! So viel Brutalität, wie man hier geboten bekommt, die auch noch wahnsinnig authentisch rüberkommt, dass es ein bei einigen Szenen direkt schlecht wird, gibt es bisher in noch keinen anderen der Kriegsfilme. Bei diesem Film hat man da alles bisher gesehene noch einmal steigern können und das ist vollkommen in Ordnung, denn Krieg ist so grausam und unmenschlich. Der Zuschauer wird hier nicht geschont und deswegen ist dieser Film auch nichts für zartbesaitete. Ein immer noch aktuelle Thematik wird hier aufgezeigt und „Brotherhood“ gehört mit in die Riege der Kriegsfilme, die man als MUSS bezeichnen kann.

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Filmfreak
21.09.09 - 11:32
Der deutsche Titel "Wenn Brüder aufeinander schiessen müssen" trifft den Nagel auf den Kopf auch wenn man dies zuerst nicht glauben mag, so entwickelt sich diese Geschichte doch tatsächlich dorthin. Nun wären wir auch schon mitten in der Thematik dieses Kriegsfilmes. Dieser Kriegsfilm handelt von 2 Brüdern, die am Koreakrieg teilnehmen (müssen). Im Film wird dieses Kriegserlebnis an zwei Personen und ihrer Familie festgemacht, obwohl beide Personen gar nicht die Absicht (an diesem Krieg teilzunehmen) hatten mussten sie sich dieser Realität stellen.
53 Jahre nach dem Waffenstillstandsabkommen zwischen Nordkorea und Südkorea gibt es immer noch keinen Friedensvertrag zwischen den verfeindeten Bruderstaaten, der kalte Krieg ist bis heute noch nicht beendet. Die seelischen Wunden dieses Krieges sind, vor allem bei der älteren Generation, noch nicht vollständig verheilt, noch immer sind Familien durch die Grenze geteilt, die Aufarbeitung der traumatischen Teilung ist noch nicht abgeschlossen, so viel einmal zu der Vorgeschichte zu diesem Film.

In Korea ist dieser Kinofilm unter dem Titel TAEGUKGI bekannt, das ist der Name der südkoreanischen Nationalflagge. Entworfen schon im Jahre 1878, aber während der japanischen Kolonialherrschaft verboten. Die Flagge steht für das Universum, symbolisiert durch die Zeichen Yin & Yang mit rot für die männliche und blau für die weibliche Seite. Die schwarzen Balken außen herum stehen für die Erde und die Natur, die das Leben umgibt.

Dieser Film wurde mit 11,5 Millionen Kinobesuchern einer der erfolgreichsten Kinofilme Südkoreas bis dato. Man beachte hierbei zu dem damaligen Zeitpunkt hatte dieses Land eine Gesamtbevölkerung von insgesamt 45 Millionen Menschen, dies bedeutete das jeder 4. Bürger diesen Kriegsfilm in Kino gesehen hatte.
Dieser Film war Südkoreas Einsendung auf eine Nominierung als "Bester fremdsprachiger Film" bei der Oscarverleihung 2005, wurde aber leider nicht nominiert, was ich persönlich sehr sehr schade finde nach meiner Sichtung!
Das Budget in Höhe von umgerechnet 15 Millionen Dollar und der gesamte Produktionsaufwand war hierbei so groß wie bei keinem koreanischen Film zuvor und dies sah man dem Film ganz deutlich an. Es wurden 29 Monate vorher intensivst historisch recherchiert sowie die dazugehörige Drehbuchentwicklung. Allein die Besetzung der Rollen dauerte 6 Monate. 25.000 Statisten wirkten dabei mit. 19.000 speziell angefertige Uniformen, 1000 Paar Armeestiefel, 4.000 Kostüme im Stil der 50er Jahre, über 1.000 historische Schusswaffen und Bayonette, 2 Tonnen Munition, über 200 zum Teil verstümmelte künstliche Leichen...
Die Filmaufnahmen mit rund 140 Drehtagen zogen sich über 9 Monate hin.
Die Idee zu diesem Film so sagte der Regisseur Kang Je-gyu kam ihm als es um Ausgrabungen von Toten aus der Zeit des Koreakrieges ging und so beginnt auch dieser Film hier. Es gab damals eine alte Frau, die verzweifelt auf die Rückkehr ihres Ehemanns aus dem Krieg gewartet hatte. 50 Jahre lang hatte diese keine Ahnung, wo ihr Mann verschollen war. Bei dem Film ging es dann eben um 2 Brüder.
In diesem Film geht es aber nicht um eine ideologische Auseinandersetzung mit dem Krieg. Dieser Koreakrieg war für den Süden als auch für den Norden gleichermaßen eine Tragödie liebe Filmfreunde.
5 Millionen Menschen mussten bei diesem Gemetzel ihr Leben lassen, anders kann man das nicht mehr beschreiben nach dieser Sichtung des Filmes.
Der Film hat eine klare Message an den Zuschauer und diese da wäre:
"Was wäre, wenn Du dabei gewesen wärst?" Mit dieser Frage wird man in diesem Film auf das Schlachtfeld geführt. "Was sind Deine Grundbedürfnisse im täglichen Leben?" Man könnte nun antworten mit Liebe, Glück, Familie, Hoffnung usw. Dem entsprechend bedeutet Krieg für einen persönlich vor allem, dass der Krieg die Befriedigung solcher Bedürfnisse unmöglich macht, und daher als quälend und verstörend empfunden wird und genau aus diesem Blickwinkel wird einem dieser Film gezeigt und trifft dabei mit seiner Message bei dem Zuschauer voll ins Schwarze!
Diese Sichtweise verleiht diesem Film eine große emotionale Tiefe, verbunden mit der Dramatik der spektakulären Kampfszenen. Er möchte dem Cineasten aufregende Momente und starke Gefühle vermitteln. Was mir auch bei der Sichtung aufgefallen ist, dass dieser Kriegsfilm anders als bei vielen konventionellen Filmen dieser Art, die Darstellung der Gewalt sehr realistisch auf den Betrachter wirkt. Das Schlachtfeld wirkt nicht wie ein Spielplatz für übermenschlich hochstilisierte Heldenfiguren wie so oft aus Hollywood zu sehen ist. Die Gewalt wirkte leider erschütternd grausam auch auf mich, sie veranschaulicht das unermessliche Leid und den Wahnsinn eines Krieges - ohne ein aufgesetztes Happy End nach Hollywood-Art.
Dieser Film zeigt sehr real die zwei Gesichter des Krieges, auf der einen Seite ist es die Gewalt, auf der anderen Seite die sehr emotionale, menschliche Seite. Dieser Film behandelt beide Aspekte, um die Realität des Krieges dem Zuschauer zu vermitteln.
Die inszenierten Kriegsbilder wirken auf den Betrachter hautnah, dreckig, verucht voller Blut, Feuer und Rauch, unweigerlich denkt der Cineast an Spielbergs Kriegsfilm "Der Soldat James Ryan".
An dieser Stelle möchte ich aber betonen, dass dieser Film nichts für schwache Nerven ist liebe Filmfreunde. Es ist in der Tat einer der härtesten Kriegsfilme unserer Zeit wie es auf dem DVD-Cover zu lesen ist, diese Aussage kann ich absolut unterstreichen!
Dieser Kriegsfilm kann ganz locker mit den Hollywood Produktionen mithalten, wenn dieser sogar nicht noch besser ist im Vergleich zu den Kriegsfilmen aus Amerika.
Wer auf Kriegsfilme steht und dazu noch ein Historienfan ist, dem lege ich diesen Film ganz dringend ans Herz, dann ist er ein absoluter Pflichtkauf wehrte Filmfreunde.
Daher attestiere ich diesem Film ein ganz klares Meisterwerk und dieser zählt ab sofort zu meinen Favoriten auf dieser Seite! Eine andere Wertung kommt hierbei gar nicht in Frage.

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