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2 Kommentare

Gandhi

DEINE MEINUNG?


1982

Genre: Biographie, Drama, Geschichte

Spieldauer: ~ 191 Minuten

Regie: Richard Attenborough

Cast: Ben Kingsley, Candice Bergen, Edward Fox, John Gielgud, Trevor Howard, John Mills, Martin Sheen, Ian Charleson, Athol Fugard, Günther Maria Halmer, Saeed Jaffrey, Geraldine James, Alyque Padamsee, Amrish Puri, Roshan Seth, Daniel Day-Lewis

Kurzbeschreibung: Nur ein Mann konnte das britische Empire bezwingen und seinem Land die Unabhängigkeit geben. Sein Ziel war die Freiheit, sein Weg die Gewaltlosigkeit und seine Waffe die Menschlichkeit. Richard Attenboroughs Film beschreibt das Leben Gandhis - einer der größten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Gandhi (Ben Kingsley) geht 1893 als Rechtsanwalt nach Südafrika, um die dort lebenden Inder gegen die strikten Apartheidsgesetze zu vereinen. Er praktiziert dort zum ersten Mal den passiven, gewaltlosen Widerstand, der später zum Kennzeichen seines Freiheitskampfes gegen die Briten wird. Ab 1915 lebt er dann wieder in Indien und verfolgt nur ein Ziel: Indiens Unabhängigkeit vom britischen Empire. Aber mehr als 30 mühsame Jahre vergehen, bis sein Traum wahr wird und Indien 1947 die Unabhängigkeit erhält.


Filmkommentare (2)


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8martin
15.02.13 - 17:21
Das ist einer der ganz großen Monumentalfilme aus den frühen 80er Jahren. In epischer Breite werden in anschaulicher Form entscheidende Episoden aus dem Leben des großen Inders erzählt. Sein Ende bildet den Rahmen des Films. Und das ist dramaturgisch nicht ungeschickt. Gandhis Ideen wird in Dialogen viel Platz eingeräumt (‘Armut ist die schrecklichste Form der Gewalt‘). Ebenso wie für eine differenzierte Charakterzeichnung seiner Gefährten (z.B. Nehru) und seiner Umgebung (Ehefrau). Spektakuläre Massenszenen mit damals noch echten Komparsen stehen neben ruhigen Einblicken in Gandhis Alltag (z.B. Spinnen und Weben). Die Originalschauplätze geben viel Lokalkolorit her. Täuschend ähnlich, fast besser als das Original, lieh der damals noch unbekannte Ben Kingsley dem Inder sein Gesicht. Er trägt und prägt den Klassiker. Richard Attenboroughs Meisterwerk ist nicht nur ein Denkmal für den Vater des passiven Widerstandes und des zivilen Ungehorsams, sondern es dokumentiert auch Indiens Weg in die Unabhängigkeit. Es ist ein Abgesang auf den Kolonialismus und den Feudalismus und damit letzten Endes auch ein zeitloses Lehrstück für die Freiheit im Allgemeinen. Rassismus und Unterdrückung werden in ihrer ganzen menschlichen Verachtung angeprangert. Auch die Rivalität zwischen Moslems und Hindus bleibt nicht unerwähnt. (‘Sie sind das rechte und das linke Auge Indiens.‘) Ganz großes Kino: Weltkulturerbe!

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kurenschaub
17.05.10 - 14:52
ein wirklich darstellerisch (Ben Kinglsey - Oscar) und künstlerisch beachtliches Filmwerk - diese Gandi Biographie wurde nicht umsonst mit 8 Oscars ausgezeichnet, darunter auch an Richard Attenborough für die glänzende Regie.
Eine Hymne an den großen Humanisten und an Widerstand ohne Gewalt - friedensfördernd.

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