World4You - Internet Services GmbH
 

1 Kritik   1 Kommentar

Die Passion Christi

DEINE MEINUNG?


2004

Genre: Drama, Geschichte

Spieldauer: ~ 127 Minuten

Regie: Mel Gibson

Cast: Ivano Marescotti, Monica Bellucci, Rosalinda Celentano, Claudia Gerini, Roberto Bestazzoni, Sergio Rubini, Maia Morgenstern, Francesco Cabras, Jim Caviezel

Kurzbeschreibung: Nach dem Abendmahl begibt sich Jesus in den Garten Gethsemane, um dort zu beten. Tief in sich gekehrt, erscheint ihm Satan und Jesus erfährt eine Vision dessen, was ihm in den kommenden Stunden widerfahren wird. Doch er widersteht der Versuchung des Bösen. Verraten von seinem Jünger Judas Ischariot wird Jesus kurze Zeit später festgenommen. Die Anführer der Pharisäer bezichtigen ihn der Gotteslästerung und verlangen seinen Tod. Jesus wird dem römischen Statthalter in Palästina, Pontius Pilatus, vorgeführt. Dieser hört sich die vorgebrachten Anschuldigungen an und erkennt schnell, dass es sich hier um einen politischen Konflikt handelt. Um einer Entscheidung aus dem Weg zu gehen, übergibt Pilatus die Angelegenheit an König Herodes. Auch dieser scheut ein Urteil und lässt Jesus zum Statthalter zurückbringen. Pontius Pilatus überlässt es nun der aufgebrachten Menge Jerusalems, offen zwischen dem Angeklagten Jesus von Nazareth und dem Verbrecher Barrabas zu entscheiden, welcher der beiden begnadigt werden soll. Das Volk entscheidet sich für Barrabas. Jesus wird den römischen Soldaten übergeben und von ihnen gefoltert. Schwer verwundet wird er wieder zu Pilatus gebracht, der ihn erneut der Menge vorführt als wolle er sagen: "Ist dies nicht genug?" Und abermals entzieht er sich dieser Verantwortung: Er befiehlt schließlich seinen Männern, dem Verlangen der Massen nachzugeben, die weiterhin den Tod Jesu fordern. Der weitere Leidensweg ist besiegelt: Jesus muss selbst das Kreuz durch die Straßen von Jerusalem bis nach Golgatha tragen. Dort wird er schließlich an das Kreuz geschlagen. Im Angesicht des Todes stellt sich Jesus seiner letzten Versuchung: der Angst, von seinem Vater aufgegeben worden zu sein.


Filmkommentare (1)


Beitrag schreiben


Filmosoph
22.05.12 - 16:18
Der Titel ist Programm - die Leidensgeschichte von Jesus Christus. Abseits der großen Kontroversen um diesen Film (Antisemitismusvorwurf, "historische" Ungenauigkeiten, einseitige Betrachtung des Geschehens usf) möchte ich an dieser Stelle auf das eingehen, was sich lediglich auf das filmtechische bezieht:
+ Ohne Zweifel ist der Film für mich ein visuelles Meisterwerk. Das kostet Geld, dieses Geld hat nur Hollywood. Die Art und Weise, wie die freilich geradlinige Geschichte umgesetzt wurde, ist bemerkenswert.
+ Die Musik unterstützt diese visuelle Kraft perfekt. Man denke an die Eröffnungsszene - eigentlich passiert so gut wie gar nichts, ein Mann kämpft "lediglich" mit sich selbst. In Kombination mit der Musik ergibt es eine starke Szene.
+ Die historische Umgebung wurde ebenfalls bemerkenswert umgesetzt. Die Verwendung der alten Sprachen stört nicht, im Gegenteil.
- Negativ anmerken muss ich jedoch die wirklich als unrealistisch zu bezeichnete Leidensfähigkeit eines Menschen (freilich unter der Prämisse, Jesus war ein Mensch). Kein Mensch kann dies aushalten, ob der gezeigten Brutalität wäre Jesus mindestens 10X ohnmächtig geworden.
- Dass dem Film gewissermaßen Fundamentalismus anhaftet, wurde nicht erst durch die Unterstützung vieler fundamentalistischer amerikanischer christlicher Gemeinden deutlich. Der Film unter dem Aspekt des Christentums betrachtet, lässt für mich nur folgenden Schluss zu: dass dieses den Film nicht benötigt.

Alles in allem ein sehenswerter Film, der zurecht die Gemüter erregte. Für Cineasten dennoch ein Muss.

Antwort abgeben


Angemeldet bleiben?