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Der talentierte Mr. Ripley
69.3/100

14 Bewertungen

Der talentierte Mr. Ripley

FILM • 1999 • 2 Std. 14 Min.


Regie: Anthony Minghella

Darsteller/-innen: Gwyneth Paltrow, Cate Blanchett, Matt Damon, Philip Seymour Hoffman, Jack Davenport, Philip Baker Hall, Jude Law, James Rebhorn, Gretchen Egolf, Sergio Rubini, Alessandro Fabrizi

Genre: Drama, Krimi, Thriller



Der mittellose Tom Ripley (MATT DAMON) erhält den Auftrag, nach Italien zu reisen, um seinen Altersgenossen, den jungen amerikanischen Playboy Dickie Greenleaf (JUDE LAW) zu überreden, in die USA zurückzukehren. Dickie aber bleibt hartnäckig und zieht es vor, weiterhin das Dolce Far Niente mit seiner reizenden Verlobten Marge (GWYNETH PALTROW) zu genießen. Tom beneidet Dickie um das Leben, das er führt. Eines Tages, während einer gemeinsamen Reise zum Jazzfestival von San Remo, offenbart Dickie seinen Überdruß, und erklärt, dass er Tom loswerden will und Marge zu heiraten gedenkt. In einer Rauferei, die fast aus Versehen beginnt, sich aber zum todernsten Kampf ausweitet, tötet Ripley schließlich den Menschen, den er vielleicht am meisten, sicher aber am verzweifeltsten auf dieser Welt liebt. Mit viel Talent wird Tom Ripley von nun an zu Dickie Greenleaf, schlüpft in dessen Haut, eignet sich seinen Lebensstil an und will alles hinter sich lassen. Tom Ripley blüht auf. Er genießt sein Leben am Abgrund, denn einige Menschen, die Dickie Greenleaf nahe standen, stellen sich natürlich Fragen: Ist es möglich, dass jemand, selbst wenn er so extrem launisch ist wie Dickie es war, einfach verschwindet? Tom Ripleys Spielraum wird zunehmend enger ...


Filmkommentare (2)


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kurenschaub

kurenschaub


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23.06.12 - 23:35
Tom Ripley (Matt Damon) bekommt vom steinreichen Amerikaner den Auftrag dessen Playboy Sohn Dicki (Jude Law) von Italien wieder nach Hause zurück zu bringen, am Anfang verstehen die zwei lebenslustigen Männer sich blendend, doch dann spitzen sich die Dinge zu und es gibt immer größer werdende Schwierigkeiten...
Kluger, nicht unanspruchsvoller Film mit einigen feinen Wendungen im Plot, der seine geschickte Dramturgie in den ganzen 120 Minuten aufrecht erhält.
Die Schauspielkunst Matt Damons ist echt ein Traum, aber auch Gwyneth Paltrow/Jude Law und Cate Blanchett spielen wirklich brilliant.
Und wie gesagt, der Film hat eben kein geringes Niveau und wird vor allem Cineasten mit Vorliebe zum Kopfkino begeistern, den echte Reisser und hochspannende Thriller(dramen) gehen einen anderen, aber keinesfalls besseren Weg.
Der Film hat für mich das gewisse Etwas, das ihn zu einen ganz besonderen macht.

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Filmfreak

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18.04.09 - 21:12
Hierbei handelt es sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Romanes von Patricia Highsmith in den Hauptrollen sind dabei Matt Damon,Jude Law,Gwyneth Paltrow zu sehen außerdem gehören Cate Blanchett,Philip Seymour Hoffman dem weiteren Cast an,also für so einen Kriminalfilm ein Topbesetzung in meinen Augen.
Dieser Roman von Highsmith diente schon einmal 1960 als Vorlage für eine Verfilmung,damals nannte sich der Film Nur die Sonne war Zeuge mit den französischen Schauspielern Alain Delon sowie Maurice Ronet.
Nun inszenierten die Amerikaner also hieraus auch eine Verfilmung.Für den Filmfan sollte man an dieser Stelle einmal erwähnen das es unterschiede zu beiden Verfilmungen gibt,ich meine damit nicht die Inszenierung an sich,welche natürlich im Jahre 1999 moderner ist,als im Gegensatz die französische Produktion aus dem Jahre 1960.Nein vielmehr sind es die Personen bzw.Rollen welche für diese amerikanische Produktion ebenfalls neu geschaffen bzw.umgeschrieben wurden im Gegensatz zu der Romanvorlage.
Im großen und ganzen sind die Rollen zum Roman identisch,Tom Ripley wird von Matt Damon dargestellt,Marge Sherwood von Gwyneth Paltrow,Dickie Greenleaf von Jude Law,Freddie Miles von Philip Seymour Hoffman,Herbert Greenleaf von James Rebhorn,1 Person wurde neu hinzugefügt und zwar die der Meredith Logue verkörpert von Cate Blanchett und der Charakter Peter Smith-Kingsley dargestellt von Jack Davenport wurde für diesen Film umgeschrieben.

Aufmerksamen Cineasten dürfte aufgefallen sein das Bilder aus Rom & Venedig als Kulisse dienten.Diese amerikanische Produktion wurde hauptsächlich in Italien produziert,ein wenig ungewöhnlich für einen amerikanischen Film,dennoch warum sollten amerikanische Produktionen immer im eigenen Land inszeniert werden?

Wie schon oben beschrieben man mag es kaum glauben doch es handelt sich tatsächlich um einen psychologischen Kriminalfilm bei der Tom Ripley dabei die Hauptrolle spielt und immer weiter in einen Strudel von Mord sich selbst hineinmanövriert.Regisseur Minghella führte ja neue Charaktere ein bei seiner Verfilmung um so Ripleys Dilemma für den Zuschauer noch komplizierter zu machen.Dickie's Freundin Marge tritt in dieser Verfilmung selbsbewußt und sicher auf,doch in der Buchvorlage ist diese altmodisch und unsicher und sie ist dabei nur eine von vielen Frauen die Dickie dabei ausnutzt,hier nicht der Film suggeriert in einigen Szenen,dass Dickies Gefühle ihr gegenüber echt sind.Diese Verfilmung zeigt darüber hinaus dass Ripleys Interesse an Dickie aus reinem sexuellen Trieb bestünde,dieser Film zeigt dann auch sehr schön Ripleys Gefühle für ihn bis hin zur Eifersucht bzw.Minderwertigkeit,und dadurch werden auch größere Spannungen zwischen den einzelnen Charakteren geschaffen.
Im Film gibt es auch ein Motiv,auf dieses ich jetzt nicht näher eingehen werde,da ich nicht alles über die Geschichte verraten möchte,auf jeden Fall ist es ein anderes als im Roman so viel kann ich schon einmal hier schreiben.Damit es Ripley in diesem Film nicht so einfach hat und mit zusätzlichen Schwierigkeiten konfrontiert werden soll,begegnet er Meredith Lounge eine amerikanische Erbin,die vom Reichtum ihrer Familie gelangweilt ist,aber dennoch geren deren Geld ausgibt.Eine weitere wichtige Rolle in diesem Film spielt Ripleys homosexueller Freund Peter Smith-Kingsley durch ihn könnte Tom Ripley auffliegen,da dieser ihn als Ripley kennt und Meredith kennt Tom als Dickie und Peter kennt eben Meredith...den Rest kann man sich ja ausmalen,wie es ausgehen könnte?
Der Film stellt praktisch einen opportunistischen Charakter dar,der ihm seine Taten erlaubt,auch wenn dessen Entdeckung wahrscheinlich ist.

Trotz des namhaften Cast konnte mich diese Verfilmung leider nicht so recht überzeugen bzw.es war jetzt nicht der erhoffte tolle Film.Der Film spiegelt eine recht ruhige Erzählweise,bei der man schon konzentriert dabei sein muss.Mitte des Filmes dachte ich wann dann endlich der Film an Fahrt gewinnt,doch da wurde ich enttäuscht,der Film plätschert meiner Meinung nach immer weiter so vor sich hin.Ein weiteres Manko wie ich finde ist die Laufzeit des Filmes,die mir entschieden zu lange andauerte mit 134 Minuten.Ich finde der Film wurde künstlich in die Länge gezogen,eine etwas kürzere Spielzeit hätte diesem mit Sicherheit nicht geschadet.
Der Film beginnt mit einer lockeren und fantasievollen Erzählweise welche dann für die schwergewichtige Psychologisierung zunehmend weichen muss,diese hält dabei die zugrundeliegende Kriminalhandlung dabei kaum stand.
Durch diese ruhige und langsame Erzählweise können sich meiner Meinung nach auch nicht so sehr die Schauspieler richtig entfalten einzig evtl. Jude Law,aber die anderen allen voran Matt Damon blieben eher blass.Ich habe schon wesentlich bessere Filme von Damon gesehen,ist aber Geschmackssache.
Wer auf einen relativ ruhigen psychologischen Kriminalfilm mit einem Identitätsspiel steht und nicht all zu viel von Damon erwartet (was man sich eigentlich nicht vorstellen kann,wenn man schon andere Filme von ihm gesehen hat) kann hier einmal einen Blick riskieren,alle anderen könnten diesen Film dann doch eher als langweilig ansehen und drücken vielleicht schon vor Ende des Filmes auf die Stop-Taste der Fernbedienung.

Ich vergebe für diese Verfilmung daher auch leider nur ein Durchschnitt.

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