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3 Kommentare

Milk

DEINE MEINUNG?


2008

Genre: Biographie, Drama, Geschichte, Romanze

Spieldauer: ~ 128 Minuten

Regie: Gus van Sant

Cast: James Franco, Sean Penn, Josh Brolin, Denis O´Hare, Alison Pill, Emile Hirsch, Victor Garber, Diego Luna, Joseph Cross, Lucas Grabeel, Stephen Spinella, Boyd Holbrook, Kelvin Yu, Brandon Boyce, Steven Wiig, Kelvin Han Yee, Daniel Landroche, Ted Jan Roberts, Ashlee Temple, Ginabel Machado, Wendy Tremont King, Frank M. Robinson, Carol Ruth Silver, Hope Tuck, Allan Baird, Trace Webb, Jeff Koons, Tom Ammiano, Robert Chimento, Howard Rosenman

Kurzbeschreibung: San Francisco, 1972. Harvey Milk (Sean Penn) und sein Partner Scott Smith (James Franco) haben vom Leben in New York die Nase voll und suchen ihr Glück an der Westküste. Sie eröffnen im Arbeiterviertel Castro einen kleinen Fotoladen: "Castro Cameras". Bald wird das Geschäft als Treffpunkt und Nachrichtenbörse zum Mittelpunkt des Viertels, vor allem dank Harvey Milks herzlichen, überschäumenden Temperaments. Es dauert nicht lang, bis Milk seinen Hang zur Politik entdeckt: Sein Anliegen sind die Interessen der kleinen Leute seines Viertels - und die der schwulen Community. Milk organisiert Straßenfeste im Castro District, und er steht stets an der Spitze, wenn es gegen Diskriminierung zu protestieren gilt. Während dreier Wahlkampagnen für den Stadtrat von San Francisco gewinnt Milk unzählige Helfer und Freunde dazu, vor allem sein Berater Cleve Jones (Emile Hirsch) steht ihm unermüdlich zur Seite. Doch in dieser Zeit zerbricht die Beziehung zu seinem langjährigen Geliebten Scott. An der Seite seines neuen Partners Jack Lira (Diego Luna) schafft Milk bei der Wahl 1977 schließlich den Einzug in den Stadtrat. Kaum im Amt, stößt Milk eine Vielzahl von politischen Initiativen an, womit er sich nicht nur Freunde macht. Und einer seiner Gegner, Milks Stadtrats-Kollege Dan White (Josh Brolin) entpuppt sich schließlich als Todfeind ...


Filmkommentare (3)


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kurenschaub
07.02.13 - 10:21
Sean Penn, wie zumeist einfach großartig, mimt den ersten Politiker mit dem Namen Harvey Milk - der sich zur Homosexualität bekennt, unheimlich gut.
Der Film geht unter die Haut, wirkt keinesfalls aufgesetzt, zeigt Gefühle und ist wunderbar bebildert.
Ein Qualitätsdrama, welches schlußendlich auch wohlverdient mit acht Oscars in der Auslage stand.

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Kiddow
18.11.10 - 16:17
Ich möchte mich Filmosoph mit seiner Meinung anschließen, der Film ist sehenswert und nicht weil er spannend ist, sondern weil die Geschichte, welche erzählt wird, wahr ist und es Spaß macht Sean Penn zu sehen. Er hat dieser Rolle viel Leben eingehaucht und ist ein großer Sympathieträger. Man erfährt schon in den ersten Minuten wie der Film endet, aber dennoch wird man durch Penn verleitet sich die gesamte Story anzuschauen.Die Geschichte an sich ist natürlich auch gut und interessant, denn Harvey Milk hatte ein bedeutendes Leben und er hat viel für die Homosexuellen erreicht. Aber ohne Penn wäre es kein guter Film geworden, denn seine unglaublich Ausstrahlung macht diesen Film so gut. Zurecht ein Oscar für Penn!

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Filmosoph
02.03.09 - 21:42
Milk

And the Oscar goes to … Sean Penn! Wer diesen Film gesehen hat, weiß, dass dieser Preis verdient ist. Im Mittelpunkt steht der homosexuelle Politiker Harvey Milk, der erste bekennende homosexuelle Politiker der Vereinigten Staaten.
Im Prinzip hätte die Verfilmung in zwei Richtungen gehen können – (1) Politdrama oder (2) Biographen-Drama; das verblüffende daran ist, dass „Milk“ eine perfekte Mischung aus beidem ist, auch wenn der Film eher Richtung Biographie geht.
Im Prinzip handelt es sich ja auch bereits um einen Historienfilm, denn die 70er-Jahre scheinen schon lange vorbei; das merkt man an der perfekten Ausstattung, die Darsteller bewegen sich in dieser Zeit.
Dramaturgisch gesehen geht der Film einen unkonventionellen Weg – Man kann die ersten Minuten nicht gerade behaupten, der Film sei spannend. Und er wird es auch bis zum Schluss nicht wirklich. Vielmehr lebt diese Biographie von ihrem Hauptdarsteller, Sean Penn, der Mann, der den Film zu dem macht, was er ist: Eine charismatische Biographie für einen kämpfenden Menschenrechtler.
Hin und wieder darf auch mal geschmunzelt werden, aber der Grundtenor ist – trotz Penns unentwegt scheinendem Grinsen – Milks Charisma, mit dem er seine Leute „rekrutierte“.
Es gibt eigentlich mehrere Gründe sich diesen Film anzusehen: Sean Penn geht wie in vielen Rollen davor (nicht nur in seinem ersten Oscar-Film „Mystic River“) quasi total in seiner Figur auf. Es ist eine Freude, solch einem Profi bei der Arbeit zuzusehen. Zweitens behandelt der Film das Thema Homosexualität sensibel, fair und mit einer Brise Humor. Letztlich richtet Penn seine Reden nicht an die filmischen Zuseher, sondern an die Seher vor dem Kinobildschirm: Mehr Gleichheit für homosexuelle Verbindungen, da tatsächlich alle Argumente dagegen nicht greifen. Dies machte er auch nochmals nachdrücklich bei den Oscars klar. Man kann anhand dieses Films auch sehen, einen wie großen Einfluss Image und Charisma in der Politik haben – nämlich mehr als man zu denken glaubt. Der Film hätte vielleicht nur einen Kritikpunkt – er ist manchmal wirklich gar nicht spannend, nichts. Ja es ist kein Thriller, aber es ist eine Biographie.
Alles in allem finde ich dieses gelungene Politdrama Sehenswert!

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