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The Spirit
58.8/100

The Spirit

FILM • 2008 • 1 Std. 39 Min.


Regie: Frank Miller

Darsteller/-innen: Samuel L. Jackson, Gabriel Macht, Jaime King, Scarlett Johansson, Louis Lombardi, Eva Mendes, Eric Balfour, Dan Gerrity, Paz Vega, Meeghan Holaway, Seychelle Gabriel

Genre: Action, Fantasy, Komödie, Krimi, Thriller



Ein ehemaliger junger Cop steht auf mysteriöse Art und Weise als "Spirit" (Gabriel Macht) von den Toten auf, um aus der Schattenwelt das Verbrechen von Central City zu bekämpfen. Sein Erzfeind, der Octopus (Samuel L. Jackson), hat eine andere Mission: Er plant, Spirits geliebte Stadt auszulöschen, indem er seiner eigenen Version von Unsterblichkeit nachgeht. Spirit verfolgt diesen kaltherzigen Killer quer durch Central City - von heruntergekommenen Lagerhäusern über feuchte Katakomben bis hin in das windgepeitschte Hafenviertel. Während der ganzen Zeit trifft er auf eine Horde von schönen Frauen, die den maskierten Kreuzritter entweder verführen, lieben oder töten wollen. Dabei umkreisen ihn fortwährend Ellen Dolan (Sarah Paulson), ein Mädchen von nebenan mit messerscharfem Verstand, Silken Floss (Scarlett Johansson), eine punkige Sekretärin und frigide Zicke, Plaster Of Paris (Paz Vega), eine mordende französische Nachtclubtänzerin, Lorelei (Jaime King), eine Phantomsirene, und Morgenstern (Stana Katic), eine junge sexy Polizistin. Dann gibt es da natürlich Sand Saref (Eva Mendes), die Juwelendiebin mit gefährlichen Kurven. Sie ist die Liebe seines Lebens, die sich nun dem Bösen verschrieben hat. Wird er sie retten oder wird sie ihn töten?


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Filmfreak

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15.11.09 - 11:46
Diese Kinoadaption basiert auf dem gleichnamigen Comic welcher von Wil Eisner in den 40er Jahren erschaffen wurde.
Regie führt kein Geringerer als u.a. der Macher von Sin City & 300, nämlich Frank Miller.

Die Hauptrolle spielt ein gewisser Gabriel Macht, welcher mir bis dato unter den Hollywood-Schauspielern noch nicht sonderlich aufgefallen ist, zumal er in noch nicht so vielen bekannten Produktionen mitgewirkt hatte, wenn man einmal aus dem Jahre 2002 mit "Bad Company - Die Welt ist in guten Händen" und aus dem Jahre 2006 "Der gute Hirte" absieht. Mit dieser Produktion stieg also sein Bekanntheitsgrad und Interesse bei den Fans.
Zieht man jetzt den Film "Sin City" zum Vergleich heran, dann sind gewisse Parallelen zu dem Stil des Filmes ganz klar zu erkennen, aber auch neue Dinge gegenüber der Actiongewalt "Sin City".
Der markanteste Unterschied hierbei ist wohl die Geschichte und die Dialoge welche geführt werden. In "Sin City" werden dem Cineasten drei verschiedene Handlungsstränge nebeneinander versucht zu erzählen, bei dieser Comicverfilmung geht es wie man es sonst auch von diversen anderen Filmen kennt nur um eine Geschichte, nämlich die des Denny Colt alias The Spirit, der sich dem Kampf gegen seinen Erzfeind The Octopus und seiner Gehilfin Silken Floss stellt.
Der Held The Spirit sorgt selbstverständlich für Recht und Ordnung und somit zu einer Balance zwischen den Gesetzeshütern und den Verbrechern in der Stadt Central City, die er auch liebevoll meine Stadt nennt. Er hilft zwar der Polizei, arbeitet aber eigenständig und alleine. Der zweite Unterschied zu "Sin City" sind eben die Dialoge bzw. diverse Szenen/Handlungen, die teilweise schon sehr lustig sind, der größte Lacher des Filmes war für mich als Samuel L. Jackson und Scarlett Johansson im Nazikostüm auftraten und dann die deutsche Nationalhymne gespielt wurde und dahinter sah man das Bild von Hitler, man sieht also auch davor schreckt Frank Miller nicht zurück, eine köstliche Szene in meinen Augen, dass muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, schon alleine diese komische Thematik und wie die Nationalsozialisten auf das Korn genommen wurden. Obwohl dieser Film eine FSK 16 Freigabe bekommen hat, so ist er auf alle Fälle für eine größere Fangemeinde ausgelegt als noch der relativ harte und brutale "Sin City" welche nur für das erwachsene Publikum bestimmt war. Diese genannten Unterschiede werden dem Cineasten sofort ins Auge stechen wenn man eben den einzigartigen "Sin City" kennt. Aber diese Comicverfilmung braucht sich keineswegs hinter ich nenn ihn jetzt einmal großen Bruder zu verstecken. Auch wenn diese Verfilmung hier wesentlich freundlicher und mit mehr Humor ausgelegt ist, so wurde ich über die gesamte Spielzeit sehr gut unterhalten. Die bekannten Darsteller gefielen mir in ihren Rollen sehr gut, ebenso ein Gabriel Macht. Die Akteure wurden bei dieser Verfilmung mächtig in die Kritik genommen, so wurde des öfteren geschrieben, dass ein Samuel L. Jackson in seiner Rolle übertrieben wirke, ein Gabriel Macht wirke oftmals sehr blass bzw. zu introvertiert, dies kann ich jetzt so gar nicht bestätigen. Zugegeben ich schrieb ja schon in meiner Rezension zu "Sin City" dass man diesen Stil von Frank Miller mögen muss bzw. sich darauf einlassen, dann hat man an einem solchen Film auch seine Freude, denn dies ist hier ganz genau so und nicht anders, aber genau dieser coole Kunst-Look ist für die Cineasten wieder einmal etwas anderes als das gewohnte Bild aus Amerika. Natürlich bildet dieser Film genau in diesem artifiziellen visuellen Stil seine Stärke plus der dazu verpackten Geschichte. Für mich was die Optik angeht sind auf alle Fälle Szenen dabei, wo man als Filmfreund mit der Zunge schnalzen kann.
Wem schon "Sin City" sehr gut gefallen hat, dem wird diese "harmlose" Fassung davon mit Sicherheit auch gefallen, wenn man sich auf mehr lustige und z.T. natürlich auch fragwürdige (sinnvolle?) Dialoge einlassen kann. Aufgrund diverser alberner Dialoge wurde der gesamte Film mächtig durch den Kakao gezogen und ich kann da die Kritiker verstehen bzw. nachvollziehen, es ist kein Film für Jedermann, genau diese Tatsache macht ihn in meinen Augen auch wieder so interessant.
Ganz an "Sin City" von der Wucht und der Art und Weise reicht diese Comicverfilmung dann nicht heran, muss sie in meinen Augen aber auch nicht.
Ich bereure den Kauf jedenfalls nicht und vergebe 4,5 von 5 möglichen Sternen dafür!

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