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Superman: Die Abenteuer von Lois & Clark

Staffeln 1 2 3 4

DEINE MEINUNG?


1993

Genre: TV-Produktion, Abenteuer, Komödie, Drama

Spieldauer: ~ 978 Minuten

Cast: Teri Hatcher, Dean Cain, Michael Landes, Peter Boyle, Bruce Campbell, Tracy Scoggins, Lane Smith, Justine Bateman, Eddie Jones, Justin Whalin, K Callan, John Shearin

Kurzbeschreibung: Auf den sechs DVDs dieses Sets erleben Sie all die himmelstürmenden Abenteuer und komischen Romanzen der ersten 21 Serienepisoden inklusive des abendfüllenden Pilotfilms und absolut flugtauglicher Specials. Als Reporter des DAILY PLANET liegen sich CLARK KENT (Dean Cain) und LOIS LANE (Teri Hatcher) ständig in den Haaren, doch beim Flirt vertragen sie sich schnell wieder, während sie in METROPOLIS ständig heißen Storys auf der Spur sind. Der größte Knüller ist allerdings der von Lois heimlich angehimmelte Superheld – denn sie hat keine Ahnung, dass er Clarks Alter Ego ist.


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Filmosoph
22.05.09 - 09:58
Was wir hier vor uns haben ist die erste von insgesamt vier Staffeln, wobei nur Staffeln 1-2 auf DVD erschienen sind. Die erste umfasst ganze 21 Folgen zu je 42-45 Minuten. Natürlich empfehle ich die Serien in chronologischer Reihenfolge anzusehen, denn sie bauen insgesamt gesehen aufeinander auf. Wie es eben bei Fernsehserien der Fall ist, kann man ruhig einmal 1-2 Folgen verpassen, ohne gleich aus dem »Rhythmus« zu kommen, oder der Handlung nicht mehr folgen zu können. Aber dieses Problem fällt beim DVD-Release ja zum Glück weg. Die Serie startete mit einem Pilotfilm von 1 1/2 Stunden. Clark Kent, gespielt vom charismatischen Dean Cain, kommt nach Metropolis der zwar Superkräfte hat, aber eben noch nicht Superman als Symbolfigur ist. Hier findet eben das interessante Zusammentreffen verschiedener Charaktere statt, wo bereits im Pilotfilm deutlich wird, wie jene gezeichnet wurden. Clark als souverän-tollpatschiger »Traummann«, Lois als kompromisslose Karrierefrau, mit unterdrückter Sexualität, wie es im Making Of heißt. Teri Hatcher, die viele eher aus einer anderen Serie kennen dürften, spielt für mich mit Lois die Rolle ihres Lebens: Ein großer Teil des Unterhaltungswertes geht auf ihre teils zickige, kompromisslose und immer egozentrische Art zurück, da sich daraus immer wieder witzige wenn meist auch kleine Situationen ergeben. Die meiste Zeit sind es Dialoge, Auseinandersetzungen mit Clark, die das Lachen auslösen. Die Umgebung wurde ebenfalls gut gestaltet, ein weiterer Spaßfaktor ist sicherlich »Cat«, welche mehr Männer zu verzehren scheint als zu arbeiten. Da sie es immer wieder bei Clark probiert, ist ein Zickenkrieg mit Lois bereits vorauszusehen. Perry als souveräner Zeitungsmacher mit einer großen Leidenschaft: Elvis. Besonders in »Liebe in der Luft« wurde diese Eigenschaft in komischer Weise eingesetzt: Perry singt hier als Elvis verkleidet für seine Putzfrau und wird glatt von deren Mann geschlagen. (Nebenbei bemerkt halte ich diese Sendung für die witzigste der Staffel). Als quasi »Ziehsohn« tritt hier Jimmy auf, der liebenswerte Anfänger. Aus unerklärlichen Gründen wurde er in Staffel 2 einfach neu besetzt. Noch zu nennen wären Clarks Eltern, die wahrscheinlich die liebevollsten aller Fernsehserien sind. Bemerkenswert ist hier vielleicht, dass sie immer mit zwei Telefonen zugleich telefonieren. Einen bemerkenswert guten Bösewicht gibt John Shea mit Lex Luthor ab, der uns als Glatzkopf erspart bleibt. Wie Shea sagte, traf er »richtig böse Menschen« nie als offensichtlich Böse an, sondern dies brodelte immer unter der Oberfläche. In der Serie wird dieses Konzept für den Zuschauer sichtbar: Nach außen hin ist der aalglatte Mann immer souverän und »auf das Wohl aller« bedacht, während der Zuseher eben auch die negativen Seiten zu sehen bekommt. So ist es eben von besonderer Spannung zu sehen, wie sich eine ahnungslose Lois auf ihn einlässt, da man ja genau weiß, dass er der Böse ist. Clark bzw. Superman sieht dies natürlich viel deutlicher – eigentlich der perfekte Abschluss für Staffel 1.
Beginnt man mit dem Pilotfilm, ist man wirklich schnell mittendrin in dieser neuen Atmosphäre. Die Story gewinnt nach dem 1. Teil beständig an Fahrt, bereits ab »Wer anderen eine Story klaut« (3) spielt die Serie ihren ganzen Charme aus, man ist mitten drin. Die Frage ist halt, ob man Superman mag. Meines Erachtens ist dies nicht unbedingt notwendig, da die zentrale Story eigentlich als Zweierbeziehung zwischen Lois und Clark angelegt ist. Deborah Joy LeVine, die Produzentin der Serie hat – wie sie zugab – vor dieser Serie nie ein Comic gelesen. Dennoch ist Superman comichaft aufgebaut, aber eben nur ein Teil – sie legte es von Vorhinein als lang angelegtes Zwiegespräch an, was man auch deutlich merkt. Supermans Fähigkeiten sind im Ganzen gesehen nur von Interesse, da sich Lois eben in Superman verliebt hat und nicht in Clark.
Was für mich als Fußnote bemerkenswert ist, ist, dass die Punkte, wo normalerweise die Werbung folgt bzw. die Dauer der Serie so genau gesetzt werden konnten, ohne dass sich Längen oder Hastigkeiten eingeschlochen haben. Die Serie ist immer gleich lang, egal welche Episode, egal welches Thema. Dennoch ist jede Sendung für sich schlüssig und nie zu lang, eher zu kurz.
Was für mich den Reiz der Sendung ausmacht ist die Chemie, die Spannung zwischen Lois und Clark. Auch wenn wir einige Folgen ohne große Zwiegespräche zwischen diesen haben (»Erinnerungen an Krypton« bspw.), so schwebt dies immer darüber. »Es passt einfach« könnte man sagen.
Ich spreche also eine Empfehlung auch für nicht Comic-Fans aus, da die Superkräfte eigentlich nur eine Nebenrolle inne haben, wenn auch eine sehr große. Die Sendung mag trashig sein, sie mag zu sehr Schwarz-Weiß zeichnen, aber ist sie dennoch immer liebenswert, denn richtig schlechte Atmosphäre kommt selbst wenn Luthor besonders böse ist, nie auf. Kurzum: Sie ist familiengerecht, an der sich auch gerade Erwachsene bestens unterhalten können. Für mich ist diese Serie, besser: Staffel 1 der Serie die Referenz des Superman-Genres. Smallville hat hier nicht mal die Hälfte der Klasse, allein schon wegen der fehlenden zwei Charismabomben Cain und Hatcher. Aus dem Gesagten geht sicherlich hervor, dass die Bewertung nur Meisterwerk sein kann, die Serie ist einfach Super Mann!

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