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Groupies Forever

DEINE MEINUNG?


2002

Genre: Komödie, Drama

Spieldauer: ~ 94 Minuten

Regie: Bob Dolman

Cast: Susan Sarandon, Geoffrey Rush, Eva Amurri Martino, Erika Christensen, Goldie Hawn, Sal Lopez, Adam Tomei, Matthew Carey, Andre Ware, Larry Krask

Kurzbeschreibung: Kaum ein Rockstar, der in den Swinging Sixties nicht Suzette (Goldie Hawn) oder Vinnie (Susan Sarandon) in seinen Armen hatte. Die beiden waren mal die schärfsten Rockgroupies der Westküste. Doch seit sich die Banger Sisters ihren Spitznamen redlich verdienten, sind zwanzig Jahre vergangen und ebenso lange herrscht Funkstille. Aus Vinnie ist inzwischen die spießige Vorstadtmama und Anwaltsgattin Lavinia geworden. Als tragende Säule ihrer Gemeinde fühlt sie sich eher auf einer Gartenparty zu Hause als beim Stage Diving. Suzette ist dagegen ganz ihr pralles Selbst geblieben, etwas verblüht und bereichert um das ein oder andere Tattoo und ein aufgepumptes Dekolletee. Als die Barkeeperin ihren Job verliert, sieht sie in Vinnie die einzige Rettung oder zumindest die beste Gelegenheit, die nächste Miete zu sichern. Auf der Reise in die Vergangenheit gabelt Suzette den Hypochonder Harry (Geoffrey Rush) auf, einen neurotischen Autor mit Schreibblockade. Die selbstbewusste Suzette erweckt den verklemmten Künstler endlich aus seinem Dornröschenschlaf. Als sich die Banger Sisters wiedertreffen, prallen zwei Welten aufeinander. Gemeinsam absolvieren die beiden einen Crashkurs in Sachen Lebensgenuss und auch Vinnies Töchter (Erika Christensen, Eva Amurri) müssen lernen, dass in ihrer biederen Mutter ein heißer Feger steckt...


Filmkommentare (1)


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Filmosoph
26.05.09 - 10:58
Goldie Hawn, Susan Sarandon und Geoffrey Rush – eine durchaus namenhafte Cast. Und vorweg: Das ist ein »lieber Film«, nicht mehr. Es geht halt darum, dass die eine Hauptdarstellerin Hawn auch mit – sagen wir 50 – immer noch eine Rockerbraut geblieben ist und die andere mittlerweile von ihrer Vergangenheit als Groupie nichts wissen will. Hawn entschließt sich kurzerhand zu Sarandon zu fahren und stellt ihr Leben auf den Kopf; soviel zur Story. Für Fans von Hawn ist der Film sicherlich interessant, auch wenn ihr zweifelsohne großes komödiantisches Talent selten zu tragen kommt. Groupies Forever bleibt trotz einiger sexueller Anspielungen immer ein Film, den man auch nachmittags im Fernsehen zeigen kann. Was mich am Film besonders stört ist wieder einmal – wie fast schon üblich in Hollywood – ein überaus kitischiges Ende; so spricht die Tochter von Sarandon, nebenbei Musterschülerin eine Rede vor dem versammelten Abschlussjahrgang wie sie ebenso vom Präsidenten stammen könnte. Auch die »Wandlung« von Sarandon – von der prüden Ehefrau hin zum Groupie – hätte ruhig um einiges deftiger ausfallen können, so bleibt an dieser Stelle, die zweifelsohne großes Potential besessen hätte, nur ein müdes Lächeln übrig. Wie solche Zusammenstöße tatsächlich aussehen könnten haben wir ja in Alles aus Liebe (She’s so lovely) bestens zu sehen bekommen. Natürlich – es kommt auch auf die Zielgruppe an, die diesen Film zu sehen bekommt. Ältere Semester dürften durchaus Gefallen an diesem Film finden, zumal vielleicht Erinnerungen zurück kommen. Für den Cineasten, der auch durchaus mal deftigere Kost gewohnt ist, bleibt dieser Film leider an der Oberfläche stecken.
Alles in allem: Ein Film mit Potential, story- und vor allem schauspielermäßig, der sein Potential kaum ausspielen kann. Ein paar gute Szenen sind dennoch enthalten, besonders gefreut hat mich, dass auch Original Doors-Musik vorgekommen ist. Zusammenfassend also seichte Nachmittagsunterhaltung, ergibt 2/5 Punkte.

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