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11 Kommentare

Terminator - Die Erlösung

DEINE MEINUNG?


2009

Genre: Drama, Sci-Fi, Thriller, Action

Spieldauer: ~ 115 Minuten

Regie: McG

Cast: Helena Bonham Carter, Sam Worthington, Christian Bale, Bryce Dallas Howard, Moon Bloodgood, Linda Hamilton, Chris Browning, Michael Ironside, Jane Alexander, Beth Bailey, Dorian Nkono, Roland Kickinger

Kurzbeschreibung: Die Welt steht am Abgrund. Armeen von kybernetischen Organismen - die Terminatoren - streifen im Jahr 2018 durch die postapokalyptische Landschaft, löschen unbarmherzig die menschlichen Überlebenden nach dem "Tag der Abrechnung" aus oder nehmen sie gefangen. John Connor (Christian Bale) führt den Widerstand der Menschen gegen die künstliche Intelligenz des Netzwerks Skynet und die Terminatoren an.Aber dann geschieht etwas, das Connor nicht vorhersehen konnte - selbst wenn er seit Kindesbeinen an auf diesen schicksalhaften Kampf vorbereitet wurde: die Ankunft des geheimnisvollen Marcus Wright (Sam Worthington). Das Einzige, an das dieser sich erinnern kann, ist, dass er zum Tode verurteilt wurde - danach fehlt Marcus jegliche Erinnerung, bis er in dieser fremden, lebensfeindlichen Welt aufwachte. Ist Marcus aus der Zukunft gesandt worden, um den Widerstand zu infiltrieren? Oder ist er aus der Vergangenheit gerettet worden? Connor muss sich entscheiden, ob er dem geheimnisvollen Fremden vertrauen kann.In der Zwischenzeit entwickelt Skynet neue Strategien und bereitet den finalen Vernichtungsschlag vor. Zusammen mit Marcus muss sich John Connor im direkten Kampf gegen Skynet stellen - und dabei decken sie jenes schreckliche Geheimnis auf, das hinter dem möglichen Ende der gesamten Menschheit steht ...


Filmkommentare (11)


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Knochenwald
06.09.10 - 16:42
Sehenswert, kann aber in keinster Weise den drei vorangegangenen Terminator-Filmen das Wasser reichen. Ein paar neue Killermaschinen von Skynet sind integriert wurden, die eher albern wirken. Besonders der riesige "Menschensammler-Android" an der Tankstelle ist unpassend und unfreiwillig komisch. Da hätte ich lieber wieder die gigantischen Kettenfahrzeuge, die kurz in den Zukunftssequenzen in Teil 1+2 zu sehen sind, im Film gehabt. Auch die Skynet Maschinenfabrik ist eine Enttäuschung und wirkt wie ein kleiner Bauhof, gerade mal von einem (!) automatischen Geschützturm bewacht, lächerlich! Insgesamt wirkt die Zukunftsvision nicht mal annährend so düster, wie die Ausschnitte in den ersten drei Terminator Filmen. Trotz der matten Farben wirkt alles immer noch zu hell. Weiteres großes Manko ist, dass der film doch über arge Längen verfügt und über Zeiten des leerlaufs verfügt, sprich teilweise echt langweilig ist.
Pluspunkte des Filmes waren für mich, dass immer noch sehr viele Effekte handgemacht waren und eben nicht am Computer entstanden sind. Auch sind viele CGI-Effekte kaum als solche zu bemerken, aber leider nicht alle. Besonders am Ende, wo der wahre Terminator (ihr wißt, wen ich meine einen Gastauftritt hat, ist eindeutig als Computereffekt zu erkennen und wirkt ebenfalls eher albern. Aber was soll`s? das ist eine Szene, wo sich der film selbst nicht ernst nimmt und einfach nur dem Terminator ein Tribut zollt, denke ich.
Wie gesagt, der Film ist trotz seiner Schwächen schon einen Blick wert.

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RandyFisher
04.12.09 - 07:16
Nachdem Arnold Schwarzenegger sich vor einigen Jahren entschied, keinen weiteren Terminator-Film mehr drehen zu wollen, dachten vermutlich viele, die Reihe würde nicht mehr fortgesetzt. Mit "Terminator: Die Erlösung" hat uns Sony aber mal wieder eines besseren belehrt. Zwar ist der gute alte "Gouvernator" Schwarzenegger nicht mehr mit von der Partie, doch wurde er doch vom hervorragenden Darsteller Christian Bale ersetzt. Mit dem alten "Charme" von Arnie kann er zwar nicht mehr mithalten, sodass die alten Sprüche, wie "I'll be back" überhaupt nicht mehr glaubwürdig rüberkommen, doch geht er einen völlig anderen Weg: Den der Brachial-Action mit "Effekt-Hascherei". "Terminator: Die Erlösung" ist also durchaus in die Reihe der anderen Blockbuster einzuordnen, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden. Viel rasante, teils unrealistische Action, bereichert mit etlichen Effekten. Erstaunlicherweise kommen dem Film aber letztere durchaus zugute, denn vor allem die vermehrte Science-Fiction in Form von futuristischen Flugobjekten haben eine tolle Wirkung und bringen ein besseres "Zukunftsfeeling" rüber. Davon abgesehen kann aber auch die Story durchaus überzeugen, da die Truppe der Widerstandskämpfer völlig neue Perspektiven eröffnen. Der "Terminator" ist schließlich nicht mehr der Überheld, der stets (fast) im Alleingang unterwegs ist und eigentlich keine Hilfe braucht. Das gibt dem Film also eine besondere Note, auch wenn das bedrohlich-beklemmende Gefühl der ersten beiden Teile verschwunden ist.

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Filmfreak
01.12.09 - 13:27
Nun habe auch ich diese Materialschlacht zwischen den Menschen und den Terminatoren gesehen, die eine neue Runde von Regisseur McG einläuten sollte und der damit verbundenen neuen zeitgemäßen Trilogie.
Arnold Schwarzenegger ist Geschichte, ebenso die drei Terminator-Filme.
Nun ist Bale & Worthington am Zuge.
Im Forum schrieb ich es ja schon des öfteren und darum wird es hier von mir auch nochmals explizit formuliert:
Ich sehe diese Geschichte als eine eigenständige an, daher versuche ich jegliche Vergleiche (bis auf einen einzigen, was die Bewertung angeht) mit den vorangegangenen Terminator-Filmen zu unterlassen, dies würde nicht passen und sei auch nicht fair.
Zumal die hier schon sehr oft angesprochene Geschichte eine andere ist (sie spielt einfach in einer anderen Zeit), die Darsteller sind komplett andere usw.
Auch ich gehörte damals hier im Forum zu den sehr starken Skeptikern dieses Filmes, denn eichi hat es in seiner Rezension ja schon beschrieben und diesen Worten möchte ich mich anschließen:
Diese Verfilmung kann ohne Arnold Schwarzenegger funktionieren und diese Reihe kann wenn es der nächste Regisseur sehr gut inszeniert weiter leben bzw. eine neue Ära einleiten.
Tricktechnisch werden die Macher aber vor ein sehr großes Problem gestellt:
Denn diese Inszenierung war die letzte unter der Mitwirkung von Spezialeffekt Experte und dem viermaligen Oscargewinner Stan Winston, dieses mal als Creature Effects Supervisor tätig - außerdem hat er in dieser Verfilmung einen kurzen Cameo-Auftritt.
Er verstarb leider während dieser Produktion im Juni 2008 - daher ist dieser Film ihm gewidmet es ist sein Werk und sein Baby.
Wir Filmfans erinnern uns nur sehr gerne an seine legendären Spezial- und Maskeneffekten, nicht nur bei der Terminatorfilmreihe. Es wird sehr sehr schwer werden diesen Mann in Zukunft adäquat zu ersetzen wenn es um diese Effekte geht!

Wie allen Filmfans hinlänglich bekannt ist wurde der DC ja nur auf BD in Deutschland veröffentlicht. Da zu dieser Thematik hier überhaupt noch nichts geschrieben wurde, gehe ich nun näher darauf ein:
Zu Beginn dieser Nachricht kursierten in den Medien die wildesten Gerüchte um die Lauflänge des DC's.
Am Ende lief der DC dann 2,50 Minuten länger als die Kinofassung. Diese Zeit machten 16 geschnittenen Szenen aus sowie 3 alternative Einstellungen!
Mit der Entfernung der sog. "Schraubendreher-Szene" sowie der Oben-ohne-Szene von Bloodgood allerdings war es noch längst nicht getan mit den Schnitten. Tatsächlich lassen sich ein Dutzend reiner Zensurschnitte ausmachen, bei denen unter anderem eben auch blutige Einschüsse entfernt oder generell recht intensive Gewaltdarstellungen durch die Trimmung einiger Einzeleinstellungen etwas abgemildert wurde.
Davon abgesehen wurden auch ein paar kleinere Handlungsszenen wieder in den Film integriert, die dem einen oder anderen Sachverhalt (Beziehungen zwischen Ashdown & Connor, Blair & Marcus, sowie Connor zu seiner Mutter beispielsweise) jeweils ein wenig mehr Tiefe verleihen (sollen).

Fazit des DC:
Die Ursprungsfassung hat gegenüber der Kinofassung keinen markant höheren Härtegrad, geschweige denn einen handlungstechnisch überzeugenden Mehrwert aufweist. Die kleinen Geschichtserweiterungen sind war nett anzusehen, ein anderer Film wird dieser dadurch beispielsweise wie bei Paback - Zahltag mit Mel Gibson nicht. Wen also schon die Kinofassung nicht vom Hocker gerissen hat, der wird durch den DC auch keine andere Meinung haben. So ist es natürlich auch im umgekehrten positiven Fall.

In Punkto Rollenverteilung konnte bei mir ganz klar Sam Worthington punkten, gegenüber Bale. Bale spielt keine schlechte Rolle, doch sehe ich es ebenso wie eichi:
Ich habe Bale schon in wesentlich besseren Rollen gesehen! Recht heroisch wirkte John Connor nicht gerade auf mich, recht farblos kämpft er sich bis zum Finale durch und das sollte es dann sein mit seiner Figur.
Sam Worthington könnte ein würdiger Nachfolger eines Terminators werden. Man wollte mit dieser Inszenierung die Basis für den Auftakt einer neuen Trilogie schaffen, so setzte man auch die Basis für eine neue Art von Terminator. Wird diese Rolle und die des John Connor noch weiter ausgebaut und vertieft, so könnten uns wirklich noch 2 Kracher in allen Belangen erwarten in der Zukunft.
Teilweise war ich von Worthington's Rolle gar fasziniert.
Zu McG bleibt nur zu sagen:
Er lieferte dem Cineasten ein Actionfeuerwerk dass sich wahrlich gewaschen hat und sehen lassen kann. Meine Anlage zeigte bei dem DTS-Sound des öfteren die Meldung Over-Level an. Es dröhnt wirklich an allen Ecken und Enden fast pausenlos und wenn es einmal ein Pause gab von den Spezialeffekten, war man als Zuschauer auch sehr froh darüber, dass man wieder einmal kurz verschnaufen konnte.

Diese Terminatorverfilmung hatte ein Budget von ca. 200 Millionen Dollar. An den Kinokassen spielte dieser dann ca. 371 Millionen Dollar wieder ein.
Die Rolle des Markus Wright wurde ursprünglich Josh Brolin angeboten, dieser lehnte jedoch ab, womit ich nach der Sichtung dieses Filmes auch vollkommen zufrieden war. Für mich war da Sam Worthington die eindeutig bessere Wahl!

Ein würdiger, wenn auch etwas inhaltlich dünner Neuanfang dieser Cyber-Saga, in der die Action trotz alledem nicht zum Selbstzweck verkommt!
Lässt man die Ironie und die auch schon von Filmosoph angesprochene philosophische Konstruktion der Vorgängerfilme weg, so wird man nicht enttäuscht werden und es erwartet einen ein Endzeit-Actioner Gewitter vom feinsten, möchte man meinen hier erwähnten Attributen allerdings eine Chance geben, so wird der Filmfreund enttäuscht werden, doch dann verbindet dieser vielleicht doch mehr als im lieb ist mit den Vorgängerfilmen? Was wiederum sehr gewagt ist und meiner Meinung bei dieser Filmreihe nie gut ausgehen wird.
Potenzial nach oben haben also die zwei weiteren Fortsetzungsfilme auf alle Fälle um es vielleicht eines Tages storytechnisch,gefühlsmäßig mit Terminator I & II aufnehmen zu können. (mein Eingangs einzig erwähnter Vergleich im Zuge mit den weiter oben im Abschnitt niedergetippten Worten)

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eichi
29.11.09 - 22:18
terminator - die erlösung.

im vorfeld gab es zu diesem neuen terminator film eigentlich nur eine frage ... kann der film ohne arnold schwarzenegger funktionieren?

ja, er kann - ist meine meinung, nachdem ich den film nun endlich auch gesehen habe. da der film nun, im gegensatz zu seinen drei vorgängern, in der zukunft spielt und man nun einfach mehr wert auf john connor (christian bale) legt. es fehlt in diesem teil ja auch nicht nur der terminator schlechthin, arnold schwarzenegger, sondern auch wieder linda hamilton, die bereits im dritten teil schon nicht mehr dabei gewesen ist und trotzdem aus meiner sicht eine sehr wichtige rolle hatte.

ganz fehlt arnold schwarzenegger ja nicht wirklich, da er einen kleinen, aber aus meiner sicht FEINEN cameo auftritt hat.

so, aber nun ganz zum aktuellen terminator film, ohne große rückblenden auf die drei vorgänger.

der film selbst besticht natürlich durch seine tollen effekte und auch die soundkulisse ist wirklich toll. es macht schon spaß, wenn die surround-anlage mal wieder voll gefordert wird.

zu christian bale möchte ich sagen, dass ich sicher schon bessere rollen von ihm gesehen habe. irgendwie wird er in diesem film nicht so richtig gefordert. ich bin fast geneigt zu sagen, dass sein part sogar etwas langweilig ist.

aber auch die rolle von worthington konnte mich nicht gänzlich überzeugen. was mir an ihm besonders aufgefallen ist, war die starke ähnlichkeit (im gesicht) mit arnold schwarzenegger in gewissen szenen.

da ich mir von einem terminator-film nicht unbedingt die kniffligste und spannendste story erwarte und auch kein großes gefühlskino, sondern feine action mit hammer effekten, ist der film für mich klar mit einem 'sehenswert' zu bewerten.

mein anforderungen wurden klar erfüllt. ich wünsche mir nur für die weiteren filme, die wohl über kurz oder lang kommen werden, dass christian bale in seiner rolle als john connor etwas mehr gefordert wird.

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AmanRu
14.07.09 - 11:36
Terminator - Die Erlösung

Der Kampf des Widerstandes samt Anführer John Connor gegen die Terminatoren und Roboter des SkyNet geht in die nächste Runde. Raketensuchsysteme, vollautomatisch gesteuerte Roboterbikes und der neue Terminator T800 machen es dem Widerstand ganz schön schwer. Die letzte Chance das SkyNet außer Gefecht zu setzen, ist der Hybrid Marcus Wright, welcher früher ein Mensch war, nun jedoch im inneren eine Maschine ist. Ein langer Kampf um das Leben der gesamten Menschheit steht bevor.

Nach dem Trailer habe ich ein großes Actionspektakel erwartet mit vielen Explosionen und tonnenweise Munitionsverbrauch. Was diese Erwartungen angeht, so wurden sie im vollsten Maße erfüllt, andere wichtige Punkte blieben jedoch auf der Strecke. Im Film gibt es eigtl. insgesamt 2 Liebesbeziehungen, die man mehr hätte ausbauen können, dass hätte den Film insgesamt viel packender werden lassen. So fühlt man sich lediglich als Zuschauer, der alles aus der verschlossenen Perspektive aus betrachtet. Ein anderer Kritikpunkt sind die vielen Dunkelszenen, ich erinnere hierbei an Resident Evil: Extinction, der bereits gezeigt hat, dass Wüstenkämpfe bei Licht nicht gerade uninteressant sind, in Terminator findet jedoch alles Nachts statt... meiner Meinung nach ein Fehler, da so viel Langeweile aufkommt. Die Effekte sind für mich der wesentliche Punkt in dem Film, die ihn sehenswert machen, ansonsten hätte ich ihm glatt ein durchschnittlich verpasst. Weil von den darstellerischen Leistungen, dem Drehbuch und den Atmosphären, hat er keine großen Momente gehabt, eigentlich ganz im Gegenteil. Wer jedoch einen schönen Fernseher hat oder den Film im Kino sehen möchte, dem empfehle ich Terminator - Die Erlösung.

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GASTBEITRAG
05.07.09 - 19:06
Besser als Teil 3 kann man sagen so wie Teil 2 mit noch mehr action

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Arnoldl
28.06.09 - 19:09
Das war wieder ein Film, für den es sich lohnt ins Kino zu gehen. Wer allerdings Handlungen mit Tiefgang bevorzugt, ist mit Terminator wohl nicht richtig aufgehoben. Aber vermutlich wird der Film ohnehin nur von Fans der Action/SiFi-Genre besucht.

Da die letzten Teile doch schon ein paar Jährchen her sind, muss ich gestehen, dass ich mich nicht mehr allzu genau daran erinnern kann. Außer natürlich an poetische Dialoge wie: "Sprich mit der Hand" oder "I'll be back". Trotzdem - und obwohl ich die Originalfassung in Englisch gesehen habe - ist man sofort wieder im Bild und fühlt sich ein paar Jahre in die Zukunft versetzt.

Aus der aktuellen Perspektive und den globalen Geschehnissen ist es gar nicht mal so abwegig, dass uns Salvation tatsächlich bevorstehen könnte...

PS: Man muss genau schauen, um Freund Arnie zu erkennen.

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Filmosoph
12.06.09 - 11:22
Die Aufregung war groß – ein neuer Terminator ohne den Terminator. Insofern war die Erwartungshaltung der Fans schon sehr differenziert; ich möchte das einmal zusammenfassen. (1) Es gibt die Hardcore-Terminator-Fans, für welche dieser Film nur von James Cameron Sinn macht, dass Arnold Schwarzenegger hier ebenfalls fixer Bestandteil sein muss. Dies ist also genau genommen bei den ersten beiden Filmen der Fall. (2) Dann gibt es jene, welche sich Terminator auch ohne James Cameron vorstellen können, hingegen muss zumindest der ikonographische Bezugspunkt bleiben, welcher eben Schwarzenegger ist. (3) Der völlig neue Zugang ist eben mit diesem Film gegeben. Es gibt keinen Bezugspunkt mehr, zumindest keinen, den man aus den vorigen Filmen kennt. Man nehme als Beispiel die zentrale Figur des John Connor – dieser wurde bereits von Edward Furlong, Michael Edwards, Nick Stahl und jetzt eben von Christian Bale gespielt.
Man muss Terminator Salvation also als komplett neuen Film begreifen, und nur so kann er funktionieren. Ich möchte dies mit einem Beispiel verdeutlichen: Zu Beginn des Originalfilms sieht man Szenen aus der Zukunft – jene Szenen, die in der Zeit des vierten Teils spielt. Vergleicht man diese Szenen mit jenen von Teil vier, so wird deutlich, wie weit man sich stilistisch vom Original entfernt hat. Man kann es irgendwie mit einer Rockband aus den 80ern vergleichen, die nunmehr zeitgenössische Musik macht (was jetzt nicht wertend gemeint sein soll).
Auch wenn ich ein Riesenfan von Teil 1-2 war und auch Teil 3 ganz in Ordnung fand, war ich dennoch bereit, mich auf dieses neue Konzept einzulassen. Rückwärtsgerichtete Wünsche wären anachronistisch und gleichzeitig vorurteilsbelastet. Keine Frage, Salvation zeigt schon zu Beginn sein neues Gesicht, auch wenn es keine Actionszene ist. Die durchgängig ausgewaschene Farbe des Filmes soll wohl die apokalyptische Stimmung verdeutlichen, die bei den Vorgängerfilmen auch so erreicht wurde. Aber bald befinden wir uns in einem riesen Actionfeuerwerk – genau das, was man sich erwarten darf. Man hat auch ruhige Szenen; jene wurden auch in den Vorgängerfilmen mit Witz oder »philosophischen Abhandlungen« ausgefüllt. Nicht umsonst wird an Unis öfters in Ethik-Vorlesungen das Beispiel Terminator gewählt. Hier wird dies mit transzendent-teleologischem Schicksalsquatsch aufgefüllt. Nun werte ich das erste Mal. Aus meiner Sicht einer der ersten Schwächen des Films: Terminator Salvation ist sicher ein großer Actionfilm, aber etwas Bleibendes – was eben meist in »ruhigen Phasen« erreicht wird – wird leider nicht vorhanden sein. Stattdessen sind es meines Erachtens unglaubwürdige Füllgespräche. Untersuchte man dies näher, stößt man auf Widersprüche; insofern lohnt sich dieser Zugang nicht. Gleichzeitig ist offensichtlich auch dies ein Kennzeichen der neuen Serie.
Mit Christian Bale hat man ja einen der gefragtesten Darsteller derzeit an Land gezogen; dass er ein Charakterdarsteller ist, hat er ja schon öfters bewiesen, also dass er es kann. Von schauspielerischer Herausforderung kann man von Salvation nicht sprechen, er kommt als Charakter kaum zur Geltung. Natürlich – er hat eine Actionrolle, welche er auch gut ausfüllt, er wirkt sehr trainiert und engagiert.
Ich muss noch einmal einen Vergleich ziehen, zwischen diesem Film und den älteren. Man hat in Teil 1 und 2 zwei Mal einen großen Showdown in einer apokalyptisch anmutenden Fabrik. Hier kommt spätestens echte Terminator Atmosphäre auf – man »spürt« quasi die stählerne Härte, die quasi-Unzerstörbarkeit; in Teil 4 ist Bale in Skynet selbst – eine sehr analoge Szene zu den älteren. Hier hat man den direkten Vergleich, den man eigentlich meiden sollte. Dies sollte dramaturgisch sicherlich der beste Teil des Filmes werden, ist er aber leider nicht. Die Kämpfe sind kaum so spannend wie »früher«. Gleichzeitig ist die Skynet-Szene eine sehr konfuse, es ist relativ unglaubwürdig, dass solch eine Masse an Flüchtlingen unbeschadet und ganz locker auf Connor warten kann, bis er in seine »schicksalshaften Mission« mit absoluter Gewissheit erledigt haben wird. Auch Marcus hat es quasi ganz leicht, nachdem er mit Skynet selbst gesprochen hat. Die bereits aus vorigen Filmen bekannte Stimmverstellung des Terminators sowie der animierte Schwarzenegger sind hier nur kleine Details, nicht mehr.
War dies also der große Relaunch? War dies der Neuansatz dessen Potential völlig ausgeschöpft wurde? Nein, sicher nicht. Die Erlösung ist kein schlechter Film, wenngleich er auch keiner ist, der besonders hervorsticht. Mit diesem Film ist Terminator in die Mittelmäßigkeit abgerutscht. Das finde ich schade, da das Potential zweifelsohne da war; aber Unglaubwürdigkeiten im Drehbuch, die teleologische Weltdeutung sowie die teilweise durchschnittliche Inszenierung von Regisseur McG ist verantwortlich für dieses Absacken des Filmes. Alles in allem also eine ziemliche Enttäuschung, was für den Namen Terminator natürlich zu wenig ist. Als alter Fan bin ich auch ein wenig enttäuscht, den Neustart habe ich mir anders vorgestellt.

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Anti78
10.06.09 - 09:23
Ich habe ihn mir gestern angeschaut. Und ich muss sagen, die üblichen Möchtegernkritiken werden dem nicht gerecht. Sprüche wie "Bale schreit die ganze Zeit nur ins Mikro" oder "Keinerlei Figurendarstellung, sondern nur Effekte" stimmen ganz und gar nicht. Der Film ist eine Materialschlacht, was anderes hätte es auch nicht sein dürfen. Aber die Figuren kommen auch nicht zu kurz. Auch die Anspielungen auf die ersten 3 Teile wie der berühmte Satz und versch. Vernichtungsversuche Terminatoren gegenüber machen es noch interessanter.

Arnis Kopf wurde auf den Körper eines Bodybuilders montiert. War gut gemacht. Fand daran nichts auszusetzen und vor allem eine schöne Idee der Filmemacher.

Es fehlt leider ein bisschen der Flair von den ersten 3 Teilen. Aber das kommt auch daher dass Arnie nicht die Hauptrolle spielt und dass die ersten 3 Gegenwartsfilme waren und der jetzige ein reiner Zukunftsfilm.

Ich sage trotzdem. Zurück lehnen und Spaß haben.

Ein paar Fragen sind natürlich noch offen.

SPOILER
Skynet weiß, dass Connor in der Zentrale ist, warum wird nur ein T-800 unbewaffnet geschickt um ihn zu töten und nicht auch die restlichen 5000 die dort gebaut werden?
Warum wurden die Herzen von Marcus und John nicht getauscht? Johns Herz ist ja nur zu schwach um die Verletzung zu überstehen, aber anscheinend nicht selbst beschädigt.
SPOILER ENDE

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Flykilla
08.06.09 - 10:36
Bei Terminator - Die Erlösung handelt es sich um den ersten Terminator, der in der prophezeiten Zukunft spielt. Dabei geht aber sowas von die Post ab, eine Materialschlacht, wie ich es seit Transformers nichtmehr gesehen habe.

Die Story ist wirklich vielversprechend, wurde jedoch von McG nicht sehr gut umgesetzt, dabei geht sehr viel Potential verloren. Abgesehen von ein paar Logikfehlern führt diese jedoch die Vorgeschichte aus den anderen Teilen ganz gut weiter, der Tiefgang fehlt lediglich.

Technisch gesehen ist der Film jedoch 1A, super Effekte, bleihaltige Ballereien und vor allem ARNI (Auch wenn dieser etwas besser animiert hätte sein könnte *g*).

Schauspielerisch geben die Hauptdarsteller Bale und Worthington eine gute Figur ab, wobei der (noch) unbekannte Worthington Bale doch des öfteren die Show stielt. Bale liefert hier eine gute Leistung ab, er kann es aber besser. Bryce Dallas Howard, die eine sehr talentierte Darstellerin ist, geht in dem Film jedoch komplett unter, was mich ein bisschen enttäuscht hat.

Alles in allem kommt dieser Teil bei weitem nicht an die ersten beiden ran, weil er auch komplett anderst aufgebaut ist. Auch die typische Terminatoratmosphäre kommt nicht so ganz rüber. Trotzalledem ist Terminator - Die Erlösung ein solider Popcorn Endzeit-Actioner, der die ganze Zeit zu unterhalten weiß und die Geschichte um die Killerroboter und den Kampf der Menschheit gegen selbige vorantreibt. Im nächsten Teil sollte aber vielleicht ein etwas tiefgründigerer Regisseur ans Werk wie Nolan oder noch besser Cameron, der dann auch die Charaktertiefe der Hauptfiguren etwas fördert.

Der Grundstein einer neuen Trilogie ist gesetzt, jetzt bin ich auf die letzten beiden Filme gespannt. 4 - Sehenswert

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GASTBEITRAG
30.05.09 - 14:24
Den Film müsst ihr euch echt angucken der ist der beste Teil von allen bisherigen Film
und cristian bale spielt die rolle besser als schwarzenegger =)=)=)

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