Inside Hollywood
50.0/100

Inside Hollywood

FILM • 2008 • 1 Std. 41 Min.


Regie: Barry Levinson

Darsteller/-innen: Sean Penn, Bruce Willis, Stanley Tucci, Robin Wright, John Turturro, Kristen Stewart, Dean Haglund, Mark Ivanir, Catherine Keener, Moon Bloodgood, Lily Rabe

Genre: Drama, Komödie



Filmproduzent Ben (Robert De Niro) hat es nicht leicht. Auf Druck des Studios muss er seinen heftig verrissenen Actionfilm mit Sean Penn (Sean Penn) umschneiden, um zu retten, was zu retten ist. Parallel gibt es Probleme mit der neuen Produktion, denn Hauptdarsteller Bruce Willis (Bruce Willis) ist nicht gewillt, sich für die neue Rolle den lange gezüchteten Bart abzurasieren. Dass auch noch das Filmfestival in Cannes vor der Tür steht, macht Bens ganz normal chaotisches Hollywood-Leben noch eine Spur komplizierter ...


Filmkommentare (1)


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Filmosoph
16.06.09 - 22:18
Der Trailer war gut! Robert De Niro, Sean Penn und Bruce Willis – da heißt es ab ins Kino. Und der Film beginnt super! Wie schon bei Mr. Bean macht Ferien, sehen wir einen Film »im Film«. Gleich zu Beginn folgt auch der große Auftritt von Sean Penn, er wird erschossen. Aber wie gesagt - nur im Film. Gleich darauf vertschüsst er sich und taucht erst gegen Ende hin wieder kurz auf. Was wir von ihm immer wieder zu sehen bekommen, ist die gleiche Erschießungsszene. Warum aber der Film so gut begonnen hat war die absurde Situation, in der ein Hund erschossen wird, das Blut spritzt direkt in die Kamera. Klingt vielleicht weniger komisch, aber wenn man das schockierte Kinopublikum (wiederum: im Film) sieht, unterhält man sich köstlich.
Nach dieser positiven Grundstimmung geht die One-Man-Show weiter; der Film ist wirklich nur auf De Niro ausgelegt. Grundsätzlich ist er sicher jemand, der diese Aufgabe gut bewältigen kann. Doch nach fünf Minuten wird das große Manko des Filmes deutlich: Als Satire angelegt, gibt es genau zwei komische Szenen im Film, allsamt mit Sean Penn. Dies ist sicher auf das Drehbuch zurückzuführen, auch Levinson traf die Gags schon mal besser. Sicher nicht sind die tollen Darsteller schuld – ein Musterbeispiel dafür, dass selbst die besten Darsteller aus einem miesen Drehbuch nichts gutes zaubern können. Dabei waren die Voraussetzungen nahezu perfekt: Bruce Willis im langen Bart, De Niro sieht frisch wie lange nicht mehr aus, dazu mit Penn, seiner Exfrau, Stanley Tucci und John Turturro. Das Problem ist eben wirklich, dass der Aufhänger des Filmes – der satirische Blick auf Hollywood – kaum aufgeht. Spannung ist in diesem Genre sowieso kaum vorhanden. Insofern steht und fällt eine Satire mit dem Anspruch, eben den satirischen Blick zu zeigen. Vielleicht ist das eine ungerechtfertigte Reduktion, aber dies trifft es meines Erachtens auf den Punkt.
Was bleibt also von Inside Hollywood? Ebenso wenig wie bei Jimmy Hollywood, nämlich kaum etwas. Der nächste unterdurchschnittliche Film von Robert De Niro (nach Kurzer Prozess), Wehmut, da die Voraussetzungen durchaus gegeben waren. Es bleibt auch die Erkenntnis, dass gute Schauspieler alleine noch keinen guten Film ausmachen. Durch die Schwäche bei den Gags (ist eben immer eine Gradwanderung, diesmal wurde sie verloren) reißt der Film sich selbst in den »Abgrund«. So ist der Film über die ganze Strecke langweilig - schade eigentlich, er hätte ein großer werden können.
Eine gute Szene (mal zwei) rettet den Film also nicht, der Film ist echt Schlecht!

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