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So finster die Nacht
67.5/100

10 Bewertungen

So finster die Nacht

FILM • 2008 • 1 Std. 54 Min.


Regie: Tomas Alfredson

Darsteller/-innen: Kare Hedebrant, Lina Leandersson, Per Ragnar, Henrik Dahl, Karin Bergquist

Genre: Drama, Fantasy, Romanze



In eiskalt-faszinierenden Bildern erfindet der Film auf romantische, keinesfalls aber zimperliche Weise das Vampir-Genre neu, mit der symbolträchtigen Geschichte eines jungen Außenseiters, der sich mit dem neuen Nachbarsmädchen anfreundet. Bald dämmert ihm, dass sie ein Vampir ist. Optisch großartig und voller Sensibilität inszeniertes Grusical einer neuen Generation.


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kurenschaub

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26.11.10 - 21:22
Ein einmaliges schwedisches Horrorgustostückerl, mal völlig anders und wie es so für mich eigentlich nicht zu erwarten war.
Da fehlen die lüsternen blutsaugenden Schneidezähne, die Fledermausdress und die schreckverzerrten aschfahlen Zombiegestalten, allerdings und das kostet diesem Film ,der sich in der Nähe eines Meisterwerks bewegt, zumindest eine halbe Popkorntüte Punktabzug: "Das Schächten von verkehrt aufgehängten Menschen zur Blutgewinnung ist abstoßend und hätte man so (in einem Movie ab 16 ) nicht zeigen sollen!"
Die Geschichte erzählt uns vom Knaben Oskar (Hedebrant), der keine Freunde findet oder nur solche die ihn schlagen ,gerade die Pubertätspremiere hat, eine leicht stressige Mama noch dazu und so ist es ihm nur recht,das nachbarmäßig die gleichaltrige coole Eli (Leanderson) in seine Sehnsüchte gerät.
Eine Love Story beginnt, doch Oskar hat keinen blassen Dunst, seine Eli st ein spitzenmäßiger Vampir und einen Daddy hat sie auch nicht wirklich, denn dieser vermeintliche ist ihr Wächter( Ragnar), der in den dunklen Straßen der dahindümpelnden Vorstadt unterwegs ist, um die köstlichen Rationen Blut heimzubringen, die beide ja ständig benötigen.
Der Tag an dem Oskar dies alles schnallt, rückt immer näher.
Jede Menge Blut, aber auch unendlich viel Herzenswärme in einer Jugendliebe, die mich beeindruckt hat.
Das geht bestimmt fast jedem sehr nahe und neben den spannenden Momenten dominiert ganz eindeutig die anspruchsvolle Story in einem umwerfenden Liebesvampirdrama nach einem Buchgeniestreich von Ajvide Lindqvists.
Dieser Film kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen und hat zusätzlich noch ein paar gepfefferte Schlußminuten parat, ehe er sanft, melancholisch ausklingt.

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