7 Kommentare

Inglourious Basterds

DEINE MEINUNG?


2009

Genre: Krieg, Abenteuer, Drama

Spieldauer: ~ 154 Minuten

Regie: Quentin Tarantino

Cast: Brad Pitt, Christoph Waltz, Michael Fassbender, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, Diane Kruger, Daniel Brühl, Eli Roth, Melanie Laurent, B. J. Novak, Jacky Ido, Omar Doom

Kurzbeschreibung: Irgendwo im von Nazis besetzten Frankreich: Shosanna Dreyfus (Mélanie Laurent) muss mit ansehen, wie ihre Familie vom „Judenjäger“ Oberst Landa (Christoph Waltz) grausam hingerichtet wird. Durch Zufall kann sie entkommen und flieht nach Paris, wo sie sich als Kinobesitzerin eine neue Identität aufbaut. Anderswo in Europa: Lt. Aldo Raine (Brad Pitt) und seine als „Bastarde“ gefürchtete Spezialeinheit machen Jagd auf Nazi-Skalps. Zusammen mit der deutschen Schauspielerin und Geheimagentin Bridget von Hammersmark (Diane Kruger) schmieden sie ein Komplott: Bei einer Pariser Filmpremiere wollen sie Hitler und seine Helfer ausschalten. Doch Shosanna hat ihre eigenen Rachepläne …


Filmkommentare (7)


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Kein Userbild
14.09.14 - 17:49
Gute Story, sehr gute Filmmusik und eine fantastische Besetzung vor allem durch Christoph Waltz, der sogar Brad Pitt locker in den Schatten stellt!
Einfach großartig!

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Kein Userbild
26.01.13 - 11:43
Ein wirklich guter Film, mit herrvoragenden Schauspielern und einer tollen Story. Ganz nach Tarrantino.

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Anti78
16.06.12 - 12:02
So, endlich habe ich auch mal Zeit gefunden, den Film anzuschauen.
Er war keine Sekunde langweilig. Ein absolut klasse Film mit super Besetzung.

Am meisten hat mir der Soundtrack während des Films imponiert. Tarantino versteht es einfach, eine klasse Auswahl in seine Filme zu bringen. Darin ist er echt der beste seines Faches.

Meine Wertung: 10 von 10 Popcorntüten

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Joliet
16.04.11 - 21:10
Und was für ein Meisterwerk wir hier haben. Ich habe Tarantino schon immer gemocht. Und Inglourious Basterds hat seine anderen Filme nicht vom Thron gestoßen. Aber dieser Film hat eine ganz besondere Daseinsberechtigung, während man für seine anderen Filme in der Regel wirklich Fan sein muss.
Dieser Film ist wie das Herausschreien einer großen, großen Wut. Er ist die wunderschöne Möglichkeit einer anderen Art von Gerechtigkeit. Und wie man sich am Ende wünscht, es wäre nur so gewesen.
Quentin Tarantino versteht was von Inszenierung. Obwohl oder gerade weil der Film so lange ist, hat man nach den zwoeinhalb Stunden seine Schnürsenkel durchgekaut, die Fingernägel abgeknabbert und die Knöchel aufgekratzt. Die Popcorn-Tüte dagegen sollte gleich verschlossen werden, denn früher oder später wird man sie fallen lassen.
Wie hier schon mehrfach erwähnt, ist Inglourious Basterds ein Sammelsurium großartigster Schauspieler in Idealbesetzung. Gerade den bekanntesten Vertretern Brad Pitt und Diane Krüger kauft man die Rollen noch am wenigsten ab - sie werden überrannt von dem wirklich überragenden Cast der nicht ganz so bekannten. Neben bereits erwähnten Christoph Waltz und Daniel Brühl haben mir noch besonders gut gefallen: Melanie Laurent natürlich, Eli Roth, Denis Menochet, Alexander Fehling, Richard Sammel, und, da stimme ich Filmosoph bei, August Diehl.
Ein Film, der natürlich nicht historisch ist, der aus einer Prise Zeitgeist eine heutige Sichtweise eröffnet, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

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kurenschaub
26.10.10 - 14:02
Erst heute Nacht habe ich mir diesen Film auf der DVD meines Sohnes angesehen. Zuviel bereits darüber gehört, über manche unschöne Szenen wie "skalpieren" "in den Kopf schießen" "Finger in die Schußwunde eintauchen" etc./Noch dazu bin ich kein ausschließlicher Tarantino Fan, aber durchaus offen für alles hochgelobte aus seinem Schaffenskreis.
Fazit: Der Film ist großartig, streckenweise phantastisch.
Die Anfangssequenz bei der Christoph Waltz als "Judenjäger" und SS Oberst Hans Landa zum französischen Bauern und seinen drei hübschen Töchtern kommt, ist knistern spannend - einfach atemberaubend.
Viele Szenen in diesem Nazi Vernichtungsstreifen wirken sehr realistisch und Story und Schauspieler & Co. sind ungeheuer clever, ausgebufft und bringen diese erstklassige Idee auch in der Ausführung bemerkenswert gut rüber.
Ich konnte hier einen Teil meiner Tarantino Allergie abschütteln und bin durchaus geneigt, mich bei diesem Meister des schrägen, fallweise durchgeknallten und dem zynisch sarkastischen Gedankenbild und Humorgesprenkels zu verneigen, da gibts bei Inglourious Basterd zuwenige Minuten der Fadesse, alles läuft auf Zug und gekonnt auf Schiene, bis zum denkwürdigen Finale, wo man denn Nazi Elite Schweinen im Kino bei ihrem Goebbels Propagandafilm so schön den Garaus machen darf und fast hätte man gerne selbst das Feuer in die Filmrollen geworfen.
Dramatik, Heldentum, fiese Nazischergen (Christoph Waltz ist mit Abstand die überragendste Figur des mehr als 150 Minuten dauernden Werkes, spielt alles und jeden gnadenlos an die Wand, da hat der ebenfalls gut aufttetende Brad Bitt nicht den Funken von einem Leiberl), denn so schleimig, so abgedreht hinterfotzig und gnadenlos ist keiner wie er (z.B. Würgeszene)
und man kauft ihm seine Rolle als Hans Landa so bedingungslos ab, als wäre er der leibhaftige Naziteufel , der dies gar nicht zu spielen bräuchte.
Den Oscar für diese Inkarnation in das gräßliche Böse hat er sich daher mehr als nur verdient.
Schwachstellen sind in "Inglourious basterd " nur sehr schwer auszumachen, wenn dann in der doch sich weit von der historischen Vorlage entfernenden Überzeichnung und diverse Brutalmomente, die so nicht sein hätten müssen,die ich nicht unbedingt in Makroeinstellung miterleben wollte.
Angedeutete Gewalt ist mir persönlich wesentlich lieber als die geekelte brachiale.
Nichts desto trotz haben wir es hier mit einem mehr als beeindruckenden,überaus stimmigen und auch künstlerisch hoch einzustufenden Nazi Greuel (wo die Gegenseite auch nicht zimperlich agiert) Kriegsfilm zu tun, zum Teil mit schockierenden Realismus inszeniert und aber auch immer wieder mit gemeinsten Anti Nazi Gänsehauthumor durchtränkt.
GUT SO, denn alles was nicht Lust auf nationalsozialistische Gesinnung macht, sehe ich besonders für die jungen Menschen als ausgesprochen positiv !

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Kiddow
19.09.10 - 01:23
Die Basterds haben es sich zum Plan gemacht so viele Nazis wie nur möglich zu töten. Aldo Raine (Brad Pitt) ist der "Führer" der Basterds und verlangt von jedem mindestens 100 Nazi-Skalps. Die Truppe hat ihren Einsatz im Norden vom besetzten Frankreich und beginnt dort mit dem ausschalten der Braunhemden. Schnell werden die Basterds ihren Namen gerecht und man fürchtet sich vor allem vor dem "Bären Juden" (Eli Roth). In Zusammenarbeit mit der deutschen Schauspielerin Bridget von Hammersmark (Diane Kruger) entsteht der Plan bei einer Filmaufführung,"Stolz der Nation", einige hohe Tiere der SS zu eliminieren. Unerhofft stellt sich kurz vor der Premiere heraus, das auch Hitler selbst anwesend sein wird: Der Komplott ist Perfekt!
Wie Filmosoph schon schrieb ist Inglourious Basterds kein Historienfilm und genau das macht diesen Streifen zum Meisterwerk. Tarantino zeigt hier eine Vernichtung von Hitler und seinen Anhängern auf, die perfekter nicht sein könnte.
Die erste Szene bewist sofort das Christoph Waltz eine überragende Rolle abliefert als Hans Landa alias der Judenjäger. Dieser Monolog , bezeichnet geradewegs die Genialität des Filmes und Tarantino`s.
Neben dem überaus begabten Herrn Waltz, beweist auch Daniel Brühl in seiner Rolle als Frederick Zoller sein können.
Jedes Geschehen ist eindrucksvoll durchdacht. Jeder Schauspieler der in diesem Film einen deutschen spielt ist auch ein Deutscher, das gilt genauso für die Franzosen, Österreicher, Britten und Amerikaner. Ich kann nur empfehlen sich den Film in englischer Sprache anzuschauen, denn er wurde nicht synchronisiert, so sticht es besonders heraus das viele Nationalitäten verteten sind und alle in ihrer Sprache sprechen (es gibt ja Untertitel).
Fazit: Das ist ein Bingo!

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Filmosoph
29.08.09 - 16:35
Quentin Tarantino ist dick zurück – aber wie! Dieser Film hat mindestens das Potential, so wie Reservoir Dogs oder Pulp Fiction zuvor Kultstatus zu erlangen. Zu den großen Vorbildern zählte Tarantino etwa Zwei glorreiche Halunken, was in diesem Film auch gleich klar wird (auch diverse Morricone Klassiker werden angespielt). Gleich die erste Szene, oder: Kapitel 1 ist eine Hommage daran. Hier wird auch die Marschrichtung klar: Viel Konversation (in Tarantino-Manier) und sehr viel Spannung; Brutalität darf niemals fehlen.
Allerdings finden wir uns diesmal im von den Nationalsozialisten besetzten Deutschland wieder, und nicht im wilden Westen oder einem Martial Arts Land. Insofern werden Historiker bei diesem Film sicher munter. Und natürlich liest man wieder von »historischen Ungereimtheiten«. Vorweg: Der Film ist eine einzige historische »Ungereimtheit«, jedoch finde ich diese Diskussion im Hinblick auf diesen Film schlichtweg lächerlich. Tarantino drehte einen Tarantino Film, keineswegs einen Historienfilm. Was man jedoch bei diesem Thema immer hinterfragen sollte, ist die Message bzw. die Darstellung bzw. der Umgang mit diesem äußerst sensiblen Thema. Immerhin spielt (der grandiose) Christoph Waltz den sog. »Judenjäger«.
Deutsch(sprachig)e Filme hatten historisch gesehen immer gewisse Berührungsängste mit der eigenen Vergangenheit, erst mit Goebbels und Geduldig und Mein Führer – die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler traute man sich erstmals, das Thema satirisch anzulegen. Amerikanische bzw. nicht deutsch(sprachig)e Filme hatten diese Berührungsängste nie. Insofern überrascht es nicht, dass Tarantino mit genau null Respekt an dieses Thema herangeht.
Die Frage ist, ob dies »richtig« ist; denn immer haftet Nazisatiren, in denen Juden vorkommen, der Verdacht der Verharmlosung an. Dieser Verdacht ist wichtig und sollte Film-für-Film überprüft werden. So saß ich mit einer gewissen Grundskepsis im Kino. Und es gibt hierzu folgendes zu sagen: Viel »Sympathie« für die Nazifiguren im Film kann man wahrlich nicht aufbringen. (Dass dies der Fall sein kann und damit der Verdacht berechtigt, beweist die »Heldenfigur« SS-Brigadeführer Wilhelm Mohnke im zweifelhaften Film Der Untergang). Lt. Aldo Raine (Brad Pitt) erklärt es in seiner Antrittsrede ganz einfach: Keine Gnade mit Nazis, denn diese handeln nicht menschlich. Dieser Anspruch wird bis zum Ende des Films konsequent durchgehalten.
Ich sehe Inglourious Basterds als Satire, wenn auch als sehr brutale. Denn der Film hat viele komische Andeutungen, welche zum Glück auf Kosten der Nazideutschen gehen. Etwa als Hitler porträtiert wird, eingehüllt in einen Königsumhang, nimmt im Hintergrund der Maler mit dem Daumen Maß. Sehr schön war das. Keiner der nationalsozialistischen Elite: Bormann, Göring, Goebbels oder Hitler (Himmler kommt seltsamerweise nicht vor) genießt den Personenschutz, wie ihn etwa Hitler im Untergang genoss. SPOILER In Eichingers Film hört man lediglich Schuss, die Leiche wird nicht gezeigt. Die »Basterds« durchlöchern den Diktator gnadenlos mit ihrer Maschinenpistole und Tarantino hält hier drauf. Das ist die Respektlosigkeit vor dem »Führer«, die man hierzulande oft vermisst! SPOILER ENDE. Ein kurzes Schmunzeln kam mir auch auf, als Göring zum ersten Mal gezeigt wurde, nämlich doppelt so dick wie in echt. Goebbels wird mit einer kurzen Szene degradiert, als er es wild mit seiner Dolmetscherin treibt. Dieser Grundaspekt in Tarantinos Film gefällt mir.
Die andere Seite ist, dass der Film unglaublich spannend ist. Durch die Kapiteleinteilung fällt es ihm offensichtlich leicht, wild zwischen den Orten zu springen, ohne groß an Spannung zu verlieren. Somit haben wir nach der ersten Hälfte ein Puzzel, welches sich langsam aber sicher zu verweben beginnt. Natürlich ist dies Tarantinos Verdienst, aber ganz sicher auch an den Leistungen der Darsteller zu suchen. So versammelte er die ganze Creme de la Creme der deutschen Schauspielstars im Film. Sylvester Groth spielt nach Mein Führer erneut den Goebbels, ebenso zynisch, eine Idealbesetzung. Til Schweiger muss für seine Wirkung gar nicht viel sagen, die Rolle bringt ihn ins Bild. Christian Berkel darf bei keinem Film mit Nazis fehlen, könnte man mittlerweile meinen: So war er etwa bei Operation Walküre, Der Untergang ebenso dabei. Eine kleine aber sehr intensive Rolle hat der für mich beste deutsche Darsteller der neuen Generation, nämlich August Diehl. Zu nennen sind natürlich noch Daniel Brühl und Diane Kruger, welche ihre Sache ebenso ordentlich machen. (Hier sei aber eine kleine Kritik angebracht: Warum heißt Kruger im Film Bridget von Hammersmark? Als Deutsche müsste sie klarerweise Brigitte heißen. Auch wenn der Film gewissermaßen ein Fantasyfilm ist, stört dieser Name. Der Film ist dann glaubwürdig, wenn er innerhalb seines Universums glaubwürdig ist. Ansonsten ist er es ja).
Es gibt einige bemerkenswerte Szenen, welche erwähnenswert sind: so sind es quasi alle Szenen, in denen Waltz mit von der Partie sind. Seine Leistung ist unglaublich und intensiv. Die SS Uniform passt perfekt zu ihm. Brad Pitt legte seine Rolle ebenso gut an, er ist sicher der Coolste im Film. Auch im Gegenübertreten zu Waltz kann er den Szenen seinen Stempel aufdrücken. Der fiktive Film Stolz der Nation ist die Satire der Satire und gibt dem letzten Akt den konfusen Anstrich (Ein ebenso fiktiver Trailer zum Film wie die Homepage finden sich im Netz). Die Blutorgie wird von der Meute frenetisch bejubelt, während es Brühl allmählich nicht mehr aushält. Hitler und Goebbels sind in diesen Szenen einfach verrückt, also sehr positiv.
Der Film zeigt eine Abrechnung, welche es nie gegeben hat. In erster Linie gefällt mir der respektlose Zugang zu diesem Thema im tarantino’schen Gewand. Auf der anderen Seite ist Inglourious Basterds ein sehr intensiv gespielter Film, mit hohen Spannungsspitzen und sehr vielen Überraschungen. So hat man anfangs keine Ahnung wie dieser Film enden könnte, was in Hollywood nicht immer der Fall ist. Schauspielermäßig stechen Waltz, Bitt und auch August Diehl heraus. Mike Myers hat etwa nur eine Gastrolle, wo man erst in der Nahaufnahme erkennt, dass es sich um ihn handelt. Somit kann die Zusammenfassung nur eine klare Empfehlung für diesen Film aussprechen, da an dem Umgang mit dem Thema nichts auszusetzen ist und die Inszenierung sehr intensiv gestaltet wurde. Super!

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