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Powder Blue
70.0/100

Powder Blue

FILM • 2009 • 1 Std. 42 Min.


Regie: Timothy Linh Bui

Darsteller/-innen: Patrick Swayze, Kris Kristofferson, Ray Liotta, Jessica Biel, Sanaa Lathan, Forest Whitaker, Lisa Kudrow, Riki Lindhome, L. Scott Caldwell, Joe Holt, Ben Bray, Leyna Nguyen, Eddie Redmayne, Mark Alfa, Chandler Canterbury, Billy Wirth, Danvy Pham, Sala Baker, Navid Negahban, Don Swayze, Ana Berry, Ravi Patel, Jesse Henecke, Mandy June Turpin, Alejandro Romero, Jeffery A. Baker, Armando Cosio, Chad Christopher, Soledad Campos, Clent Bowers

Genre: Drama



Weihnachtsabend in Los Angeles. Eine Zeit größter Hoffnung, aber auch tiefer Verzweiflung. Vier Menschen, vier Leben, aber doch sind alle miteinander verbunden: Rose, deren Sohn im Koma liegt und die als Stripperin in Velvet Larrys Stripclub arbeitet. Jack, der nach 25 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wurde und nach seiner Tochter sucht. Charlie, der den Tod seiner Frau nicht verwinden kann und am liebsten sterben will. Ihre Sünde ist Liebe. Ihre Rettung: Hoffnung, die selbst an dunkelsten Plätzen gedeihen kann.


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8martin

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04.12.14 - 16:31
Zwei Kriterien gelten für Episodenfilme: a) wie gut ist die einzelne Episode für sich allein genommen und b) wie werden die einzelnen Geschichten miteinander verbunden. Beides ist dem Newcomer, Regisseur Linh Bui, schon recht gut gelungen. Die vier Einzelschicksale bilden ein breitgefächertes Spektrum: ein Exknacki (Ray Liotta), ein Selbstmörder (Forest Whitaker), eine koksende Stripperin (Jessica Biehl) mit einem komatösen kleinen Sohn und ein junger Beerdigungsunternehmer (Eddie Redmayne). In diesen Geschichten wird unterschiedlich tief gegraben und so kommt die ganze Wahrheit scheibchenweise ans Licht. Und im Fall von Forest Whitaker ist sein Dog Collar am Ende schon eine faustdicke Überraschung.
Allen Akteuren ist gemeinsam die Suche nach Zuwendung und zwar sie zu finden, zu geben oder gegeben zu haben. Die Zusammenführung der Handlungsstränge, die sich teilweise schon vorher bereits ergibt, wird am Ende noch durch einen Schritt in Richtung Metaebene erweitert. Ray und Jessicas Sohn treffen sich im Jenseits. Da werden auch noch letzte verwandtschaftliche Beziehungen geklärt und der deutsche Untertitel trifft voll ins Schwarze. Das Leben vergeht, die Liebe bleibt. Ist recht romantisch, wird hier aber nicht überstrapaziert. Es gibt ausgeglichene Gefühlswelten. Was Forest und Ray fürs Gemüt sind, ist Jessica für die Lust. Ihre Darbietung an der Stange ist schon echt professionell. Da kann man auch über den blauen Pulverschnee hinwegsehen (Titel!), über das Cameo von Kris Kristofferson und den kaum zu erkennenden Patrick Swayze nicht. Eine gut gemachte, schmalzfreie romantische Angelegenheit.

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