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3 Kommentare

Brüno

DEINE MEINUNG?


2009

Genre: Komödie

Spieldauer: ~ 78 Minuten

Regie: Larry Charles

Cast: Sacha Baron Cohen, Josh Meyers, Snoop Dogg, Elton John, Thomas Rosales Jr., Gustaf Hammarsten, Clifford Banagale

Kurzbeschreibung: Brüno - teils Model, teils Celebrity-Reporter und vollständig schwul - macht sich aus Österreich auf, die Vereinigten Staaten und damit auch die Welt zu erobern. Auf seiner internationalen Tour der Provokationen schreckt Brüno vor nichts und niemandem zurück, um sich ins Rampenlicht zu drängeln. Ob mit einem Guerilla-Auftritt im Klettkostüm bei einer Modenschau in Mailand, ob mit kruden Auftritten und Reality-Reportagen oder eben mit seinem schwarzen Adoptivbaby, das man als angesagter Star einfach dabei haben muss. Mit hartgesottener Arglosigkeit sucht Brüno ungeniert nach Spaß und sorgt für Aufruhr, wo auch immer er hinkommt. Er lässt Moralapostel auflaufen, entblößt die Absurditäten der Fashionistas, ärgert selbsternannte Sittenwächter bis aufs Blut und tritt ignoranten Dummköpfen mit unanständiger Wucht vors Schienbein - ein schlüpfriger Narr in der Welt des schönen Scheins. Schamlos und unverschämt witzig.


Filmkommentare (3)


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kurenschaub
19.08.12 - 11:48
für Borat Fans only, banale Dialoge, politsch ein Schmarren und dazu eine uncool zotige Inszenierung - diese schwule Modeweltgroteske ist rein gar nichts für mich.

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RandyFisher
16.12.09 - 14:03
Ich kann mich der Meinung von Jason hier überhaupt nicht anschließen. Eigentlich finde ich sogar, dass seine Kritik eher auf "Borat" zutraf. Diesen Film fand ich nämlich einfach nur so asozial, dass er völlig unlustig war. Daher hatte ich auch entsprechende Befürchtungen bei "Brüno". Doch "Brüno" macht meiner Meinung nach, einiges besser, als sein Vorgänger. Das mag daran liegen, dass er ein welt-tauglicheres Thema anspricht, das nicht nur für Amerikaner interessant ist. Nämlich die mangelnde Gleichbehandlung von Homosexuellen. Dabei mag er zwar exorbitant übertreiben, wie Jason bereits schrieb, doch macht er das bewusst, um die Klischees ins Lächerliche zu ziehen. Dazu kommt eine sehr bissige Verbindung aktueller Themen und Problematiken. Während er beispielsweise einerseits den Adoptionswahn bei Promis kritisiert, schafft er es auch, die Religion und die zweischneidige Behandlung von Homosexuellen, miteinander zu verbinden. So adoptiert Brüno kurzerhand ein Kind aus Afrika, lässt es bei einem Foto-Shooting teilnehmen, bei dem es in der Rolle des Jesuskindes eine Kreuzigung nachspielen soll und befragt obendrein andere Mütter, ob sie damit einverstanden wären, bei ihrem 14kg schweren Kind, eine Fettabsaugung durchführen zu lassen. Bissiger kann man es kaum ausdrücken, wenngleich dies eine der Szenen ist, bei denen einem manches Mal das Lachen im Halse stecken bleibt. Insgesamt schafft es "Brüno" aber seine Story durchaus schlüssig aufzubauen und bei seiner Laufbahn so viel, wie möglich zu kritisieren. Dass der Film dabei dem Humor von Sacha Baron Cohen entsprechend, oftmals etwas geschmacklos ist und kein Blatt vor den Mund nimmt, bleibt natürlich nicht aus. Doch Cohen scheint seine Performance so viel spaß zu machen, dass ihm scheinbar überhaupt nichts peinlich ist - nicht einmal in einem rosa Ganzkörperanzug umherzulaufen. Für mich ist "Brüno" also der einzige Film von Cohen bisher, der wirklich als "lustig" zu bezeichnen ist.

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Jason
16.12.09 - 13:36
Brüno, ein österreichisches Model und Reporter, verliert seinen Job und entschließt sich kurzerhand, ein Weltstar zu werden. Dafür fliegt der nach Los Angeles und stellt sich Produzenten vor und wirbt für seine Ideen. Das tut er nicht auf seriöse Weise, sondern versucht, durch geschmacklose und öbszöne Auftritte auf sich aufmerksam zu machen. So stolpert er über Laufstege, schwinkt sein Geschlechtsteil in Demovideos und benutzt Menschen als Sitzplätze...

Im Film gibt es einen entscheidenden Satz, mit dem ein Mann ein Werbevideo von Brüno kommentiert: "This is the worst crap i've ever seen" - und, so ungern ich das auch sage, ich kann mich dem voll und ganz anschließen. Nach dem gelungenen Borat und Ali G., die beide zwar extrem asozial, ekelhaft und gestört, irgendwie aber auch witzig und unterhaltsam waren, waren meine Erwartungen an Brüno hoch. Ich ging davon aus, dass Sascha Baron Cohan, der Brüno darstellt und ihn sich wohl ausgedacht hat, taburisierte Themen gezielt bricht, um etwas auszusagen, um etwas aufzudecken. So, wie er zum Beispiel den Rassismus in den USA mit Borat (wenn auch nur nebenbei) themaisiert oder als ebendieser frauenfeindlich und sexistisch war, um (so denke ich zumindest) die Zuschauer dazu zu bringen, sich über genau diese Dinge Gedanken zu machen. Manchmal hat er es geschafft, anderen einen Spiegel vorzuhalten, manchmal hat er übertrieben, manchmal war es einfach nur lustig. Brüno dagegen ist buchstäblich der größte Mist, den man sich vorstellen kann.

Dass bei dem Film mit dem homosexuellen Model mit allen gängigen Klischees gearbeitet werden würde war abzusehen, doch Cohan ist weit übers Ziel hinausgeschossen. Brüno redet nur Schwachsinn, ihm passieren "ausversehen" völlig dämliche Sachen (verfängt sich bspw. in Stoff und stolpert durch die Gardobe auf die Bühne) oder behandelt Menschen wie Abschaum. Das ist weder produktiv noch lustig, das ist noch nichteinmal in irgendeiner Form künstlerisch wertvoll. Zudem scheint er jede Gelegenheit zu nutzen, Klischees über homosexuelle Männer nicht nur darzustellen, sondern exorbitant zu übertreiben - schon am Anfang kommen Sektflaschen in einem sexuellen Zusammenhang zum Einsatz, den ich hier gar nicht näher erleutern möchte.
Insgesamt ist Brüno asozial, flach, unwitzig und enttäuschend.

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