Hosted by World4YouMontag, 12. November 2018
 

1 Kommentar

Blinde Wut

DEINE MEINUNG?


1936

Genre: Drama, Romanze, Thriller, Krimi

Spieldauer: ~ 89 Minuten

Regie: Fritz Lang

Cast: Spencer Tracy, Bruce Cabot, Walter Brennan, Walter Abel, Edward Ellis, Edwin Maxwell

Kurzbeschreibung: Alle glauben, dass der zu Unrecht inhaftierte Joe Wilson in dem Feuer umgekommen ist, das eine blutdurstige Lynch-Meute gelegt hat. Doch irgendwie hat er überlebt. Tot sind nur seine Ideale. Denn jetzt setzt Joe alles daran, seinen Möchtegern-Henkern genau das Schicksal zu bescheren, dem er auf so wundersame Weise entkommen ist. Spencer Tracy spielt Joe, Sylvia Sidney seine Braut. Blinde Wut wird seinem unberechenbaren Titel gerecht: Der Film ist eine flammende Anklage gegen Selbstjustiz und Lynch-Morde. In seinem amerikanischen Debüt verbindet Regisseur Fritz Lang (Metropolis, Heißes Eisen) seinen leidenschaftlichen Gerechtigkeitssinn und brillante Optik zu einem Meilenstein des sozialkritischen Kinos. In den 49 Jahren vor dem Start dieses Films gab es in den USA etwa 6000 Opfer der Lynch-Justiz. Die Blinde Wut über diese Tragödien – und viele spätere Ungerechtigkeiten – hat sich noch längst nicht gelegt.


Filmkommentare (1)


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kurenschaub
20.12.10 - 18:02
Nach einer Geschichte von Norman Grasna - beklemmend - packend und unwiderstehlich ehrlich!
Joe Wilson (Spencer Tracy) wird unschuldig inhaftiert und der Kindesentführung bezichtigt. Doch eine hysterische Masse verlangt dessen Tod, dringt in das Gefängnis ein um ihn zu lynchen.
Als dies am Widerstand des Sheriffs und Personals scheitert, steckt man es in Brand, das Gebäude brennt lichterloh und Joe scheint hilflos verbrannt zu sein......
Ein gut gemachter,gut photographierter Fritz Lang Krimiklassiker im düsteren Schwarz Weiß Dekor, der das Thema von Vorverurteilungen und die Zusammenrottung von biederen Aufschleimern zur gefährlichen Meute hervorragend dokumentiert.
Hier wird das Gesetz der Unschuldsvermutung mit Füßen getreten und im Gerichtssaal war dann plötzlich niemand mehr dabei gewesen, selbstverständlich von gutbürgerlichen Frauen der Stadt beeidet.
Erst als Joe`s Liebste (Silvia Sydney) aussagt und Filmmaterial vom schrecklichen Ereignis gezeigt wird, in der die Mitwirkenden am Lynchdrama identifiziert werden, wendet sich das Blatt.
Der bereits 1936 entstandenen Streifen wirkt in seiner schroffen Art auch heute noch nicht sehr weit hergeholt und im Jetzt ist für mich durchaus noch eine schaurige Nähe einstiger Gedankenbilder und deren Ausführungen spürbar.

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