2 Kommentare

Suspiria

DEINE MEINUNG?


1977

Genre: Horror, Fantasy, Thriller, Mystery

Spieldauer: ~ 95 Minuten

Regie: Dario Argento

Cast: Udo Kier, Jessica Harper, Miguel Bose, Stefania Casini, Flavio Bucci, Barbara Magnolfi

Kurzbeschreibung: Die junge Ballett-Elevin Suzy kommt aus den USA nach München, um dort an einer angesehenen Schule, Tanz zu studieren. Als sie dort ankommt, beobachtet sie noch ein junges Mädchen, das aus der Schule flieht, um dann aber später in der eigenen Wohnung auf mysteriöse Art und Weise ermordet zu werden. Doch auch Suzy kommt die Schule zunehmend merkwürdig vor. Die Lehrerinnen führen ein hartes Regiment, nachts hört man seltsame Geräusche und etwas schleicht nachts durch den provisorischen Schlafsaal. Langsam aber sicher forscht Suzy den merkwürdigen Vorgängen nach und findet heraus, daß das Haus an sich eine unheimliche Geschichte hat und eine dunkle Macht beherbergt.


Filmkommentare (2)


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8martin
29.11.18 - 19:53
Wie kann so ein Machwerk als Klassiker eingestuft werden? Etwa bloß weil es aus dem Jahre 1976 stammt als die Horrorstreifen vielleicht gerade flimmern lernten? Denn der Horror besteht außer im Verteilen von viel roter Farbe und entstellten Stillleben ausschließlich aus einem Akustoterror, der den Plot unentwegt begleitet. Da hastet die Ballettschülerin Suzy (Jessica Harper) durch theaterähnliche Kulissen, die an Art Dekor erinnern. Man hört fast ständig einen Mix aus Stöhnen, Keuchen, Schreien und Bimmeln, falls nicht gerade die aufsichtführenden Mädels, angeführt von Alida Valli als Marie Tanner und Joan Bennett als Heimleiterin Madame Blank auffällig geheimnisvoll daherkommen. Dass die was aushecken ist dem ahnungslosen Zuschauer bald klar. Auch nicht Vapirismuskenner verstehen, warum Suzy immer so müde ist. Und wenn dann mal ein Dolch ins Fleisch fährt, erkennt man es als Schweinehälfte vom Hausmetzger. So treibt es die Suzy durch geheimnisvolle bunt angestrahlte Gänge. Sie wird gepeinigt von pubertären Seelenqualen und über Drahtspiralen hinweggerollt. Die sie aufklärerisch unterstützenden Psychiater Mende (Udo Kier) und Milius (Rudolf Schündler) tauchen plötzlich auf wie aus einem Zauberhut gezogen, können aber auch nicht helfen. Und so entkommt Suzy dem brennenden Internat. Der Zuschauer ist froh, dass die Geräuschfolter ein Ende hat.
Was 1976 noch als Horror durchging, kann heute nur noch Achselzucken bewirken. Man erkennt den Fusch, wenn man ihn sieht. Meine Variante des Titels wäre ‘Suspendieria‘ im Sinne von ‘erspart uns das‘. Dazu hätte mein alter Prof bloß bemerkt: ‘Ich sage ihnen, das ist MIST em, i, es, te. Recht hat er. K.V.

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kurenschaub
23.01.10 - 18:26
Ein als im Mittelpunkt stehendes schauriges Geheimnis mit rätselhaften Mächten entlockte Dario Argento im genialen Kunsthorrorfilm Suspiria in einer prickelnden Geschichte..
Außergewöhnlich expressive Melange aus der hohen Artschule und dem Horrorgenre der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts.
Begleitet von suggestiver Rockmusik von den phantastischen " the Goblins" ( zu 50% an der Geilheit dieses Filmes ist die Musik beteiligt ) und gewaltigem Farbbombast steigert sich das epochale Werk mit zunehmender Fortdauer in einen wahrhaft sensationellen Bilderrausch. Die Internatsschule ist alleine schon durch ihren knallbunt und in schweren Rotfarben gehaltenem Dekor acidhalluzinierend genug und wenn es gegen Ende des Filmes ächzt, schnarcht und stöhnt, sich die zierliche Jessica Harper angsterfüllt an die Wand drückt, ist der Suspense am Siedepunkt und die Auflösung nicht mehr weit.
Auf jeden Fall haben wir es schon immer gewusst.
Hier geht es mit dem Teufel zu! Lieblingsfilm! Einer meiner TOP TEN!

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