Hosted by World4YouDonnerstag, 16. August 2018 1 Film
 

2 Kritiken   3 Kommentare

Alice im Wunderland

DEINE MEINUNG?


2010

Genre: Familie, Abenteuer, Fantasy

Spieldauer: ~ 108 Minuten

Regie: Tim Burton

Cast: Helena Bonham Carter, Johnny Depp, Alan Rickman, Anne Hathaway, Michael Sheen, Christopher Lee, Timothy Spall, Stephen Fry, Mia Wasikowska, Crispin Glover, Matt Lucas, Barbara Windsor

Kurzbeschreibung: Für die 19-jährige Alice Kingsley (Mia Wasiskowska) hält das Leben eine Überraschung bereit: Während einer viktorianischen Gartenfeier, die zu ihren Ehren ausgerichtet wird, erhält sie einen Heiratsantrag von Hamish (Leo Bill), dem wohlhabenden, aber langweiligen Sohn von Lord und Lady Ascot (Tim Pigott-Smith, Geraldine James). Alice flieht und bleibt der Gesellschaft eine Antwort schuldig. Sie folgt einem sonderbaren weißen Kaninchen, das mit einer Weste bekleidet ist und eine Taschenuhr bei sich trägt. Das Kaninchen läuft über eine Wiese und verschwindet dann in einem Loch im Boden. Ebenso plötzlich wird auch Alice in das Loch hineingezogen und fällt durch eine eigenartige, traumähnliche Passage, bis sie schließlich in einem runden Raum mit vielen Türen landet. Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten, die eine Flasche mit der Aufschrift "Trink mich" und einen Kuchen, der mit den Worten "Iss mich" verziert ist, beinhalten, schafft es Alice, mit Hilfe der schrumpfenden Wirkung des Tranks und der vergrößernden Wirkung des Kuchens eine der Türen zu öffnen und hindurchzugehen. Sie betritt eine zauberhafte Welt, die bei ihren Bewohnern unter dem Namen Unterland bekannt ist. Dort trifft sie auf eine bunte Mischung von Charakteren: von der verwegenen Schlafmaus (Barbara Windsor) zu dem völlig verrückten Hutmacher (Johnny Depp), von der Grinsekatze zu der Wasserpfeife rauchenden Raupe Absalom, von der gruseligen Weißen Königin (Anne Hathaway) zu ihrer gehässigen und launischen älteren Schwester und Herrscherin von Unterland, der Herzkönigin (Helena Bonham Carter).


Filmkommentare (3)


Beitrag schreiben


kurenschaub
12.11.16 - 15:27
Und es hat mir dann doch nicht so gut gefallen. Sicher - Johnny Depp, was für ein klingender Name - Mia Wasikowska - die Vielversprechende - von der ich mittlerweise schon einige gute Filme gesehen habe und letzt endlich Tim Burton, der Klasseregiemeister - all diese Asse konnten mir den übrigens herrlich bebilderten Fantasyreigen nicht wirklich schmackhaft werden lassen. Der Film hat zahlreiche wunderbare Elemente in sich und trotzdem fehlt ihm für mich das gewisse Etwas, um wirklich großartig zu sein. Die letzte große Begeisterung habe auch ich nicht verspürt.

Antwort abgeben

Filmfreak
18.09.10 - 08:27
Als ich zum ersten Mal davon hörte, dass Regisseur Tim Burton Alice im Wunderland neu verfilmen möchte, wurde ich hellhörig, als ich dann noch vernahm dass man Schauspieler Johnny Depp für diese Produktion verpflichten konnte wurde es für mich immer interessanter. Richtig da war doch etwas?
Burton + Depp = Erfolgsduo wenn man auf außergewöhnliche, teilweise düstere Verfilmungen steht die so ganz ihr eigenständiges Aussehen haben. Wir Filmfans sprechen dann von dem typischen Tim Burton-Look, den auch dieser Film hier sehr gekonnt mit sich bringt.
Natürlich kennt im Prinzip jeder Filmfan, egal ob Groß oder Klein die Geschichte von Alice und dem Wunderland, dieser Tatsache war sich auch Tim Burton bewusst und so wollte er einen fesselnden Film mit einer Seele erschaffen, der trotz seines Schwungs dem klassischen Stoff doch noch treu bleibt, zwar nicht über die gesamte Laufzeit, aber doch in gewissem Maße. Mit all den vorherigen Verfilmungen dieser Geschichte konnte sich Burton nie verbunden fühlen, da Alice für ihn immer nur ein Mädchen gewesen ist, das von einer verrückten Figur zur nächsten läuft. Burton sprach daher, er wolle dieser Verfilmung einen Rahmen mit emotionaler Tiefe geben, um aus dem Film Alice eine Geschichte zu machen und nicht eine Aneinanderreihung seltsamer Ereignisse und dies schaffte er auch voll und ganz, dies kann ich nach meiner Sichtung nur attestieren.
Die Geschichte setzt sich bei der literarischen bekannten Rahmenhandlung fort, als sie im viktorianischen England, also im späten 19. Jahrhundert sich abspielt. Der Übergang von der Geschichte zur Wunderlandwelt entspricht auch sehr stark der des Buches:
Alice erblickt das Weiße Kanninchen, verfolgt es bis zu seinem Loch, bis Alice in das Loch fällt und sich nach einem langen Sturz in einem Raum voller verschlossener Türen wiederfindet. Erst nachdem Alice sich zum eigentlichen Wunderland mittels Schlüssel und Schrumpftrank Zugang verschafft hat, setzt die eigentliche Geschichte dieses Films ein. Es dauert nicht lange und der Zuschauer befindet sich mit der Haupthandlung inmitten eines Fantasy-Epos, ich glaube diese Wortwahl trifft diesen Film dann am ehesten. Die Geschichte wird dann auch in einem Abstand von 13 Jahren fortgeführt, so ist Alice hier kein kleines Mädchen mehr, sondern aus ihr wurde eine junge Frau. Der Film zeigt dann im Prinzip eine Heldin, die verschiedene Aufgaben meistern muss, ehe sie zum großen Finale antritt, das Finale erinnert dann ein wenig an die Herr der Ringe-Filme wie ich finde.

Diese Verfilmung von Tim Burton erfüllte all meine Erwartungen welchen ich an diesen Film durch die schon im Vorfeld gezeigten Trailer und Ausschnitte bereits gewonnen hatte. Der düstere Mix aus Realelementen und Animationen machten auf mich einen sehr guten Eindruck. Die etwas anders geartete Fantasy-Geschichte gefiel mir zudem sehr gut, auf so etwas stellte ich mich im Vorfeld aber schon ein bei einem Tim Burton-Film. Die Australierin Mia Wasikowska sowie Johnny Depp konnten mich in ihren jeweiligen Rollen sehr gut unterhalten. Vermisst hatte ich bei dieser Verfilmung so rein gar nichts, da ich mir schon dachte dass Burton diese Geschichte ganz nach seiner Art aufziehen würde.
Wer also einmal eine etwas anders geartete Alice-Verfilmung sehen möchte, dabei keine Angst vor dem typischen Burton-Look hat dem kann ich dieses Werk wärmstens empfehlen.
Tip: Auf BD macht diese Variante dann nochmals doppelt so viel Spaß!

Infos:
Diese Verfilmung zählt zu den fünfterfolgreichsten Filmen weltweit (Stand: 14. Juni 2010)!
Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden zeichnete dieses Werk mit dem Prädikat "besonders wertvoll" aus.
Tim Burton verwendete bei dieser Produktion der aus einem Mix von Realaufnahmen und Animationen kein Motion Capture an seinen Darstellern. Außerdem war es für Burton das erste Mal, dass er nur mit Greenscreen arbeitete.
Beinahe alle Figuren welche in dieser Produktion im Wunderland auftreten, entstammen der literarischen Vorlage ihres Schöpfers Lewis Carroll, mit Ausnahme des Hundes Bayard, diesem Tier lag keine direkte Vorlage zu Grunde. Insgesamt gesehen sind die Figuren aus dem Wunderland bei dieser Alice- Variante nach Tim Burton gegenüber der literarischen Vorlage stark dezimiert wie einem bei der Sichtung auffallen müsste.
Bei der im Film vorkommenden Roten Königin handelt es sich um eine Vermischung von der Königin der Herzen sowie der Roten Schachkönigin. Ihre Schweine und Affen wurden als Kammerdiener bzw. als Möbel hinzuerfunden. Ihr Hofstaat besteht aus der bekannten Vorlage wie das der Herzkönigin.
Die Armee der Weißen Königin besteht aus den bekannten Schachfiguren der Buchvorlage.
Aus der Buchvorlage fehlt ebenso Alice Katze.

Anmerkung:
Ich spreche in meiner Rezension nur über die 2D-Fassung!

Antwort abgeben

Tyrannosaurus Rex
11.04.10 - 01:56
Vorwort meinerseits:
Tim Burton ist ein talentierte Regiesseur, dass steht außer Frage und bislang hat mich noch keiner seiner mir bekannten Filme enttäuscht. Zuletzt verzauberte mich Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street vor drei Jahren.
Als dann bekannt gegeben wurde das Tim Burton einen Alice im Wunderland Film dreht, sah ich der ganzen Sache optimistisch entgegen. Ich war gespannt, wie sich das Bunte und Verrückte aus dem bei mir sehr beliebten Disney Film und sein düsterer Stil miteinander vertragen würden.
Und nun hat Burton seinen ersten Film rausgebracht, der mich persönlich enttäuschte.

Kritik:
Der Film beginnt, natürlich wieder unterlegt mit einem von Danny Elfman komponierten Score, der seinen Zweck im Film erfüllt, jedoch kein Stück dabei ist welches einem im Kopf hängen bleibt.

Es wird schnell klar das Burtons Film sehr wenig mit dem alten Disney Film gemeinsam hat. Alice als kleines Mädchen erleben wir nur kurz am Anfang, danach gibt es einen Zeitsprung von 13 Jahren. Alice ist eine Jugendliche und soll auf einer großen Feier verlobt werden.

Genau diese Szenen auf der, ich nenne es mal Hochzeitsfeier sind leider auch die lustigsten Szenen im Film. Im Grunde genommen kann man sagen, der Film ist nicht lustig. Viele Witze gehen einfach nicht auf. Mir kam es auch oft so vor, als hätte man sich nicht wirklich entscheiden können ob der Film nun lustig oder düster sein soll.
Man hat sich offensichtlich für beides entschieden und die Chance dem Publikum einen guten Film zu bieten vertan.

Das Schlimmste an dem Film ist die Hektik welche mir gar nicht gefiel. Man wird regelrecht durch das Wunderland, oder wie es hier nun heißt Unterland gejagt. Dabei bleiben jedoch vernünftige Einführungen verschiedener Charaktere und Charakterzeichnungen auf der Strecke, sowie der Versuch des Zuschauers entgültig in die fantastische Welt von Alice einzutauchen.
Alles wirkt einfach zu unpersönlich und unmotiviert. Selbst Jonny Depp, der eigentlich hervorragen den Hutmacher gespielt hat, kommt einem hier irgendwie fremd vor und der Funke wollte und wollte einfach nicht überspringen.
Auch Helena Bonham Carter als rote Königen wirkt nicht sonderlich böse und auch nicht sonderlich lustig. Insgesamt spielt jeder der Schauspieler recht ordentlich, doch eine Meisterleistung legt hier keiner ab.

Ich habe mich wirklich gefragt was sich Tim Burton bei dem Film gedacht hat. Hatte er wohlmöglich keine Lust drauf? Ich weiß es nicht, es wirkt teilweise so. Im Gegensatz zu Alice im Wunderland spürte ich bei Sweeney Todd noch wirklich die Substanz des Films und die Kraft die hinter diesem Projekt steckte. Dies war bei unserer armen Alice jedenfalls nicht der Fall.

Natürlich konnte auch niemanden das 3D vom Hocker reißen. Das hier angewandte Post-production-3D gab dem Film leider keine räumliche Tiefe, sonder hob ab und an nur ein paar Sachen hervor.

Ich weiß nicht so recht wie ich Tim Burtons Trip ins Wunderland bewerten soll. Wohlmöglich wird er mir später auf DVD besser gefallen wenn ich mich an diese schnellere Erzählweise (eine schnellere im Gegensatz zum alten Disney Film) gewöhnt habe.
Warum ich den Film mit dem Disney Klassiker vergleiche? Weil Tim Burtons Film eine Art Fortsetzung darstellt. Hier geht es um die Rückkehr von Alice in das Wunderland. Sie muss sich daran erinnern was die damals tat. Dabei werde auch Szenen aus dem Disney Film kurz wiederholt, natürlich nun mit dem neuen Look der Charaktere. Das hat mir persönlich gut gefallen. Natürlich vergleiche ich den Film auch mit dem Werke Disneys, weil es halt der bislang bekannteste Film mit der Thematik war.
So wirklich schlecht reden kann ich den Film dann auch nicht. Er hat auch ein paar gute Momente und gute CGI Effekte.

Antwort abgeben


Angemeldet bleiben?
Amazon Prime Unbegrenzter Seriengenuss