2 Kommentare

The Fall

DEINE MEINUNG?


2006

Genre: Abenteuer, Drama, Fantasy

Spieldauer: ~ 111 Minuten

Regie: Tarsem Singh

Cast: Lee Pace, Justine Waddell, Sean Gilder, Catinca Untaru, Kim Uylenbroek, Aiden Lithgow

Kurzbeschreibung: Los Angeles, 1915. Der Stuntman Roy Walker liegt nach einem missglückten Stunt im Krankenhaus. Viel schlimmer als die gebrochenen Beine schmerzt ihn jedoch der Verlust seiner großen Liebe, die ihn für einen anderen Mann verlassen hat. Im Krankenhaus trifft Roy auf die kleine Alexandria. Er beginnt, dem Mädchen eine phantastische Geschichte über fünf mythische Helden zu erzählen, die gemeinsam einen Rachefeldzug gegen den korrupten Gouverneur Odious planen. Je weiter er die Geschichte erzählt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. Doch Roy will ihr die Geschichte nicht zu Ende erzählen - es sei denn, Alexandria stiehlt ihm eine tödliche Dosis Morphium aus dem Medizinschrank...


Filmkommentare (2)


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kurenschaub
20.07.14 - 16:26
etwas zäh - trotz herrlicher Bebilderung beim Film im Film - aber genug toller Ideen inside und in seiner Aufbereitung vom großen Tarsem Singh (dem Regieass von The Cell) auch einzigartig.
Noch dazu spielt die fünfjährige Catinca Untura ihre Rolle als Alexandria entzückend und der phantastische Endspurt im Streifen ist ohne Frage ein heftig bebildertes und einfallsreiches Kunstwerk Leckerlie!

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Filmfreak
18.05.10 - 19:37
Ganze 15 Jahre Zeit kostete es Regisseur Tarsem Singh, seinen zweiten Spielfilm nach „The Cell“ in die Kinos zu bringen. Er arbeitete ganze 4 Jahre an diesem Projekt und reiste dazu in über 18 verschiedene Länder! Unter anderem erforderte diese Geschichte hier eine zehnjährige Suche nach den spektakulärsten und ungewöhnlichsten Drehorten in allen Ecken der Welt um die Geschichte für den Cineasten dann auf die Leinwand zu bringen und was die einmaligen Bilder betrifft, dies tat der Regisseur wehrte Filmfreunde. Es ist unglaublich und fantastisch zu gleich mit was für einer Bildgewalt der Regisseur hier zu Werke ging. Die Bilder in diesem Film sprechen tadellos für sich, so etwas habe ich noch nie gesehen. Aber viele tolle und einzigartige Bilder machen noch lange keinen guten Film und hier musste Tarsem’s Werk bei mir leider ein paar Federn lassen, doch dazu später mehr.
Diesen Film finanzierte Tarsem komplett aus der eigenen Tasche! Sein Plan war, sowohl bei der Story als auch in der Bildsprache komplettes Neuland zu betreten und dies demonstriert er uns hiermit eindrucksvoll.
Er wollte einen Film drehen, wie man ihn bislang noch nicht gesehen hat. Was ich auch sehr interessant fand: Roy Walker möchte eigentlich eine ganz andere Geschichte dem jungen Mädchen erzählen, als er es tut. Doch er muss das Kind mit seiner Erzählung bei Laune halten und so macht er ihr immer wieder Zugeständnisse. Doch wenn er unter Einfluss von Medikamenten steht, wenn er getrunken hat oder die Verzweiflung ihn übermannt, treibt er seine Geschichte in Bereiche, wo das Kind nicht hin möchte…
Die Geschichte, die der verletzte Stuntman dem Kind erzählt, wird in dieser Produktion in den unglaublichsten und vielleicht faszinierendsten Kulissen der Filmgeschichte dargestellt, die man sich vorstellen kann. Teilweise handelt es sich dabei um Naturwunder, teilweise von Menschenhand geschaffene Areale. Besagte Locations sind einer der Faktoren, welche diesen Film grundlegend von anderen Filmen unterscheidet.
Das größte Problem welches Tarsem bei diesem Projekt aber hatte, war Schauspieler zu finden, die bereit waren, über einen Zeitraum von vier Jahren immer wieder zur Verfügung zu stehen und für die Aufnahmen kreuz und quer über den Globus zu reisen. Da verwunderte es Tarsem auch überhaupt nicht, dass er für diese Produktion keinen großen Hollywood-Schauspieler engagieren konnte und selbst wenn, wäre das ein Problem gewesen bei dieser Produktion.
Für die Rolle des Roy Walker konnte er den damals noch unbekannten Lee Pace gewinnen. Auch die anderen Darsteller, die fast alle doppelt besetzt wurden und sowohl eine Rolle in der realen Krankenhauswelt als auch in dem epischen Märchen spielten, waren aus gegebenem Anlass relativ unbekannt, dies tat der Geschichte aber keinen Abbruch bzw. beeinflusste diese nicht negativ.
Die Krankenhausszenen waren die ersten welche bei diesem Film gedreht wurden und dauerten ganze 12 Wochen, danach begann der Mammutdreh mit den Fantasy - Szenen. Außerdem betonte Tarsem immer wieder, dass er aus Überzeugung keine Computereffekte benutze, außer in einigen wenigen Szenen, in denen man moderne Artefakte wie Strommasten und Fernsehantennen nachträglich digital ausradieren musste.
Es erwies sich ebenfalls als Glücksfall alle Krankenhausszenen in exakt chronologischer Reihenfolge zu drehen, denn so konnte Tarsem aktuelle Geschehnisse wie z.B. der Zahnverlust der kleinen Catinca einfach in die Filmhandlung mitintegrieren.

Nun möchte ich aus meiner Sicht zum Hauptkritikpunkt bei diesem Film kommen und zwar geht es um die Inszenierung dieser Geschichte. Nicht die Geschichte an sich habe ich zu kritisieren, nein vielmehr wie diese von Tarsem auf die Leinwand gebracht wurde. Bei einer Laufzeit von 117 Minuten auf BD kam diese mir dann recht langwierig vor, denn Tarsem wählte die Form der Geschichtssprünge um den Handlungsplot immer weiter voran zu treiben, zwischen der realen Welt und der Fantasy - Welt und oftmals waren diese sehr abrupt, sprich der verletzte Roy erzählte sein Märchen der kleinen Catinca, dies geschieht in der realen Welt des Filmes, das Märchen wird aber in dem Kopf des kleinen Mädchens und somit in einer Fantasy - Welt dargestellt. Zwischen diesen beiden Welten gab es die schon erwähnten Sprünge, da Catinca immer wieder zwischendurch etwas belangloses ihren Geschichtenerzähler fragte und man wechselte somit Zeit, Raum und Geschehen. So kam für mich das Märchen leider nie in einer flüssigen Handlung beim betrachten rüber und dies empfand ich dann doch sehr schade und so entstand bei mir das Gefühl, die Geschichte stockt andauernd und gewinnt nicht an Fahrt. Für mich hätte der Film wesentlich besser abgeschnitten, wenn er fließend ohne die Sprünge dargestellt worden wäre. Nichtsdestotrotz ein Film den ich so noch nie gesehen habe. Wem mein genannter Hauptkritikpunkt nichts ausmacht, der kann sich diesen Film sehr gerne einmal ansehen, vor allem auf BD eine Augenweide, denn so etwas hat der Cineast noch nicht gesehen. Ansonsten allen anderen empfehle ich den Gang in die örtliche Videothek zu machen und sich diesen Film erst einmal ausleihen, bevor man sich dazu entscheidet diesen zu kaufen.
Tarsem Singh gelang in jedem Fall ein außergewöhnlicher Film, der auch nach Filmende noch für Gesprächsstoff sorgen dürfte!

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