Tommy
88.3/100

Tommy

FILM • 1975 • 1 Std. 46 Min.


Regie: Ken Russell

Darsteller/-innen: Jack Nicholson, Oliver Reed, Roger Daltrey, Tina Turner, Elton John, Paul Nicholas, Eric Clapton, John Entwistle, Keith Moon, Victoria Russell

Genre: Drama, Fantasy, Musical



Ein kleiner Junge wird Zeuge, wie sein Vater von einem Nebenbuhler erschlagen wird. Der Schock macht ihn blind und taubstumm. Als er ein Jahrzehnt später eine außergewöhnliche Begabung für das Flippern entwickelt, wird er von seinem Stiefvater, also dem Mörder, zum Star aufgebaut und vermarktet...In dem Konzeptalbum "Tommy" von "The Who" wurde erstmals eine zusammenhängende Geschichte dargestellt.Ken Russell machte daraus einen schrill-bunten Film.


Filmkommentare (2)


Beitrag schreiben


8martin
04.06.18 - 18:36
Über die Musik von THE WHO kann man streiten, über das überbordende Tempo und die orgiastische Bilderflut auch, nur der Inhalt ist einzigartig und für eine Rockoper äußerst gewöhnungsbedürftig: ein Bub sieht einen Mord, wird daraufhin blind und taubstumm, wird zum Idol einer ganzen Generation, wird zum Flipper König gegen den Flipper Zauberer Elton John und ist am Ende geheilt. Seine Fans verlassen ihn und schließlich ist Tommy wieder allein, aber glücklich.
Gut, dass der deutschen Fassung eine Inhaltsangabe vorausgeht. Danach nimmt der Film Tempo auf und weder Schnitt noch Akteure, Sound oder Score sind dann noch zu bremsen.
Es hagelt sarkastische Seitenhiebe auf Kirche und Wundergläubigkeit (ein Lourdes Effekt mit Marilyn Monroe), auf Quacksalberei (Jack Nicholson) und Gewalt innerhalb der Verwandtschaft (Onkel Ernie = Keith Moon). Konsumterror und Sektenunwesen feiern fröhliche Urstätt. Durch das wahnsinnige Tempo verliert der Film die Bodenhaftung nimmt den Zuschauer mit auf einen psychodelischen Trip.
Die Promi Riege wird vom Hauptdarsteller Tommy (Roger Daltrey) angeführt. Und alle singen: Mutter (Ann-Margret), Vater (Oliver Reed), auch Prediger Eric Clapton und Acid Queen Tina Turner. Pete Townsend, der musikalische Vater des Ganzen spielt sich natürlich selbst.
Im quietschebunten Ambiente ist auch noch Platz für Gags wie den ‘Wettbewerb der schönsten Beine‘ und Mutters Vollbad in Schokolade, nachdem die Familie zu Wohlstand gekommen war.
Einzelauskoppelungen wie der ‘Pinball Wizzard‘ oder ‘I’m free‘ waren in den Charts recht erfolgreich. Komponist und Regisseur haben sich kongenial ergänzt und ein Zeitdokument der 70er Jahre abgeliefert.

Antwort abgeben

kurenschaub
26.05.10 - 00:18
Eine Rockoper die es in sich hat. Mit den Stars der damaligen Zeit und auch heute noch uneingeschränkt für Liebhaber dieses Genres empfehlenswert. Passierte in den Köpfen der Kultband "The Who" und wurde von Ken Russel herrlich bunt, schräg und beeindruckend inszeniert.

Antwort abgeben