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2 Kommentare

Requiem for a Dream

DEINE MEINUNG?


2000

Genre: Drama

Spieldauer: ~ 102 Minuten

Regie: Darren Aronofsky

Cast: Jared Leto, Jennifer Connelly, Ellen Burstyn, Marlon Wayans, Christopher McDonald, Denise Dowse, Mark Margolis, Ajay Naidu, Marcia Jean Kurtz, Peter Maloney, Abraham Aronofsky, Louise Lasser, Suzanne Shepherd, Samia Shoaib, Joanne Gordon, Sean Gullette, Michael Kaycheck, Chas Mastin, Charlotte Aronofsky, Janet Sarno, Jack O'Connell, James Chinlund, Te'ron A. O'Neal, Aliya Campbell, Brian Costello, Peter Cheyenne, Bryan Chattoo, Eddie De Harp, Abraham Abraham, Scott Franklin

Kurzbeschreibung: Eine Schar von Verlierern: Harry ist ein kleiner Dealer in Brooklyn, immer auf der Suche nach dem nächsten Schuß und voller Hoffnung auf das große Geld. Er und sein Freund Tyrone strecken Heroin und sind auf dem Weg nach Florida, um es dort an den Mann zu bringen. Harrys Freundin Marion bleibt in New York. Sie ist schön, aus gutem Haus - und ebenfalls hoffnungslos süchtig. Mit dem Dealer Big Tim tauscht sie Sex gegen Dope. Harrys Mutter hingegen scheint einen Treffer gelandet zu haben: Sie ist als Kandidatin für ihre Lieblings-TV-Show eingeladen. Bis zu ihrem Auftritt möchte sie mit Hilfe von Appetitzüglern abnehmen. Doch durch ihren Pillenkonsum verliert sie völlig den Kontakt zur Realität...


Filmkommentare (2)


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8martin
14.10.14 - 16:09
Ein großartiger Film, der sich thematisch mit dem Drogenkonsum beschäftigt und außerdem ein Mutter-Sohn Verhältnis schildert. Dabei geht Darren Aronofsky bis an die Grenze des Erträglichen. Mit gekonnter Schneidetechnik und unter Einbeziehung von Zeitraffern (Zegg-Boom-Grrk) wird die Wirkung von Drogen eindrucksvoll dargestellt und durch Wiederholungen dem Zuschauer ins Hirn gehämmert.
Sara Goldfarb (unglaublich Ellen Burstyn) wirft für einen Fernsehauftritt Appetitzügler mit Amphetaminen ein. Ihr Sohn Harry (Jared Leto), ein Junkie träumt davon durch Drogendeals reich zu werden und mit seiner Freundin Marion (Jennifer Connelly) ein Modegeschäft zu eröffnen. Der Titel weist den Weg.
Wir sehen die Abwärtsspirale der Drogies. Mutter und Sohn werden parallel geschaltet. Jeder für sich und doch irgendwie gemeinsam verlieren sie nach und nach die Bodenhaftung: Saras Möbel bewegen sich, Harry spritzt sich in die inzwischen offene Wunde am Arm und Marion muss sich prostituieren. Es treten Wahrnehmungsschwierigkeiten auf, alle drei halluzinieren. Die Zwangsläufigkeit ist erschreckend, vor allem weil von der Normalität ausgegangen wird. In letzter Konsequenz wähnt Sara den TV Moderator in ihrer Wohnung und sich selbst natürlich im Fernsehen. Einweisung und Elektroschocks können die Träumereien nicht beseitigen. Alle drei enden in der Embryostellung, während Mutter und Sohn ein letztes Mal in ihrem jeweiligen Traum entschweben. Sie gedenken noch einmal ihrer Träume, die in Wirklichkeit gestorben sind. Drum der Titel. Wahnsinn!

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kurenschaub
07.08.11 - 19:05
Diesem Psychedelic Drogendrama haftet der Ruf des Verstörens
und der starken Momente an. Das bietet es fallweise auch.
Darren Arnofsky ist der Meisterregisseur von "Black Swan" und "The Wrestler", geht hier aber ganz eigene Wege und verblüfft mit der absolut unkonventionellen Machart, einer teilweise echt gruseligen Bebilderung in einem dunkelgrauen Drogenleidensweg der völlig anderen Art.
Die ältere bereits tief vereinsamte Witfrau Sara (Burstyn) schluckt Amphetamincracks, weil sie bei der kommenden TV Show gut aussehen will. Gleichzeitig ist ihr bereits drogensüchtiger Sohn mit Freund Tyrone (Wyans) am Dealen, um seiner labilen "Schnitte" einen Designerlehrgang angedeihen zu lassen.
Die Plotlinien verlaufen allesamt in der katastrophalen Sucht Sackgasse.
Die letzten 20 Minuten, wenn die bedauernswerte Sara bereits im Krankenhaus unter Brutalohänden zwangsernährt wird und von der Maske zu einem halben Monster hochgeschminkt wird, sind verblüffend hundsgemein, teilweise ekelig und wirklich abgefuckt.
Der Streifen ist bewußt dazu da, um kräftig anzuecken, Grenzen zu überschreiten und dem Zuseher wirklich eines auf den Sender zu geben. Für meinen Geschmack ist der Film bis auf die großartige Ellen Burstyn (Oscarnominierung) nicht gerade überwältigend, mag er durchaus seine künstlerischen Ansprüche haben, frage ich mich doch im Gesamzeindruck:
Was soll das alles und wozu das ganze Affentheater!

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