1 Kommentar

Wild Bill

DEINE MEINUNG?


1995

Genre: Western, Biographie, Action

Spieldauer: ~ 94 Minuten

Regie: Walter Hill

Cast: Diane Lane, Jeff Bridges, Christina Applegate, John Hurt, James Remar, David Arquette, Ellen Barkin, Bruce Dern, Keith Carradine, Dennis Hayden, James Gammon, Robert Peters, Pato Hoffmann, Janel Moloney, Ted Markland, Steve Reevis, Lee de Broux, John Dennis Johnston, Patrick Gorman, Linda Harrison, Karen Huie, Loyd Catlett, Stoney Jackson

Kurzbeschreibung: Im Städtchen Deadwood in South Dakota trifft Wild Bill auf seinen erbittertsten Feind. Ein geheimnisvoller Fremder kündigt an, dass er die Stadt erst verlassen will, wenn Hickok tot ist. Wild Bill findet Trost in den Armen der reizenden Calamity Jane, doch ihn plagt die Erinnerung an die einzige Frau, die er je wirklich geliebt hat. Nun aber könnte diese Sehnsucht seinen Untergang bedeuten. Als Hickok und sein Gegner ihrer letzten Konfrontation entgegen gehen, ist die Bühne bereit für einen dramatischen Höhepunkt, der in der Geschichte des Films seinesgleichen sucht - und der jeden Zuschauer sich am Sessel festkrallen lässt.


Filmkommentare (1)


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8martin
05.07.14 - 17:16
Ein ungewöhnlicher Spätwestern, der beweist, dass das Genre immer noch lebt. Dabei geht es nicht um historische Genauigkeit bezüglich des Lebensendes des Revolverhelden Wild Bill Hickok, sondern nur um den Unterhaltungswert und die damit verbundene Spannung. Beide liegen so im mittleren Bereich, mit einigen Ausschlägen nach oben. Jeff Bridges verkörpert die Titelfigur sehr komplex, d.h. nicht nur ihre heroischen Seiten, sondern auch die Niederungen einer Opiumhöhle. Ein Hauptaspekt dieses Dramas – und das ist nicht genreüblich – sind die Frauen. Eine (Diane Lane) hat er geschwängert, die Figur des gemeinsamen Sohnes Jack wird nach und nach inhaltlich entblättert und sorgt für eine Grundspannung. Die andere, Calamity Jane (Ellen Barkin) ist cool wie Wild Bill, genauso trinkfest, schlagkräftig wie er und himmelt ihn an. Innerhalb des langen finalen Showdowns liefern die beiden eine grandiose, sehr persönliche Szene ab. Sie beginnt mit Liebemachen auf den Saloontisch, musikalisch unterlegt mit ‘John Brown’s Body lies amouldring in the grave‘ und endet mit einer paradoxen Situation und einem unmöglichen Duell zwischen Sohn und Vater. Kleines ‘verbales Sternchen‘ ist ein rassistischer Witz am Rande über ‘Neger‘. John Hurt als Bills Freund dient mit seinen Kommentaren nur der Qualitätssteigerung, Christina Applegate als optischer Aufheller und als dramatischer Anheizer.
Bills unverhofftes Ende überrascht dann doch, weil so lange angekündigt, hinausgezögert und mit ironischen Wendungen versehen. Gut eingebaute Retros in s/w bewusst auf alt getrimmt sind eine stimmungsvolle Ergänzung.
Gute Unterhaltung trotz konventioneller Machart, einem interessantem Plot und großartigen Darstellern. Nicht nur für Westernfreunde.

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