4 Kommentare

Jarhead - Willkommen im Dreck

DEINE MEINUNG?


2005

Genre: Krieg, Biographie, Drama

Spieldauer: ~ 117 Minuten

Regie: Sam Mendes

Cast: Jake Gyllenhaal, Jamie Foxx, Peter Sarsgaard, Lucas Black, Brian Geraghty, Dendrie Taylor, James Morrison, Rini Bell, Scott MacDonald, Kevin Foster, Tom Waite, Katherine Randolph, Damion Poitier, Lo Ming, Craig Coyne, Riad Galayini

Kurzbeschreibung: Nach seiner ernüchternden militärischen Grundausbildung dient Sergant Swoff (Jake Gyllenhaal) als Scharfschütze in den Wüsten des Mittleren Ostens - ohne jeden Schutz vor unerträglicher Hitze und irakischen Soldaten. Swoff und die anderen Marines befinden sich einer brutalen Lage: Aufs Töten gedrillt kämpfen sie in einem Krieg, den sie nicht verstehen - für eine Sache, die sie kaum begreifen.


Filmkommentare (4)


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kurenschaub
17.02.12 - 14:29
eigentlich ein echtes Antikriegsdrama, welches keine Kampfszenen braucht. Anspruchsvoll, nachdenklich und schon beeindruckend, wenn sich die Soldiers "Apocalypse Now" reinziehen.
Und so wird Jake Gyllenhaal und Company das Ballern verwehrt, aber ausharren bis es Krieg gibt, ist auch nicht so einfach!

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Chev
25.09.10 - 01:55
Für manche mag dieser Film irgendwie langweilig wirken, aber ich glaube das gehört einfach zum Film. Dieser Streifen ist mal etwas das ich als Antikriegsfilm bezeichnen würde.

Es wird versucht aufzuzeigen wie langweilig es manchmal wirklich zugehen kann im Auslandseinsatz. Für Soldaten oder Ehemalige ist dieser Film auf jeden Fall ein Muss und man wird sich an einiges zurückerinnern können.
Nicht immer ist alles aufregend und spannend beim Millitär.

Ein kompletter Einsatz und der einzige Schuss der abgegeben wird ist der zur Feier des Endes.

Gut gemacht.

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Filmfreak
30.10.09 - 03:35
Dieses Kriegsdrama aus dem Jahre 2005 basiert auf dem Buch von Anthony Swofford, diese Person wiederum wird in diesem Film von Jake Gyllenhaal eindrucksvoll dargestellt. Anthony Swofford ist heute Journalist & Buchautor, er zwar zum Zeitpunkt des Zweiten Golfkriegs Anfang 20 und nahm als Scharfschütze besser gesagt als sog. Scout-Sniper (Kundschafter-Scharfschütze) der US Marines an den Kämpfen im Irak teil.
Er erlebte am eigenen Leib die Gräuel des Krieges. Die Erinnerungen an diese Zeit verarbeitete Swofford in seinem autobiographischen Bericht Jarhead der erstmalig 2003 in den USA erschien.

Was bedeutet das Wort Jarhead eigentlich?
Übersetzt man es sinngemäß, dann heißt es Marineinfanterist, ein veralteter Begriff ist Seesoldat. Neben dem Begirff Leathernecks (Ledernacken) und auch Devil Dogs (Teufelshunde) bezeichnen sich die Mitglieder der United States Marine Corps so.
Mit dem Ausdruck Jarhead wird die Ansicht verdeutlicht, dass der Kopf eines Marines wie ein leeres Marmeladenglas ist, das während der Ausbildung gefüllt und danach verschlossen wird.

Bei diesem Kriegsdrama von Sam Mendes befinden sich die Protagonisten und der Cineast im Jahre 1990 bei dem der damalige irakische Präsident Saddam Hussein mit dem Einmarsch seiner Truppen in Kuwait den Zweiten Golfkrieg auslöst und dann kommen die Amerikaner in's Spiel. Die Eingangsszene erinnert sehr stark an Stanley Kubricks Full Metal Jacket.
AmanRu bringt es in seiner Rezension schon relativ genau auf den Punkt um welche Dinge es sich bei diesem Film aus der Sicht des Scout Sniper Swofford handelt, auch die grausige Szene des Highway of Death bleibt ihm und seinen Kameraden nicht erspart. Doch wer jetzt auf einen actiongeladenen Kriegsfilm hofft ist nun fehl am Platze, dies wollte der Regisseur mit diesem Werk nicht vermitteln. Es kommt zwar ein wenig Action vor, doch hält diese sich in Grenzen, es geht vielmehr um das verarbeiten gewisser brutaler Situationen für die einzelnen Marinemitglieder bei diesem Irakkrieg und wie dann jeder Einzelne damit fertig wird und umgeht. Trotzdem ist dieser Film hervorragend inszeniert, es wurden hierbei packende und ergreifende Bilder von der Kamera eingefangen.
Viele Kritiker lobten die schauspielerische Leistung von Jake Gyllenhaal hervor, wie auch dies schon AmanRu in seiner Rezension anmerkte, dem kann ich mich nur anschließen, aber auch ein Jamie Foxx konnte in seiner Rolle des Ausbilders der Sniper überzeugen.
Nicht oft fängt ein Film exakt ein, wie es war, diese Person an jenem Ort und zu jener Zeit zu sein, doch Jarhead tut es wehrte Filmfreunde!
Hier wird ein ungewöhnlicher Kriegsfilm dem Zuschauer präsentiert, der gänzlich ohne Blut auskommt, aber von hoher suggestiver Kraft ist und am Ende wahrhaft apokalyptisch daherkommt.
In Deutschland wurde dieser Film von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat "wertvoll" ausgezeichnet und dies vollkommen zu Recht meiner Meinung nach.
Für die Hauptrolle waren ursprünglich Leonardo DiCaprio & Tobey Maguire in Betracht gezogen worden.
Auch ich kann diesen doch relativ ungewöhnlichen Kriegsfilm mit der etwas anderen Perspektive jedem Filmfan empfehlen, daher gibt es von mir ebenfalls 4 von 5 Sternen dafür!

Dies ist mein Gewehr.
Es gibt viele wie dieses, aber dieses ist meins.

Mein Gewehr ist mein bester Freund. Es ist mein Leben.
Ich muss es meistern, so wie ich mein Leben meistern muss.

Mein Gewehr ohne mich ist nutzlos.
Ohne mein Gewehr bin ich nutzlos.

Ich muss mein Gewehr richtig abfeuern.
Ich muss besser schießen als mein Feind, der versucht, mich zu töten.
Ich muss ihn erschießen, bevor er mich erschießt. Das werde ich...

Mein Gewehr und ich wissen, was in diesem Krieg zählt.
Es sind nicht die Patronen, die wir abschießen, das Geräusch unseres Feuerstoßes, noch der Rauch den wir machen.
Wir wissen, dass es die Treffer sind, die zählen. Wir werden treffen...

Mein Gewehr ist menschlich, so wie ich, weil es mein Leben ist.
Daher werde ich es kennenlernen wie meinen Bruder.
Ich werde seine Schwächen, seine Stärken, seine Bauteile, sein Zubehör, sein Visier und seinen Lauf kennen lernen.

Ich werde es immer schützen gegen das Wüten des Wetters und Schaden.
Ich werde mein Gewehr sauber und bereit halten, so wie auch ich sauber und bereit bin.
Wir werden Teile voneinander werden. Das werden wir...

Diesen Schwur leiste ich vor Gott.
Mein Gewehr und ich sind Verteidiger meines Landes.
Wir sind die Meister meines Feindes.
Wir sind die Retter meines Lebens.
So sei es, bis es keinen Feind mehr gibt, sondern Frieden!

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AmanRu
16.08.08 - 21:57
Sam Mendes präsentiert dem Zuschauer mit "Jarhead - Willkommen im Dreck" einen Kriegsfilm gegen die Iraker, der sich gewaschen hat. Dieser Film öffnet die Augen, anstatt sie blindlinks zu schließen und sich nur auf Militär verherrlichende Propaganda zu konzentrieren.

Der große Einsatz der Soldaten ist gar nicht so groß, wenn man bedenkt, das sie fast ein halbes Jahr auf die Freigabe warten mussten. Vorher wurde Papierkrieg geführt, es geht doch um das kostbare Öl, hier muss genau verhandelt werden. Die Soldaten drehen in der Hitze langsam aber sicher durch, viele bekommen Nachrichten von ihren Frauen, das ihr altes Leben mehr oder weniger in dieser Form nicht mehr besteht. Alleine und voller Angst sind die Soldaten nun schon vor Kriegsbeginn seelisch geschwächt.

Jake Gyllenhaal ist für mich ein schauspielerisches Naturtalent, in Donnie Darko verkörpert er einen scheinbar psychisch kranken Jungen, in Jarhead dann den taffen Sergant Swoff und später in Brokeback Mountain einen homosexuellen Cowboy. Das muss ihm erstmal einer nachmachen.

Jarhead empfehle ich Filmfans des Gernes Krieg und hintergründiger Politik. Er ist interessant und actionreich, eine Mischung die ich mir auch bei "Von Löwen und Lämmern" gewünscht habe, der sich allerdings mehr auf das politische konzentriert hat, als auf die letzendlichen Leidträger, die Soldaten. Aus dem Umkehrschluss heißt es dann für Jarhead, das dort zu 100% der Soldateneinsatz gezeigt wird und die Politik mehr in den Hintergrund rutscht in Form von Dialogen.

4 - Sehenswert

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