2 Kommentare

Persepolis

DEINE MEINUNG?


2007

Genre: Krieg, Zeichentrick, Biographie, Drama

Spieldauer: ~ 94 Minuten

Regie: Vincent Paronnaud, Marjane Satrapi

Cast: Catherine Deneuve, Gena Rowlands, Iggy Pop

Kurzbeschreibung: Marjane ist acht Jahre alt, als der Schah aus dem Iran vertrieben wird und die Mullahs die Macht an sich reißen. Fortschritt und Freiheit bleiben auf der Strecke, als im Zuge der islamischen Revolution Tausende im Gefängnis landen und Frauen gezwungen werden Kopftücher zu tragen. Doch die rebellische Marjane denkt gar nicht daran, sich dem rigiden Regelwerk zu unterwerfen. Viel lieber entdeckt sie Punk, ABBA und Iron Maiden und macht erste Erfahrungen macht Jungs. Sie ahnt nicht, dass ihr spielerischer Protest gefährlich ist - nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familie...


Filmkommentare (2)


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8martin
03.02.19 - 10:12
Mit dem symbolischen Titel hat die iranische Regisseurin wohl bewusst die alte persische Hauptstadt gewählt, einen Ort, der eine bewegte Geschichte hatte: Blütezeit und Zerstörung. In klaren, holzschnittartigen Bildern erfahren wir mehr über die letzten zwei Jahrzehnte dieses lange vor unserer Zeit blühenden Landes als in allen iranischen Filmen zusammen. Eine durchaus amüsante Schilderung, über die wir gemeinsam mit liberalen Iranern lachen können. Die Sprache ist locker und frech, besonders die der kleinen Marji, eines kleinen Mädchens, das zur jungen Frau heranwächst, Erfahrungen im Ausland sammelt und zurückkehrt. Es ist eine kritische Aufarbeitung der Zeitgeschichte mit revolutionären Umstürzen (Schah, Ayatollahs etc) und sozialen Veränderungen. Hierbei wird nicht übertrieben, sondern in durchaus realistischen Szenen die jeweilige Wirklichkeit dargestellt. Und dadurch erhält der Film eine überregionale, zeitlose Bedeutung: Überleben in einem totalitären Polizeistaat. Persönliche Integrität gilt als Maxime für Marji. Und auch der liebe Gott hat seinen Auftritt ebenso wie die Beschreibung des Weihnachtsmannes als rotgekleideter Cola-Knecht.
Die leibfeindliche Ideologie wird besonders beim Studium der darstellenden Künste lächerlich gemacht. Bedenkt man die Entwicklung im Nahen Osten wird der Film noch lange eine wegweisende Bedeutung behalten. Nicht nur als Entwicklungs- und Bildungsfilm oder als Appell für Zivilcourage sondern auch als Beispiel eines Integrationsversuches in einer globalen Welt. Als Kontrast sind die wenigen Darstellungen von freien Gesellschaftsformen farbig, sonst herrscht knallhartes s/w. Den muss man einfach gesehen haben!

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kurenschaub
18.09.10 - 14:41
Es gibt keine Freiheiten und keine westliche Orientierung mehr, der Tag an dem die Mullahs an die Macht kamen, machte der Fortschritt einen Rückschritt.
In sehr schlichten Zeichentrickbildern erzählt dieser Film durchaus unterhaltsam die Geschichte der kleinen Marjane, welche nach
der Stürzung des Schahs rein gar nicht kapieren will, was da so läuft. Statt der Rebellion im großen gewünschten Schweigen zuzusehen, wie Unmengen Regimegegner in Gefängnissen landen oder exekutiert werden, geht Marjane ihren eigenen Weg.Sie entdeckt Abba und Iron Maiden und den Punk.
Ein brandgefährliches Spiel im nun beinahe steinzeitlichen Iran.
Nicht besonders spannend, aber special für Kids lehrreich und klug.

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