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1 Kommentar

Frozen River

DEINE MEINUNG?


2008

Genre: Drama, Krimi

Spieldauer: ~ 97 Minuten

Regie: Courtney Hunt

Cast: Melissa Leo, Mark Boone Junior, Charlie McDermott, Misty Upham, Rajesh Bose, James Reilly, Gargi Shinde, Jay Klaitz

Kurzbeschreibung: Pünktlich zum Weihnachtsfest muss Ray Eddy einsehen, dass ihr spielsüchtiger Mann nicht von seiner aktuellen Eskapade wiederkehren wird. Ebenso verschwunden sind sämtliche Ersparnisse und damit die Chance, der Tristesse des Trailerparks an der amerikanisch-kanadischen Grenze zu entkommen. Den Familienwagen findet die zweifache Mutter dennoch wieder, gerade als die Mohawk Lila das Vehikel stehlen will. Das erste Treffen der beiden Frauen endet brüsk. Doch dann kehrt die verzweifelte Ray zurück, um auf einen waghalsigen Deal einzusteigen: Gemeinsam mit Lila schmuggelt sie im Kofferraum illegale Einwanderer über einen zugefrorenen Grenzfluss. Den Lohn dafür hat sie bitter nötig, will sie weiterhin für ihre Kinder sorgen können. Und so lässt sich Ray auf weitere Passagen und damit ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei ein...


Filmkommentare (1)


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Kiddow
12.11.10 - 02:47
Sehr bewegend, sehr real, sehr still, sehr spannend, sehr gut = sehr sehenswert!
Ray Eddy (Melissa Leo) hat es nicht leicht....ihr Mann ist spielsüchtig und samt der Ersparnisse für das neue Eigenheim abgehauen....ihr kleiner Sohn hat große Wünsche zum anstehenden Weihnachtsfest....ihr großer Sohn ist durcheinander, kein Wunder bei dem was so passiert in der Familie....ihr Chef ist ein Vollidiot.....und das Geld reicht hinten und vorne nicht. Durch Zufall lernt Ray die Mohawk Lila (Misty Upham) kennen und mit ihr gemeinsam schmuggelt sie Illegale Einwanderer über den gefrorenen Fluss ....ein gefährliches Unterfangen, das aber einiges an Kohle einbringt....vielleicht klappt es dann ja doch noch mit dem Eigenheim? Oder bricht das dünne Eis doch vorher noch in sich zusammen....
Es ist nun nicht so, dass Ray sofort Feuer und Flamme für dieses Wagnis war, aber die Verzweiflung siegte über das Gewissen und man kann es ihr nach empfinden, denn schließlich hat sie alleine zwei Kinder zu versorgen. Auch die Zusammenarbeit zwischen Ray und Lila lief nicht von Anfang an glatt, aber im Laufe der Zeit hat sich zwischen den beiden Frauen fast so eine Art Freundschaft entwickelt. Auch Lila hat es nicht sonderlich leicht, denn schließlich hat man ihr den einjährigen Sohn weg genommen und Lila versucht so viel Geld wie möglich bei Seite zu legen, um dann vielleicht eines Tages zusammen mit ihren Kind ein gutes Leben zu haben.
Zwei Mütter, die eigentlich sehr verschieden sind, aber dennoch viel gemeinsam haben, wagen sich auf ein sehr dünnes Eis....
Die Kulisse ist sehr trist, das Wetter ist spürbar kalt und auch wenn scheinbar nicht viel passiert, bleibt der Film durchweg spannend. Das liegt vor allem an der sehr guten Story, sowie auch an der Darstellung der zwei Protagonistinnen, Glanzleistung von beiden Frauen. Allerdings würde ich diesen Film nicht unbedingt als Thriller bezeichnen, viel mehr ist es ein Drama mit sozialen Aspekt, welches sehr viele Emotionen hervorruft. Die Thematik Menschenhandel steht hier im Vordergrund, genauso wie Freundschaft. Der Film zeigt ein anderes Amerika, ein sehr reales, jenseits von Hollywood, nah an der Grenze zu Kanada. The American Way of Life ist eben in diesem großen Land überall ein wenig anders.....hier lebt man in Trailerparks und hält sich mit Mühe und Not über die Runden....
Der Film ist auf jeden Fall empfehlenswert und überzeugt durch die Thematik, die Inszenierung und die Darsteller, auch wenn er auf leisen Sohlen daher kommt und durch eine eher ruhige Erzählweise über die Laufzeit führt, bleibt der Film durchweg interessant und gibt dem Betrachter einen guten Einblick in das Leben dieser zwei Frauen, die für ihre Familien kämpfen.

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