1 Kritik   1 Kommentar

Populärmusik aus Vittula

DEINE MEINUNG?


2004

Genre: Komödie, Drama

Spieldauer: ~ 100 Minuten

Regie: Reza Bagher

Cast: Björn Kjellman, Niklas Ulfvarson, Max Enderfors, Andreas af Enehjelm, Tommy Vallikari

Kurzbeschreibung: Im tornedalischen Pajala, in der nördlichsten Ecke Schwedens, ist das Leben so rau wie die Einwohner selbst. Furchtlose Elchjäger, unermüdliche Holzfäller, mutige Flößer, schweigsam, störrisch und von enormer Körperkraft. Sechzehnender, Trinkgelage, Saunawettbewerbe und Fingerhakeln stehen hoch im Ansehen. Wer hier seinen Mann nicht steht, für den gibt es nur ein verächtliches Schimpfwort: Knapsu, das Synonym für alles Unmännliche und Verweichlichte.Das Herz der Urwüchsigkeit liegt im Stadtteil Vittula. Hier träumen die verschworenen Freunde Matti und Niila in den 60er Jahren von der großen Welt, von Südschweden, Stockholm, Paris... und China, das am Ende der Straße liegen soll, die aus Vittula hinausführt. Bis eines Tages eine Beatles-Single in ihr Leben platzt: Rockn Roll Music, ein Urknall, die mitreißende, unwiderrufliche Verheißung der Freiheit.Musik jedoch ist geradezu der Inbegriff von knapsu, jedenfalls wenn sie in nüchternem Zustand gespielt wird. Aber Matti und Niila bleiben hartnäckig. Mit Greger, dem neuen Musiklehrer aus Südschweden, kommt die lange ersehnte Chance. Denn Greger schlägt die Vittulaner mit ihren eigenen Ritualen und macht das Undenkbare möglich: Eine Rockband in Pajala. Matti und Niila sind wild entschlossen, sich diese Chance nicht entgehen zu lassen, den Schmähungen der Schulkameraden und den Prügeln von Niilas Vater zum Trotz...


Filmkommentare (1)


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kurenschaub
06.08.13 - 11:58
Eine wahrlich schräge Komödiengroteske mit nicht immer sehr gustiösen Bildern versehen und dennoch enorm gut bebildert.
Schweden in den Sixties und in der tiefsten Hinterwäldlerlandschaft mit all den skurillen Gestalten ( steil aussehender Hausierer, der die Jungs nur ein wenig ausgreifen will und sie in seiner Waldhütte auf eine halluzinierende Drogencocktailreise schickt, die Oma, welche aus dem moosbedeckten Erdreich
auf einer Dämmerlichtung wieder zum schaurigen Leben erwacht und der von Matti und Nilla (den beiden Pubertierenden) kurzum der Schwanz abgeschnitten wird (des Hausierers fleischgewordener Vamp hat`s so empfohlen!)
Nach den Dauerschlägen vom rabiaten, bocksturen Vater haut man dem selbst mal eine oder mehr ordentlich in die Fresse. Die Boys werden flügge!
Und dann kommt da noch der Rock`n Roll daher, in Form eines flippigen, gar nicht so recht ins stockkonservative Schulsystem passenden Musiklehrers, der schneller Rad fährt als der Schulbus und der
den Youngsters die E Gitarre und den Verstärker dazu schmackhaft macht -
bald gibt`s eine echte Rockband in Pajala, der Sänger der Band macht Sex mit seinem ersten gut aussehenden Girlie Groupie usw. - als er aussteigt, gibts Born to be Wild nur mehr instrumental - ein echter Feger zwar, aber ohne Gesang - die Farce endet irgendwo auf einem Sechstausender, wo der Matti nun im Bergsteiger Outfit flach am Bauch liegend seine Zunge tief in den uringetränkten Eisschnee steckt, der mittlerweile Dreißigjährige hat einfach großen Durst - ganz ordentlich durchgeknallt diese 100 Minuten.

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