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Schiffsmeldungen
82.1/100

7 Bewertungen

Schiffsmeldungen

FILM • 2001 • 1 Std. 51 Min.


Regie: Lasse Hallström

Darsteller/-innen: Kevin Spacey, Cate Blanchett, Rhys Ifans, Robert Joy, Pete Postlethwaite, Scott Glenn, Julianne Moore, Judi Dench, Jason Behr, Larry Pine, Gordon Pinsent

Genre: Drama, Romanze



Nach dem Unfalltod seiner Frau Petal, die sich schon immer mehr um Drinks und ihre Liebhaber, als um Ehemann und Tochter Bunny gekümmert hat, ist Quoyle wieder der scheue Einzelgänger, der überall unbeachtet bleibt. Zu tief sitzt der Schmerz, nachdem er erfahren musste, dass Petal nicht nur ihn verlassen, sondern auch Bunny an eine Adoptionsagentur verkaufen wollte. Doch da taucht plötzlich seine resolute Tante auf und überredet ihn, ein neues Leben im Land seiner Vorfahren zu beginnen - auf Neufundland vor der Küste Kanadas. In dem winzigen Fischerort Killick-Claw findet Quoyle zunehmend zu sich selbst und nimmt zum ersten Mal im Leben sein Schicksal selbst in die Hand. Er findet Freunde und aus der Zuneigung zwischen ihm und der Kindergärtnerin Wavey Prowse erwächst langsam eine zarte Liebe. Doch bevor es für die beiden eine gemeinsame Zukunft gibt, müssen er und Wavey sich den Dämonen der Vergangenheit stellen...


Filmkommentare (2)


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kurenschaub

kurenschaub


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03.11.13 - 10:17
Schöne Bilder und Kevin Spacey als Loser Quoyle zusammen mit Julianne Moore als Wavey in guter Form.
Eine Tragikkomödie mit viel Herz und Gefühl und von Lasse Hallström feinfühlend umgesetzt.
Diese Verfilmung steht dem mit dem Purlitzer Preis ausgezeichneten Roman von E.Annie Proulx kaum um was nach und ist sehenswert.

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8martin

8martin


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30.01.13 - 13:45
Dieser Film gehört zu den besten Feel-Good-Movies aller Zeiten - nicht nur wegen der Handlung. Da wurde der Roman von Annie Proulx sinngemäß in wunderschöne Bilder umgesetzt und die örtliche Atmosphäre vom Leben am Rande der Welt vortrefflich eingefangen. Man merkt, dass hier sogar der spröde Charme der Einheimischen sprühen kann. Es gibt jede Menge skurriler aber liebenswürdiger Typen. Auch die im Roman beschriebenen Phänomene von Geistern und mystischen Zeichen werden in unvergessliche Bilder gefasst, wie z.B. das festgebundene Haus. Immer nur so wohl dosiert, dass man sie fast glauben kann. Träume und Albträume verdeutlichen Gefühle. Neben der rührenden Vater-Tochter Beziehung kommt noch in der Retrospektive eine erschreckende Familiensaga hinzu und eine überzeugende Liebesgeschichte. Es ist rührend gemacht, wie nach enttäuschter Liebe erneut Zutrauen gefasst wird. Außerdem gibt es ironische Einblicke in den Lokaljournalismus und die Umweltproblematik. Die Darstellerriege ist ausnahmslos großartig. Erwähnt sei nur Kevin Spacey als liebender Vater, der fast im Grenzbereich warmherziger, schlichter Einfalt anzusiedeln ist oder Judi Dench als herb-herzliche aber richtungsweisende Tante, die vom Schicksal arg gebeutelt wurde. Auch der Kurzauftritt von Cate Blanchett als herzloses, flatterhaftes Flittchen ist beeindruckend, sowie Julianne Moore als zurückhaltend-feinfühlig Mutter, die verwundete Männerseelen auffangen kann.
Die Vergangenheit wird anrührend in die Gegenwart mit eingebunden und von einer ohrwurmartigen Melodie begleitet verschaffen die fantastischen Bilder das ultimative Filmvergnügen.

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