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Five Minutes of Heaven
86.3/100

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Five Minutes of Heaven

FILM • 2009 • 1 Std. 30 Min.


Regie: Oliver Hirschbiegel

Darsteller/-innen: Liam Neeson, James Nesbitt, Barry McEvoy, Lalor Roddy, Richard Dormer, Anamaria Marinca, Juliet Crawford, Conor MacNeill

Genre: Drama, Krimi, Thriller



Nordirland: Alistair hat als junger Mann Jimmy vor den Augen von dessen jüngerem Bruder Joe getötet. Er hat dafür Jahre im Gefängnis verbracht und ist ein völlig anderer Mensch geworden. 25 Jahre später will man ihn in einer Fernsehsendung zu einem Gespräch mit Joe bewegen. Die beiden Männer kämpfen jeder auf seine Art mit den Schatten der Vergangenheit.



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8martin

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22.09.19 - 12:26
Genauso lange will Joe (James Nesbitt), der Bruder des von Alistair Little (Liam Neeson) erschossenen seine Rache auskosten. Er hat als einziger vor über 30 Jahren als kleiner Bub den Mord mit ansehen müssen. Jetzt ist von einem TV Sender ein Treffen der verfeindeten Männer arrangiert. Wir sind in Irland! Alistair Little hat für seine Tat im Gefängnis gesessen und hat seine jugendliche Verblendung verarbeitet, sein Unrecht eingesehen. Er wird aber weiterhin von traumatischen Bildern verfolgt. Joe hingegen will nur Rache mit einem Messer in der Tasche.
Regisseur Hirschbiegel konzentriert sich auf die Hintergründe der Tat. Er seziert die Stimmungslage der Jugendlichen. Erwähnt menschliche Probleme im Entwicklungsstadium und bietet einen spannenden Plot. Die Gegner Alistair und Joe bereiten sich auf die Aussprache vor. Hier treten eine Taube und ein Falke gegen einander an. Versöhnung ausgeschlossen.
Als Katalysator sieht das Drehbuch die russische Assistentin Vika (Annamaria Marinca) vor. Während sich die Kontrahenten vorbereiten, gibt sie Joe wichtige Infos über den Menschen Alistair. Den Kampf, der in seinem Inneren tobt, beendet er, indem der Vater von zwei Kindern abreist. Retros zeigen die Vorwürfe seiner Familie, besonders die seiner Mutter, die ihn für den Tod des Bruders verantwortlich macht. Für beide ist der Kreis noch nicht geschlossen. Alistair verabredet sich mit Joe in dessen verfallenem Elternhaus. Voller Hass prügeln sie sich bis zur Bewusstlosigkeit. Mit letzter Kraft erläutern sie ihre Beweggründe. Alistair wollte anerkannt werden, zieht jetzt aus der Gegend weg und bittet Joe ihn für tot zu halten. Der geht in eine Selbsthilfegruppe und erkennt, dass nun seine wichtigste Aufgabe ist, ein guter Vater für seine Töchter zu sein.
Ein spannend gemachter Film, der gut geeignet ist, in Schulen gezeigt zu werden, weil er das demnächst wieder aktuelle Thema Irland – Nordirland (Backstop) von der menschlichen Seite her beleuchtet und Lösungen aufzeigt. Wertvoll!

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