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Barton Fink
79.8/100

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Barton Fink

FILM • 1991 • 1 Std. 54 Min.


Regie: Joel Coen

Darsteller/-innen: John Goodman, Richard Portnow, John Mahoney, Frances McDormand, Judy Davis, Tony Shalhoub, Jon Polito, John Turturro, Steve Buscemi, Christopher Murney, Michael Lerner

Genre: Drama, Mystery, Thriller



New York, 1941: Der naiv-idealistische Drehbuchautor Barton Fink hat am Broadway einen großen Hit gelandet. Nun wird Tinseltown auf ihn aufmerksam. Mit dem Drehbuch-Auftrag für einen Ringer-Film in der Tasche lässt Barton den Großstadt-Smog hinter sich, um Filmruhm in Hollywood zu erlangen.Eigentlich hat L.A. das perfekte "Barton-Fink-Feeling". Doch Barton hat eine Schreibblockade! Als er die Hilfe der talentierten Assistentin Audrey und seines liebenswürdigen Zimmernachbarn Charlie Meadows in Anspruch nimmt, entdeckt Fink schnell, dass sich hinter den Quellen seiner Inspiration wahre Abgründe auftun...


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8martin

8martin


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19.05.15 - 19:22
Diese Groteske ist kohlrabenschwarz und trägt die typischen Merkmale der Coen Brüder: urplötzlich schlägt eine surreal anmutende Situation tarantinomäßig in ein blutiges Gemetzel um. Eine blutüberströmte Leiche findet man auch nicht jeden Tag in seinem Bett. Zumal Audrey (Judie Davis) Barton beim Schreiben hätte helfen könnte. Gerade dieser Aberwitz zeichnet die Coens aus. Hier kommt noch hinzu, dass manche Figuren – z.B. der Boss der Filmgesellschaft Michael Lerner (Jack Lipnick) - eine gelungene Karikatur aus der Wirklichkeit sind oder ganz untypisch für ‘Monk‘ ein überaus lockerer Produzent Ben Geisler (Tony Shalhoub). Man kennt sich halt aus im Gewerbe. Die Spannung kommt nicht nur aus der Kanone oder vom unerklärten Feuer des brennenden Hotels, sondern vom vermeintlichen Wissen, das sich als Fehleinschätzung erweist oder gar bis zum Ende offen bleibt (Inhalt des Pakets! ‘Sieben‘ lässt grüßen). Dreh- und Angelpunkt ist Barton Fink (erstaunlich John Turturro von der Frisur bis zur Figur), der ein Drehbuch schreiben soll mit bewusst plattem Inhalt. Es spricht für den Ideenreichtum dieses Drehbuchs, dass der Studioboss als General ausstaffiert wird (Amerika steht im Krieg mit Japan), der Butler ein hirnloser Speichellecker ist und belegt die ringförmige Gestaltungkraft der Macher, wenn Barton nachdem er den ganzen Film ein Foto an der Hotelwand angeschaut hat, am Ende die Schöne am Strand trifft. Das ist die Coen-Mischung: überraschende, blutige Schocker neben erheiternden Szenen. Knalliges Kino!

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