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1 Kommentar

Im Namen des Vaters

DEINE MEINUNG?


1993

Genre: Biographie, Drama

Spieldauer: ~ 128 Minuten

Regie: Jim Sheridan

Cast: Emma Thompson, Tom Wilkinson, Pete Postlethwaite, Daniel Day-Lewis, Jamie Harris, Sean Lawlor, Saffron Burrows, Anthony Brophy, Corin Redgrave, Mark Sheppard

Kurzbeschreibung: Belfast 1974: Der junge Gerry Conlon hat Probleme mit der IRA und wird von seinem Vater aus Sicherheitsgründen nach London geschickt. Dort genießt er das freie Leben in vollen Zügen, bis bei einem Attentat mehrere Menschen getötet werden. Als Ire gehört Gerry zu den Verdächtigen, die Polizei nimmt ihn fest. Obwohl unschuldig wird er solange gefoltert, bis er ein Verbrechen zugibt, was er nie begangen hat. Gerry und sein Vater werden zu 30 Jahren Haft verurteilt. Mit der Vollstreckung dieses Urteils beginnt ein fast aussichtsloser Kampf gegen die Justiz...


Filmkommentare (1)


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wrachris
25.01.17 - 16:50
Es ist zwar schon etwas her als ich diesen Film das letzte Mal gesehen habe, jedoch ist dies mMn ein Film bei dem die Bilder für Ewigkeiten im Kopf bleiben. Hier wird die Willkür der Exekutive und der Legislative dramatisch dargestellt. Um einen Anschlag in England zur Beruhigung der Bevölkerung schnellstmöglich aufzuklären wird hier der Ire Gerry (ein Kleinkrimineller) und sein Vater wissentlich zu unrecht verhaftet und ein Geständnis aus Ihnen herausgefoltert. Zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, schon einmal die ein oder andere aktenkundige Blödsinnigkeit gemacht, bei Demos unangenehm aufgefallen- und Schwupps hat man schon einen Täter gefunden und ist an der rechtmäßigen Aufklärung des Falles schon garnichtmehr interessiert. Der Vater wird zum Komplizen und andere weitschichtige Verwandte (ich glaube hier war es eine Tante bei der Gerry mal gewohnt hatte) wird zur Bombenspezialistin.

Während Gerrys Vater im Knast schön langsam gesundheitlich verfällt, beginnt schön langsam Gerry für die Freilassung zu kämpfen.

Für mich ein bildgewaltiges, gut gespieltes und mit einem TOP Soundtrack (Bono, Jimi Hendrix, Sinead o Connor) versehenes Werk über Willkür, Ungerechtigkeit und Familiengeschichte im Rahmen einer höchst verunsicherten Gesellschaft.

Schon fast aufgrund der schauspielerischen Leistung von Daniel Day Lewis und dem begleitenden Soundtrack für mich ein hoch interessantes und emotional fesselndes Filmerlebnis.
Wie weit Freud und Leid beisammen sein können - das wird hier anschaulich dargestellt.

Super (und 1994 für 7 Oscars nominiert).

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