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1 Kommentar

Rom, offene Stadt

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1945

Genre: Krieg, Drama

Spieldauer: ~ 93 Minuten

Regie: Roberto Rossellini

Cast: Harry Feist, Anna Magnani, Maria Michi, Marcello Pagliero, Nando Bruno

Kurzbeschreibung: Rom 1944: Hunger und Angst beherrschen die Stadt. Razzien, Verhaftungen und Folter durch die SS sind an der Tagesordnung. Mit gnadenloser Härte verfolgen die Faschisten jeden kleinsten widerstand gegen die Deutschen. Und trotz allem steht für Pina ein großer Tag bevor. Morgen wird sie ihren Verlobten Francesco heiraten. Doch der heimliche Widerständler Francesco wird am Hochzeitsmorgen von der SS verhaftet. Wahnsinnig vor Angst läuft Pina ihm hinterher und wird erschossen. Francesco gelingt zwar die Flucht vor der SS, nicht jedoch vor seinen Verrätern.


Filmkommentare (1)


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kurenschaub
30.11.10 - 13:33
Rom, so um 1944. Die Faschisten sind in der Stadt, es gibt jede Menge Verhaftungen, Verrat und Folter.
Pater Don Pietro ist auf der Seite des Widerstandes (Aldo Fabrizi), genau so wie die schwangerne Pina (Anna Magnani), die mitten auf offener Straße von SSlern erschossen wird und ihr kleiner Bub völlig geschockt es mitansehen muß.
Wir haben es hier mit einem sehr ernsten und glaubwürdigen Film zu tun, der den italienischen Überlebenskampf gegen die deutschen Nazi Besatzer in Rom zeigt.
Ja Rosselini und seine beiden Drehbuchautoren (eine davon ist Fellini) kennen keine guten Italiener und schlechte Deutsche.
Sondern nur Schweine und Aufrechte, die ohne viel Damm Damm
das Wahre zu tun bereit sind.
Deshalb ist "Roma, citta`aperta" auch ein Propagandafilm, der konkret auf das Gute und dem Idealismus im Menschen vertraut.
Eigentlich weiß niemand von uns was 100% was in Ordnung ist und was nicht, aber wenn es drauf ankommt, hat man so zu handeln, das es heldenhaft und im Charakter unerschütterlich ist.
Als der fiese Gestapo Boß Bergmann (Harry Feist) seinen "Aufständischen" gnadenlos einer Gewalt Folter Tortur unterzieht, ist das mehr als grausam.
Dieses Schlächtertum, das der SS in ihren Grundzügen so eigen wahr, kommt hier im düsteren Schwarz Weiß ekelerregend
zum Ausdruck und fast erschreckt man darüber, auch ein wenig Mitleid mit diesen rücksichtlosen und verblendeten Nazischergen zu haben, die unter dem arischen Traum der Herrenrasse " denn sie wissen nicht, was sie tun - ihre Pflicht erfüllen"!
"Es ist nicht schwer gut zu sterben, aber es ist schwer gut zu leben" offenbart uns der zum Tode verurteilte Priester Don Pietro auf seinem Weg zur Exekution und spricht damit die Grundhaltung des ganzen dunkelgrauen Filmes aus.
Keine leichte Kost!

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