HIDE

Jules und Jim

Amazon IMDb



User-Kritiken



Filmkommentare (2)


Beitrag schreiben


8martin

8martin


FILME
1.396

NEWS
3

FORUM
0
16.06.18 - 20:27
Eine amüsante Dreiecksgeschichte, die Francois Truffaut hier inszeniert hat. Mit leichter Hand ohne jegliche sexuelle Schwulitäten. Die Figuren schweben fast supra substantiell über dem Boden der Wirklichkeit. So als seien sie nicht von dieser Welt. Dabei reden sie nur vom Thema Nummer eins! Und tun es auch abwechselnd. Auch wenn man es nicht sieht. Catherine will ein Kind. Bloß vom wem?
Catherine (Jeanne Moreau) liebt erst Jules (Oscar Werner) und dann seinen Freund Jim (Henri Serre). Beide Männer verbindet aber auch noch eine tiefe Männerfreundschaft. Sie driftet zwischen den beiden so hin und her. Es gibt keine Eifersucht. Wenn sie Jim liebt verzichtet Jules. Als Jim das gemeinsame Heim verlässt und heiraten will, folgt ein ausgiebiger Briefwechsel, den Jules Catherine vorliest.
Hin und wieder geht Catherine noch zu Albert einem Nachbarn, der sie glatt heiraten würde. Für die frühen 60er Jahre ein äußerst provokanter Stoff. Truffaut hat den Film in s/w gedreht und bewusst auf alt getrimmt. So wirkt Europa zwischen dem 1. Weltkrieg und der Bücherverbrennung durch die Nazis in Berlin eher wie das Guckkasten-Kino. Und genau da hinein legt er den philosophisch untermauerten flotten Dreier, der ganz ungezwungen daher kommt, fast in kindlicher Einfalt.
Jules und Jim sind Schriftsteller, Catherine liest die Wahlverwandtschaften (Achtung symbolträchtig!). Das Dorf nennt sie “die drei Narren“.
Catherine spielt mit diversen Liebhabern und am Ende hat sie sie alle satt. Von einer Spazierfahrt kehren sie und Jim nicht mehr zurück. Ein schöner Suizid!
Guter alter Arthouse Kintop der Extraklasse.

Antwort abgeben

kurenschaub

kurenschaub


FILME
4.880

NEWS
1.634

FORUM
661
23.11.10 - 22:00
Ich habe mir den Film unlängst im TV angesehen und fand in trotz seines Anspruches sehr zäh und streckenweise nicht überaus unantastbar gut. Vor allem die ersten 20 Minuten mit dem enormen "Gänsegeschnatter" an Menschen und dem "Kinderhearing" nerven, hier ist tatsächlich der Fall eingetreten, das mich ein hochgelobter Film nicht wirklich getroffen hat.
Aber vielleicht war mir die Geschichte von Catherina mit Jules und Jim ganz einfach zu steil.

Antwort abgeben