3 Kommentare

Der Pianist

DEINE MEINUNG?


2002

Genre: Krieg, Biographie, Drama

Spieldauer: ~ 143 Minuten

Regie: Roman Polanski

Cast: Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Emilia Fox, Ronan Vibert, Andrew Tiernan, Ed Stoppard, Frank Finlay, Michal Zebrowski, Julia Rayner, Jessica Kate Meyer

Kurzbeschreibung: Warschau 1939: Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen beginnt auch für den gefeierten polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman die Zeit des Leids. Tagtäglich wird er Zeuge unerträglicher Demütigung und Brutalität. Nur mit viel Glück und dank der Hilfe des polnischen Untergrunds konnte er der Todesfalle des Warschauer Ghettos entkommen. Voller Angst irrt er allein durch die Stadt, die sich inzwischen in eine leblose, erschütternde Ruinenlandschaft verwandelt hat. Eines Tages entdeckt ihn ein Offizier der deutschen Wehrmacht, der sein Schicksal verändern wird...


Filmkommentare (3)


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8martin
10.06.18 - 11:10
Regisseur Roman Polanski hat einen Teil seiner eigenen Kindheit verarbeitet, indem er die Autobiographie von Wladyslaw Szpilman verfilmte und seiner Heimatstadt ein Denkmal gesetzt, wie man im von der Wehrmacht besetzten Warschau überleben konnte. Ein Einzelschicksal zwar, aber stellvertretend und symbolträchtig für viele andere. Außerdem zeigt er, dass nicht alle Deutschen schlecht waren. Die Szenen brutaler Grausamkeit reichen in der Darstellung von Willkür an Schindlers Liste heran und sind auch teilweise mit deutschen Schauspielern besetzt. Wenn man in das Gesicht von Adrien Brody schaut, sieht man das ganze Elend eines unterdrückten Volkes. Obwohl es schon so viele Filme über diese Zeit gibt, und dieser entstand erst 2002, ist er keineswegs überflüssig. Und dass er ohne Lovestory auskommt, verleiht ihm noch zusätzliche Qualität.

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kurenschaub
13.02.12 - 14:13
Ein Holocaust Drama, welches einem die Gänsehaut aufsteigen läßt und die Luft zum Atmen nimmt, das ganze ist zutiefst erschütternd und wenn man bedenkt - genaus so war es - denn es ist ja nach den Aufzeichnungen des Opfers Wladyslaw Szpilman verfilmt worden und auch dessen eigene Erlebnis Geschichte.
Was dieser junge Pianist an Nazi Greuel durchmachen mußte, ist unfassbar, ekelig und menschenverabscheuend.
Im Warschauer Ghetto herrschen grauenhafte Zustände, Enteignungen, Repressalien bis hin zum gräßlichen Morden. Und genau da wird von der Kamera noch kräftig draufgehalten . Roman Polanksi will es so, schließlich hat er in Kindheitstagen in Krakau auch vieles mitansehen müssen.
Der Film ist oberste Etage, überhaupt keine Frage, nur muss es wirklich so realistisch grausam sein und wäre es bei den Tötungen nich ein wenig mehr mit dem Kamera wegblenden gegangen. ich hätte mich auch so ausgekannt.
Aber der Schock soll sitzen, und das tut er dann auch wirklich.
Die Oscars für Polanski, Hauptdarsteller Adrian Brody und das Drehbuch sind hochverdient und nach der Sichtung dieses unbarmherzigen Zeitdokuments braucht man erst mal einen langen Augenblick, um in die eigene Wohlfühlstube zurückzukehren.
Der Pianist Wladyslaw Szilman hat überlebt, doch diese seelischen Wunden müssen bis zum Augenschließen mehr als fünfzig Jahre danach, noch immer höllisch geschmerzt haben.
Ein Holocaustfilm, der die finstersten Abgründe unserer beschämenden Vergangenheit offenlegt. GNADENLOS!
Ich mag solche Filme überhaupt nicht!

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Kiddow
25.11.10 - 19:46
Ein Film von Roman Polanski, der auf der Autobiografie Das wunderbare Überleben von Wladyslaw Szpilman beruht.
Der erfolgreiche Pianist Wladyslaw Szpilman (Adrien Brody) lebt in Polen und wird zusammen mit seiner Familie in das Warschauer Ghetto umgesiedelt. Die Handlung beginnt 1939, zur Zeit des NS Regimes und zeigt die Demütigung und Unterdrückung der Juden in Polen. Der Holocaust oder auch die Schoah (Bezeichnung der Juden für den Holocaust und bedeutet soviel wie: das Unheil) hat die Ermordung von ungefähr 6 Millionen Menschen verursacht. In diesem Film sieht man das Leben im Ghetto von Warschau und all die grausamen Taten der Nationalsozialisten. Hunger, Folter und Tod.
Sehr real werden die Ereignisse aus jener Zeit dargestellt und Adrien Brody ist absolut überzeugend in seiner Rolle. Seine ausdrucksvolle Mimik demonstriert die Verzweiflung und die Angst. Da Roman Polanski selbst das Leben in einen Ghetto (Krakau) durchlebte, setzt er die Ereignisse authentisch um, ohne dabei sein eigens Schicksal aufzuzeigen. Intensive Bilder, die die Willkür der Nationalsozialisten demonstrieren, schockieren den Zuschauer. Ein empfehlenswerter Film, der alle interessieren dürfte und sollte.

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