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Der Mann aus Laramie
79.0/100

4 Bewertungen

Der Mann aus Laramie

FILM • 1955 • 1 Std. 38 Min.


Regie: Anthony Mann

Darsteller/-innen: Jack Elam, Arthur Kennedy, Cathy O'Donnell, James Stewart, Donald Crisp, Alex Nicol

Genre: Western



Als er davon hörte, dass Indianer seinen Bruder über den Haufen geschossen haben, ritt er von Laramie nach New Mexico, um den Tod seines Bruder zu rächen. Schon bald ist er dem wahren Schuldigen auf der Spur: Dem hinterhältigen Sohn eines Rinder-Königs, der die Stadt und Umgebung beherrscht. Der Sohn bleibt nicht untätig: Der Fremde aus Laramie wird mit einem Lasso gefangen und durch ein Lagerfeuer geschleift. Anschließend jagt man ihm eine Kugel durch seine Revolver-Hand, um sie zu verkrüppeln. Aber er gibt nicht auf und jagt weiter hinter dem Mörder seines Bruders her. Als er dann die Stadt verlassen soll, bleibt er. Prompt wird der Mann aus Laramie des Mordes beschuldigt und man knüpft seine Schlinge...


Filmkommentare (2)


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8martin

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22.10.19 - 13:20
Einer der besseren Western von Anthony Mann. Der Regisseur soll betont haben, er wolle mit diesem Film nah an Shakespeares König Lear sein. Das mag übertrieben klingen, tut aber dem Klassiker aus den 50er Jahren keinen Abbruch.
Es geht um die Lieferung von Repetiergewehren an die Indianer. Captain Lockhart (Manns Lieblingsdarsteller James Stewart) will den Tod seines Bruders rächen und gerät dabei in die Nachfolgekämpfe um den alten Waggoman (Donald Crisp), wo sich sein leiblicher Sohn Dave (Alex Nicol) einen Machtkampf mit dem Vorarbeiter Vic (Arthur Kennedy) liefert. Wie so oft ist der der Bösewicht neben dem Mitkonkurrenten Dave. Beide zahlen für ihre Verbrechen. Lockhart könnte in ferner Zukunft ein Mitglied der Waggomans werden, falls er Tochter Barbara (Cathy O’Donnell), die ein Auge auf ihn geworfen hat, heiratet. Das bleibt aber Zukunftsmusik.
Als direkten Zugang zu König Lear kann ich nur die Blindheit des alten Waggoman ins Feld führen. Die Auseinandersetzung zwischen dem leiblichen Sohn, dem Vorarbeiter und Captain Lockhart um ein Erbe – bei Shakespeare sind es drei Töchter – ist eher Wunschdenken als literarische Parallele, wobei Lockhart nur um drei Ecken herum in das Schema passt. Die Figuren im Umfeld der zentralen Handlung sind gut austariert: z.B. der böse Chris (Jack Elam, der Mann mit den größten Glubschaugen Hollywoods) und Waggomans Nachbarin Kate (Aline MacMahon) ein altes Flintenweib, dass das Herz am rechten Fleck hat. Sollte der verletzte Alte wieder zu Kräften kommen, könnten hier nochmal zwei alte Scheunen lichterloh brennen. So steht in den Sternen eine noch unerfüllte Doppelhochzeit. Das kommt auch nicht allzu häufig vor und gibt Stoff für den Heimweg.

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kurenschaub

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25.11.10 - 17:22
Will Lockard (James Stewart) beurlaubter Captain der Armee aus Laramie, kommt nach New Mexico, um die Mörder seines Bruders zu finden. der Bruder wurde das Opfer von Banditen, die den Indianern geschmuggelte Schnellfeuergewehre verkauften.
Die Gegend in der er die Desperados aufzuspüren glaubt, wird von zwei großen Ranchen geprägt, zwischen denen gewaltige Spannungen herrschen.....
Manns Western sind wie seine Hauptdarsteller - in diesem Fall James Stewart.
Sie sind langsam, fast phlegmatisch, man hat viel Zeit sich ein wenig umzublicken und die Dinge auf sich zukommen zu lassen.
Der Mann von Laramie ist kein Held der sich das Recht über Leben und Tod herausnimmt.
Er verachtet die Menschen nicht - aber er fürchtet sie auch nicht. Nur wenn man ihn angreift, wird er gefährlich.
Die Stärke Stewarts ist die moralische Stärke.
Ich denke, die ist in "der Mann aus Laramie" gut zu spüren.

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