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Cowboy
63.0/100

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Cowboy

FILM • 1958 • 1 Std. 28 Min.


Regie:

Darsteller/-innen: Jack Lemmon, Richard Jaeckel, Vaughn Taylor, James Westerfield, Glenn Ford, Brian Donlevy, Dick York

Genre: Western



Glenn Ford spielt den Viehbaron Tom Reece, der nach Monaten in der Prärie nach Chicago kommt. Als er sein ganzes Geld bei einem gewagten Pokerspiel verliert, muss er notgedrungen ein 3.800 $-Darlehen bei Hotelportier Frank Harris aufnehmen - im Tausch gegen einen Anteil an seiner Viehzucht. Möchtegern-Cowboy Frank wiederum hat sich hoffnungslos in die junge Maria Vidal verliebt, die attraktive Tochter eines wohlhabenden mexikanischen Ranchers. Obwohl ihr Vater den beiden verboten hat, sich wieder zu sehen, erinnert Frank Tom an ihre gemeinsame Verbindung und zwingt den bärbeißigen Cowboy, ihn auf den Viehtrieb in Marias Heimatstadt Guadalupe mitzunehmen. Dort allerdings finden die beiden Männer mehr Abwechslung, als sie verkraften können...


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8martin

8martin


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28.09.19 - 13:20
Delmer Daves, der eigentlich immer etwas abseits vom Mainstream gearbeitet hat, macht hier wieder mal seinen Namen alle Ehre. Ein Western, der mit guten Absichten beginnt, und dann doch im Klischee des Macho-Sumpfs versackt.
Jack Lemmon als unglücklicher Hotelangestellter (sic!) verdingt sich als Cowboy und Partner bei Glenn Ford. Das Drehbuch sieht vor, die romantischen Vorstellungen der Kuhtreiber ins rechte realistische Bild zu rücken. Entheroisierung ist angesagt. In ernüchternder Atmosphäre ist auch das Umfeld nicht nach dem Geschmack von Westernfans. In den üblichen Hahnenkämpfen unter den Cowboys will jeder beweisen, dass er der größte ist. Jack tut das bei einem mexikanischen Stierkampf, bei dem man dem Stier einen roten Ring ans Horn hängen muss. Die Aufnahmen sind peinlich: Stiere mit Gummihörnern geistern umher. Eigentlich tut er das, um bei Marias Vater zu punkten.
Letztendlich passt sich Jack an und wird widererwarten ein gefühlloser Macho. Er wollte sich doch etwas beweisen, denn seine große Liebe ist Maria (Anna Kashfi), eine Mexikanerin, die von ihrem Vater zwangsverheiratet wird. Die gibt er kampflos auf. Man kann ja wohl nicht immer gewinnen. Irgendwie unvollendet und nicht überzeugend. Dagegen sind ja die Spaghetti Western gradlinig und eindeutig.
Von falscher Romantik entzaubert geht’s zurück ins Glied: einmal Cowboy, immer Macho. So ist er nun mal dieser Kuhjunge. Kein Held, sondern ein Depp. K.V.

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kurenschaub

kurenschaub


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26.11.10 - 11:54
Frank Harris ist Hotelangestellter in Chicago und möchte gerne Abenteuer im Wilden Westen erleben.
In dem Hotel steigt der Viehtreiber Tom Reese (Glenn Ford) mit seinen Leuten ab.Sie haben einen Treck von El Paso zu Ende geführt, mit dem Verkauf der Herde gut verdient, jetzt machen sie sich fein raus, stellen das Hotel auf dem Kopf und lassen es ganz schön krachen.
Als Harris (Jack Lemmon) dem berühmten Cowboy seine Sehnsüchte anvertraut wird er nur ausgelacht.
Aber als Reece beim Pokern sein letztes Geld verliert und Harris ihm mit seinem Ererbten aushilft, verspricht er ihn mit zunehmen und das Darlehen als Geschäftsanteil zu betrachten..
Am nächsten Morgen tut ihm das leid....doch aud in`s große Abenteuer.
Nach einem Buch von Frank Harris aus dem Jahre 1930.
Aber Regisseur Daves hat von Harris nur eine schmale Spur des Handlungsfaden verwendet.
Trotz sehr komischer Szenen z.B. die lärmende Ankunft der Cowboys nach montelanger Treckarbeit, als ihnen der Sinn nach heißen, dampfenden Badewannen genauso steht wie nach Frauen und Whisky und als sie in den Hotelzimmern mit dem Revolver auf Küchenschaben Jagd machen, beschönigt der gute Western mit Sicherheit nicht die Grausamkleit der damaligen Zeit, als der Grundstein zu Amerikas Reichtum gelegt wurde, "Cowboys" spürt sogar die spezielle Grausamkeit späterer Zeiten schon von ihren Anfängen auf.
Und die beiden Hauptdarsteller Lemmon und Ford die sich im Laufe der Zeit - so unterschiedlich sie auch sind - immer mehr annähern - sind in der Präsentation der beiden Schauspieler einfach trefflich anzuschauen.

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