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True Grit - Der Marshal

DEINE MEINUNG?


1969

Genre: Western, Abenteuer, Drama

Spieldauer: ~ 123 Minuten

Regie: Henry Hathaway

Cast: John Wayne, Robert Duvall, Dennis Hopper, Jeff Corey, Strother Martin, Kim Darby, Glen Campbell, Jeremy Slate, Ron Soble, Alfred Ryder

Kurzbeschreibung: Mattie Ross (Kim Darbie) kommt nach Fort Smith, um die Leiche ihres Vater zu identifizieren und dessen Geschäfte zu regeln. Da die Behörden nicht viel Mühe darauf verwenden, den Mörder zu suchen, engagiert sie für 100 Dollar Marshall Rooster J. Cogburn (John Wayne), einen einäugigen, eisenharten alten Trunkenbold, vor dem man sie ausdrücklich gewarnt hatte. Ihnen schließt sich der Texas Ranger La Boeuf (Glen Campbell) an, der sich die Kopfprämie verdienen will. Zu dritt reiten sie los und liegen schon bald in ständigem Streit. Rooster Cogburn fühlt sich entnervt von Matties Tüchtigkeit und noch mehr von den texanischen Aufschneidereien La Boeufs. Für die Hauptrolle des "Marshall" bekam John Wayne 1970 seinen ersten Oskar.


Filmkommentare (1)


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kurenschaub
26.01.11 - 11:47
1880 in Arkansas - "Manche Leute wollen nicht glauben, daß ein 14 jähriges Mädchen ihr Zuhause verlassen und mitten im Winter losgehen wird, um ihres Vaters Blut zu rächen, aber damals schien das nicht so ungewöhnlich, obgleich ich nicht sicher sagen will, daß es alle Tage passierte.
Ich war 14 Jahre alt, als ein Feigling mit dem Namen Tom Chaney
drüben in Fort Smith, Arkansas, auf meinen Vater schoß und ihm sein Leben, sein Pferd plus zwei kalifornische Goldmünzen raubte, die er in der Hosentasche eingenäht hatte.
(Das sind die ersten acht Zeilen aus Charles Portis Roman True Grit!)
Das Mädchen (Kim Darby) kommt nach Fort Smith um ihren Vater zu indentifizieren und dessen Geschäfte zu regeln.
Das fällt Mattie nicht schwer, weil sie schon immer die Buchhaltung für ihn gemacht hat.
Ansonst ist sie auch ziemlich clever und weiß jede Abmachung schriftlich zu bestätigen oder sonst gleich mit dem Anwalt zu drohen.
Die Behörden sind nicht sonderlich interessiert sich mit ihrem (Mord)Fall zu beschäftigen, da braucht es schon einen richtigen Mann mit Mut, Schießeisen und harten Fäusten und den findet sie schließlich in jemanden, vor dem sie noch ausdrücklich gewarnt worden ist.
Marshal Reuben J. Cogburn (John Wayne), called Rooster, ist eine echtes Rauhbein, ein einäugiger und eisenharter, alter Saufbold.
Für 100 Dollar läßt sich dieser zusammmen mit dem jungen Texas Ranger La Boeuf(Glenn Campbell), der sich ebenfalls ein Kopfgeld verdienen will, engagieren und die Jagd auf Tom Chaney (Jeff Corey) ist eröffnet.....
Dieser phantastische Western ist das glorreiche Denkmal von Hollywoods bester Western Vergangenheit, es ist ein enorm frisches, noch jung gebliebenes, äußerst breitgefächertes Werk von drei sehr beleibten Männern, das sind Produzent Hal B. Wallis, (seit 1922 im Westernbusiness) dem Regiemeister Henry Hathaway, der seinen Aufstieg 1933 mit Zane Grey Verfilmungen begann und nicht zuletzt dem Star John Wayne, mit dem 1930 in "The big Trail" alles seinen Anfang nahm.
All die Gesamtheit des enormen Wissens wird mit einem großen Schwung kombiniert, den man ansonst nur bei Debütstreifen sieht und gleichzeitig mit jenen lässig, lockeren Witz, der vermuten lässt, man weiß, das man nur noch gewinnen kann.
Und die Meister Rolle dieses Jahrhundert Western schien John Wayne auch ganz besonders zu liegen.
Er meinte dazu:" Cogburn ist ein gemeiner, alter Bastard, einäugig und whiskyversoffen, ein vollkommen, verdreckter, alter Hundesohn - genau wie ich".
In der Vorbereitungsphase des Filmes kam es bereits zu Kontroversen über die Drehbuchschreiberin Marguerite Roberts,
von der es hieß, sie sei früher eine große Symphatisantin des kommunistischen Gedankenbildes gewesen und noch dazu dieser Partei zugehörig.
Wayne`s Statement dazu lautet wie folgt:
"Unter einem Schwall von Flüchen und unwiederholbaren
Kraftausdrücken meinte er, es sei ihm völlig schnurzpiepe was Mrs. Roberts früher getan habe, es sei ein verdammt gutes Skript, enthalte alle feinen amerikanischen Prinzipien und er sei wahnsinnig stolz diese klugen Dialoge sprechen zu dürfen.
Es sei ihm echt total wurscht, was eine Person irgendwann einmal gemacht oder getan hat.
Tja und für diese supermäßig gespielte Hauptrolle in " der Marshall" gab es dann 1970 für John Wayne schlußendlich den Oscar und als man ihm diesen überreichte, meinte er nur lakonisch:
"Hätte ich früher gewußt, was ich jetzt weiß, dann hätte ich schon vor 35 Jahren wie heute in "True Grit" eine Augenklappe getragen."

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