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2 Kommentare

Trainspotting

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Dazu passend:
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T2: Trainspotting 2, 2017

1996

Genre: Drama, Krimi

Spieldauer: ~ 88 Minuten

Regie: Danny Boyle

Cast: Ewan McGregor, Jonny Lee Miller, Kevin McKidd, Ewen Bremner, Kelly Macdonald, Peter Mullan, Shirley Henderson, James Cosmo, Robert Carlyle, Stuart McQuarrie, Eileen Nicholas

Kurzbeschreibung: Was für einen richtigen "TRAINSPOTTER" eine Diesellok ist, das ist für Mark Renton die Droge. Auch Mark geht seinem Hobby mit leidenschaftlicher Hingabe nach. Er lässt sich keinen Zug, keinen Schluck und keinen Schuss entgehen. Renton ist ganz unten angekommen, und er ist meistens high. Die Mitreisenden auf Rentons Trip sind Spud, ein nett einfältiger, dem Dope verfallener Suchtknabe, Sick Boy, dessen wahre Sucht sich eigentlich auf James Bond-Movies bezieht, Tommy schließlich, der Drogen ablehnt und süchtig ist nach der freien Natur. Dann ist da noch Begbie, eine Psychozeitbombe auf dem Weg in die Hölle. Begbies Treibstoff ist der Alkohol, seine Lieblingsdroge eine richtige Schlägerei. Aber Marks Zug ist noch nicht abgefahren. Irgendwann, denkt er, wird er mal ohne den Stoff auskommen. Vielleicht.


Filmkommentare (2)


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8martin
19.11.14 - 18:44
Inzwischen hat der Film Kultstatus erreicht. Die drastische Darstellung ist desillusionierend ehrlich. Der Film zeigt nicht nur eine Einbahnstraße in den Drogenkonsum – wie meistens üblich – sondern auch den Gegenverkehr. Es geht rein in die Sucht, wieder raus (clean) und wieder rein. Dabei schockt Danny Boyle nicht nur mit umherfliegenden Exkrementen am Frühstückstisch, sondern das Tauchen in Schottlands versifftester Toilette (das Wasser ist allerdings auffallend klar) nach einem geschluckten Kokainzäpfchen ist ebenso eindrucksvoll, wie das grabmäßige Versinken im Boden nach einem Schuss. Manche Passagen aus Irvine Welshs Roman, der selbst eine kleine Rolle übernommen hat, verdeutlichen anschaulich die Sprache der Szene. Nach dem Setzen eines Schusses ‘Das ist besser als eine Spermaspritze‘ oder ‘Nimm den besten Orgasmus, den du je hattest, multipliziere ihn mit tausend und du bist noch nicht mal nah dran.‘ Alle sind voll krass und saucool drauf. Und wenn der Stoff fehlt sind sie interessenlos, antriebsgehemmt und depressiv. Das bringt der junge Ewan McGregor eindrucksvoll rüber. Robert Carlyle mimt den gefährlichen Kleinganoven.
Der Lokalpatriotismus der stolzen Schotten kommt in der deutschen Fassung etwas zu kurz. Auch der Dialekt geht natürlich flöten. Aber die Message an sich kommt schon rüber. Und wenn es um gehaltvolle Gespräche geht, lässt Boyle die Jungs über Filme reden.
Sie sind keine fünf Freunde in dieser Loser-Clique. Sie beklauen sich gegenseitig und ziehen sich immer wieder in den Drogensumpf. Nur das Ziel ist allen gemeinsam: Geld für den nächsten Schuss. Und da ist sich jeder selbst der Nächste.
Für Nicht-Roman-Kenner: Der Titel ist ein Kinderspiel. Die Jungs haben die Nummern der vorbeifahrenden Züge notiert. Das war harmloser als der Film.

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kurenschaub
17.11.11 - 21:01
Vier Junkies und ein Säufer, das ist eine tolle Clique, zudröhnen, abhängen, stehlen -gräßlicher Heroinentzug - endlich sauber und dann irgendwann das nächste Spritzerl - das sind die Schlagwörter für eine ganz ausgezeichnete Kultfarce, ein wirklich empfindsames, aber auch abstossendes Junkie Spiegelbild mit den beeindruckenden "Leidenden" Renton (Ewan Mc Gregor) Sick Boy (Miller) und Spud (Brenner), Tommy (Mc Kidd) oder Begbie (Carlyle).
Kommt so locker flockig herüber als sei das Werfen und Spiel mit den Drogen bis zum hinübergleiten in tiefste Junkieabhängigkeit eh eine Mords Gaudi, hinter den Kulissen (schau genau) siehts aber in dieser anspruchsvollen Groteske ganz anders aus....
Gewaltig von Danny Boyle auf die Beine gestellt und von den Mimen auch noch extrastark serviert.

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