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4 Kommentare

Flags of Our Fathers

DEINE MEINUNG?


2006

Genre: Krieg, Drama, Geschichte

Spieldauer: ~ 126 Minuten

Regie: Clint Eastwood

Cast: Paul Walker, Ryan Phillippe, Melanie Lynskey, Robert Patrick, Barry Pepper, Jamie Bell, John Slattery, Adam Beach, Jesse Bradford, Tom McCarthy, Neal McDonough, John Benjamin Hickey, Judith Ivey, Myra Turley

Kurzbeschreibung: Dieses Foto aus dem Pazifikkrieg hat sich uns unauslöschlich eingeprägt – ein kurzer Augenblick, auf Film verewigt: Fünf Marines und ein Navy-Sanitäter hissen die US-Fahne auf dem Mount Suribachi nach Tagen heftiger Kämpfe um die japanische Garnison Iwo Jima, eine einsame Insel mit schwarzen Sandstränden und Schwefelhöhlen. Für die Soldaten, die auf dem Bild zu sehen sind, ist das Hissen der Fahne nur eine Formalität während der zermürbenden Schlacht. Doch für die Daheimgebliebenen verwandelt sich das Foto der Männer, die wortlos gemeinsam anpacken, um sich gegen die ungeheure Übermacht zu behaupten, sofort zum Inbegriff von Heldentum. Es fasziniert die amerikanische Öffentlichkeit, die nach jedem Strohhalm der Hoffnung greift, weil der Krieg anscheinend niemals enden will. Mütter können wieder darauf vertrauen, dass ihre Söhne heil nach Hause kommen, und die Trauernden haben jetzt etwas, an das sie glauben können, auch wenn ihre Söhne nie zurückkehren. Da das Foto diesen Gefühlsüberschwang auslöst, werden die noch lebenden "Fahnenhisser" von der Front abgezogen und nach Hause in die Staaten geschickt, um diesem Gefühl neue Nahrung zu geben: Sie sollen weiterhin ihrem Vaterland dienen, aber nicht auf dem Schlachtfeld, sondern mitten in der begeisterten Menge, die zusammenströmt, um die "wahren Helden" zu feiern – und um die dringend benötigten Schecks zu unterschreiben, mit denen der Rest des Krieges finanziert werden soll. Nur drei kehren lebend zurück – Navy-Sanitäter John "Doc" Bradley (Ryan Phillippe); der öffentlichkeitsscheue Indianer Ira Hayes (Adam Beach); und Rene Gagnon (Jesse Bradford), ein Kriegskurier, der nie seine Waffe benutzen musste. Die drei Fahnenhisser spielen die Heldenrolle perfekt – unermüdlich reisen sie durchs Land, schütteln die richtigen Hände, finden vor dem Mikrofon die richtigen Worte... allein die Sogkraft ihres Fotos bringt die erlahmte Begeisterung für den Kriegseinsatz wieder auf Touren. Doch innerlich empfinden sie völlig anders – sie spüren, dass ein Teil ihrer Seele auf dem schwarzen Sand von Iwo Jima zurückgeblieben ist... zusammen mit ihren gefallenen Freunden und Kameraden. Der vom zweifachen Oscar-Sieger Clint Eastwood inszenierte "Flags of Our Fathers" ist eine mitreißende Darstellung des Krieges, wie er von den Soldaten vor Ort erlebt und von den Daheimgebliebenen aus der Ferne wahrgenommen wird. Die sehr persönliche Geschichte von Freundschaft, Mut, Überlebenswillen und Opferbereitschaft vor dem gewaltigen, infernalischen Panorama der Schlacht um Iwo Jima fixiert jenen Augenblick, in dem Fotograf Joe Rosenthal auf den Auslöser drückte. Dabei geht es nicht nur um die Auswirkungen auf das Land, das sich von dem Foto aufrütteln ließ, sondern auch um das Schicksal jener Männer, die das Kameraauge festgehalten hat.


Filmkommentare (4)


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Kiddow
11.11.10 - 12:49
Nun ist dieser Film das Gegenstück zu "Letters from Iwo Jima" und zeigt die Geschehnisse aus der amerikanischen Sichtweise. Auch hier wird wieder deutlich dargestellt, dass es im Krieg keine Helden gibt sondern nur Opfer.
Ich kann mich meinen Vortippern einfach nur komplett anschließen, dieser Film ist ein Meitserwerk und sehr bedeutungs- und wertvoll. Jeden sei der Streifen zu empfehlen, der sich gern mit dieser Thematik auseinander setzt, am besten dann auch gleich das Gegenstück von Eastwood anschauen, um einen umfangreichen und realen Einblick in diesen Krieg zu bekommen.

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Chev
26.09.10 - 03:34
Nach Jason´s ausführlichem Kommentar bleibt mir nicht mehr viel zu sagen. Es handelt sich mal wieder um einen äußerst kritischen Film von Clint Eastwood um eines der patriotischten Symbole der amerikanischen Geschichte.
Gut umgesetzt auch wenn streckenweise etwas langatmig.
In alter Eastwood-Manier ein klasse Film.

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Jason
15.12.09 - 18:52
Leider hat jede Generation ihre Kriege und damit auch ihre Helden und Bösewichte. Flags Of Our Fathers widmet sich den Helden, allerdings nicht so, wie man es erwarten würde. Ausnahmsweise geht es nämlich nicht um Patriotismus, Stolz und Heldentum, sondern um Helden, die keine sein wollen - die an dem, was der Zufall und die Umstände aus ihnen gemacht haben, zu zerbrechen drohen. Als Zuschauer hat man die Ehre, sie bei ihren Anfängen zu begleiten und zu durchleben, was sie durchleben.

Pazifikkrieg 1945: US-Soldaten kämpfen und gewinnen, viele sterben. Einige Soldaten erklimmen einen Hügel und hissen eine US-Flagge. Drei von ihnen sterben. Drei überleben. Letztere werden zurück in die USA befehligt und sollen auf Werbetour gehen: Für den Krieg, für das Militär. Sie werden als Kriegshelden gefeiert, das Foto der gehissten Flagge ist in jeder Zeitung zu sehen, doch in ihren Rollen als Helden und Werbefiguren fühlen sie sich alles andere als wohl. Client Eastwood führte Regie und produzierte diesen Film gemeinsam mit Steven Spielberg - da musste etwas herauskommen, das in Erinnerung bleibt!

Der Film, so scheint es, möchte nicht laut sein und die Patriotismuskeule schwingen, er möchte sich nicht für Kriege einsetzen, verurteilt sie aber auch nicht direkt. Er bietet durch impulsante Bilder und Ereignisse dem Zuschauer die Möglichkeit, sein eigenes Urteil zu fällen und zeigt ihm gleichzeitig die Einzelschicksale dreier Soldaten vor, die so sein könnten, wie man selbst, die vielleicht so sind, wie man selbst. Sie fühlen sich nämlich schuldig, überlebt zu haben und wären lieber weiter im Krieg, als für etwas belohnt zu werden, das für sie nicht von Bedeutung war - sie haben eine Flagge gehisst und werden behandelt, als hätten sie den Weltfrieden herbeigeführt. Die Darstellung ist derart intensiv und glaubwürdig, dass man die Beweggründe jedes Soldaten versteht, wohingegen man nicht nachvollziehen kann, wieso überhaupt jemand gefeiert wird, der in den Krieg zieht - das ist aber nicht die Schuld des Filmes und auch keineswegs negativ gemeint. Denn der Film möchte genau dieses Heldentum infrage stellen und weil diesess Hand in Hand mit dem Krieg geht, wird auch der Sinn dessen hinterfragt.

Insgesamt ist Flags Of Our Fathers ein unglaublich gut inszenierter Antikriegsfilm, der sich nicht um Nationalstolz kümmert und auch nicht um das Militär als Kollektiv. Er widmet sich den einzelnen Personen, die normalerweise hinter Scheinwerferlicht der Medien verschwinden und die in Kameras lächeln, weil sie müssen.. weil sie zu Helden gemacht werden, obwohl sie keine sind und auch keine sein wollen. Unbedingt ansehen!

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Filmfreak
15.03.08 - 11:55
Es war mal wieder einsame Spitze was Clint Eastwood & Steven Spielberg hier zusammen inszenierten.
Der Film hat mich von Anfang an begeistert & gefesselt.Er zeigt den Krieg schonungslos,hart & ohne Kompromisse,er zeigt aber auch die andere Seite,was Politiker gerne wollen wenn ihre "Helden" zurückkommen von der Front.Die schauspielerische Leistung ist auch super gewesen.
Dieser Film läuft nicht wie ein typischer Film aus Amerika ab,er macht viele Sprünge zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit.
Nach diesem Film bekommt das Wort "Held" wie ich finde eine ganz neue Bedeutung!
Wer auf Kriegsfilme steht bzw. Filme wo dagegen sind,der wird hier sehr gut unterhalten.
Prädikat besonders wertvoll!!!
Absolut Empfehlenswert

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