HIDE
eXistenZ
76.4/100

7 Bewertungen

eXistenZ

FILM • 1999 • 1 Std. 33 Min.


Regie: David Cronenberg

Darsteller/-innen: Ian Holm, Jennifer Jason Leigh, Willem Dafoe, Christopher Eccleston, Callum Keith Rennie, Jude Law, Vik Sahay, Kris Lemche, Sarah Polley, Robert A. Silverman, Don McKellar

Genre: Abenteuer, Sci-Fi, Thriller



Allegra Geller hat ein neues Computerspiel erfunden: eXistenZ ist eine virtuelle Reise in das Reich der Psyche und wird direkt an das Nervensystem der Spieler angeschlossen. Als Allegras Erfindung sabotiert wird, muss sie mit ihrem Kollegen Ted flüchten. Die beiden landen in einer unheimlichen neuen Umgebung. Aber auch hier werden sie verfolgt. Um zu überleben, müssen sie das Ziel des Spiels erreichen. Alles geht rasend schnell. Sie dringen immer mehr in eXistenZ ein, bis Ted aussteigen will. Doch das Ziel ist, herauszufinden, was das Ziel ist...


Filmkommentare (1)


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8martin

8martin


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17.03.13 - 18:52
Seine Filme sind nicht nach jedermanns Geschmack, aber ein anspruchsvolles Niveau ist unbestreitbar vorhanden. Cronenberg bietet ein intellektuelles Konstrukt, das vom Zuschauer Fantasie und Schwielen im Gemüt erfordert. Es ist nichts für Zartbesaitete. Es gibt bewusst eingesetzte Schocker mit ausreichend Blut, aufkommender Ekel muss unterdrückt und die akustische Schmerzgrenze sollte ziemlich hochgelegt werden. Die sich bekämpfenden Gruppen sind klar fest gelegt, meistens werden die Bösewichte vom großen Ungekannten – einem Konzern z.B. ‘Antenna Research‘ – angeführt. Das Ganze beruht auf einer pseudo-wissenschaftlichen Basis, wird daher mit vielen Fachausdrücken (z.B. ‘verrückte Osmose‘) und technischem Schnickschnack untermauert und in eine Krimi-Handlung verpackt. Unterwegs verlieren viele Menschen ihr Leben und am Ende schafft ein ironischer, verbaler Schlenker (‘Hab ich gewonnen?‘) den Weg zurück in die wie auch immer geartete Zukunft. Hier geht es um Videogames, in denen die Kombattanten eine Rolle übernehmen. Das ist viel aufregender als das richtige Leben. Es gibt Wechsel von der einen Ebene in die andere und wieder zurück. Das ist gut gemacht, freilich an Bedingungen gebunden (s. oben). Ein ‘Bioport‘ in der Wirbelsäule ermöglicht das Rollenspiel. Spieleerfinderin Allegra (J.J. Leigh) jagt zusammen mit einem Praktikanten (Jude Law) durch die Ebenen. Beide erleiden viel und wenn es blutig wird, war’s ja nur im Videogame nicht in der Realität. Das ist schrecklich schöne Unterhaltung, ekelerregend spannend. Man fühlt sich wie beim Tätowieren.

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