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Der Falke und der Schneemann
60.0/100

Der Falke und der Schneemann

FILM • 1985 • 2 Std. 6 Min.


Regie: John Schlesinger

Darsteller/-innen: Sean Penn, Timothy Hutton, Dorian Harewood, Pat Hingle, Joyce Van Patten, Rob Reed, Rob Newell, Karen West, Art Camacho, Annie Kozuch, Priscilla Pointer, Chris Makepeace, Mady Kaplan, Macon McCalman

Genre: Drama, Thriller



Die wahre Geschichte eines Hochverrats. Der Amerikaner Christopher Boyce (Timothy Hutton) bewacht hochbrisante Dokumente seines Landes. Was er dabei zu Gesicht bekommt, zerstört sein Vertrauen in das bestehende System gründlich. Voller Wut nimmt er den Kampf gegen die amerikanische Rüstungsindustrie auf. Dabei geht er gefährliche Wege. Mit seinem Freund Daulton Lee (Sean Penn) verkauft er kurzerhand die Top-Secret-Papiere an die Sowjets. Gut bezahlt doch völlig blauäugig geraten die beiden selbst ernannten Weltverbesserer zwischen die Fronten der beiden mächtigsten Geheimdienste der Welt.


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8martin

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08.03.15 - 19:19
Eine wahre Begebenheit aus der Zeit des Kalten Krieges, die jetzt wieder aktuell zu werden scheint. Zwei Jugendfreunde, Christopher (Timothy Hutton) und Lee (Sean Penn) verkaufen Informationen an die Sowjets. Christopher besitzt einen Falken, er ist ein Jäger, sein Freund ein Junkie. Soviel zum Titel. Der familiäre Hintergrund der beiden wird kurz beleuchtet, ohne auf schwere Kindheit oder Vater-Sohn Probleme hinzuweisen, die nie existierten. Nur so viel: ja beide hatten Eltern! Zuhause geht es eher sachlich distanziert zu. Beide scheinen ihrer Rolle schauspielerisch nicht ganz gewachsen zu sein. Auch wenn Lee auf Großkotz mimt und Christopher per Zufall Informationen in die Hände fallen. So ganz kann man beiden das nicht abnehmen. Der Film verschleiert die Zusammenhänge und vermeidet bis kurz vor Schluss jegliche Spannung. Und damit Amerika wieder ruhig schlafen kann, werden beide irgendwie am Ende gefasst und verurteilt. Ratz-Fatz. Einer der schwächsten Filme von John Schlesinger. Hiermit hat er sich wohl der damaligen Reagan Regierung (1985) angebiedert. Er bleibt bewusst undeutlich, Genaues weiß man nicht, soll man auch nicht wissen. Nur dass es böse ist, wenn man so etwas tut. Ohne Pfiff passt der Film ins Weltbild des damaligen Präsidenten, der nur zwischen Gut und Böse unterscheiden konnte und Gorbatschow noch nicht kannte.

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