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Jabberwocky
70.8/100

5 Bewertungen

Jabberwocky

FILM • 1977 • 1 Std. 44 Min.


Regie: Terry Gilliam

Darsteller/-innen: Simon Williams, Terry Gilliam, Terry Jones, Michael Palin, John Le Mesurier, Frank Williams, Harry H. Corbett, Warren Mitchell, Max Wall, Rodney Bewes, John Bird

Genre: Abenteuer, Fantasy, Horror, Komödie



Gar schreckliche Zeiten sind angebrochen im Königreich von Bruno dem Fragwürdigen! In der düstersten Stunde des finstersten Mittelalters (wer hatte eigentlich damals das Licht ausgeschaltet?) treibt der gefürchtete Drache Jabberwocky mit glühenden Augen und gierigen Klauen sein schauriges Unwesen! Welchem mutigen Ritter mag es gelingen, die Bestie zu besiegen und das Königreich zu retten? Wer wird die Hand der schönen Prinzessin gewinnen? Könnte es der Knappe Dennis sein, ein Tölpel und Narr, der stets eine Kartoffel dabei hat und in die fette Griselda verliebt ist?Vermag er das Königreich zu retten? Oder wird er am Ende von Nachttöpfen heimgesucht und muss sich von aufgespießten Ratten ernähren?


Filmkommentare (2)


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8martin

8martin


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12.01.20 - 19:12
Diese parodistische Farce von Monty Pythons Mitglied Terry Gilliam ist quasi die Fortsetzung der Ritter der Kokosnuss. Der Film beginnt mit einem kurzen Auszug aus dem namensgebenden Gedicht von Lewis Carroll, von dem man meistens nur die Alice im Wunderland kennt. In einfallsreichen Lautmalereien und Kofferworten wird nicht leicht nachvollziehbarer Unsinn erzählt. Im Original wird aber auch aus zwei Wörtern ein neues gebildet z. B. wenn Dennis nach vollbrachter Heldentat triumphierend mit dem Kopf des Ungeheuers nach Hause reitet:‘...he left it dead and with its head he went gallumphing back.‘ Lewis hat aus galoppieren und triumphierend ein neues Verb geschaffen.
Es ist das Märchen vom Drachentöter Dennis Cooper (Michael Palin), seines Zeichens Küfer, der in die Welt hinauszieht und am Ende die Hand der Königstochter bekommt, obwohl er eigentlich die überaus dralle Griselda (Annette Badland) liebt.
Wir sind im dunklen Mittelalter, das in Blut und Schmutz zu versinken droht. Adel und Pöbel leben nebeneinander her. Die vornehme Gesellschaft reist in Sänften. Beim Turnier (Versprecher mit Naturtier) werden die Zuschauer, besonders der König, Bruno der Fragwürdige (Max Wall), Enkel von Franz dem Eingeschrumpelten, samt seiner Tochter (Deborah Fallender) mit Blut abgeduscht, Bettlern fehlt schon mal ein Fuß und zur Abwechslung gibt es ein Versteckspiel in voller Ritterrüstung. Beim urinieren kann es passieren, dass man den weiter unten Liegenden nass macht und ein ordentlicher Schwerthieb belegt das klassische Uhland-Zitat ‘zur Rechten wie zur Linken sieht man einen halben Ritter sinken‘.
Natürlich kriegt Dennis am Ende die Prinzessin, die keineswegs prüde aber nicht sehr helle ist zur Gemahlin, nachdem er den Drachen Jabberwocky erlegt hat. Das geschieht in echt Zeit mit wackeligen Gummilanzen wie in den 70 Jahren üblich.
Es ist ein Horror Schocker mit ewig viel Klamauk der an den Grenzen des guten Geschmacks nicht immer Halt macht. So sind sie halt die Monty Pythons.

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kurenschaub

kurenschaub


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14.04.11 - 14:51
Dennis Cooper (Michael Palin) lebt mit seinem Vater in einem kleinen idyllischen Dorf und als dieser stirbt, zieht es ihn in die weite Welt um Abenteuer zu erleben und um auch den gefürchteten Drachen Jabberwocky zu besiegen.
Recht gelungener Film mit Parodieanleihen der Monty Python Szenerie wie "Ritter der Kokusnuß" herunter gekurbelt.
Eine köstliche Satire auf die mittelalterliche Zeit und mit verschiedenen Neuzeitvergleichen,sie besiegt die fallweisen Längen immer wieder mit feinen Dialogwitz, und Michael Palin fühlt sich sehr wohl inmitten einer Komödie mit bissig, zynisch makabren Humor!

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