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1 Kommentar

Der Löwe im Winter

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1968

Genre: Drama, Geschichte

Spieldauer: ~ 129 Minuten

Regie: Anthony Harvey

Cast: Anthony Hopkins, Timothy Dalton, Katharine Hepburn, Nigel Stock, Nigel Terry, John Castle, Jane Merrow, Kenneth Ives

Kurzbeschreibung: Intrigen, Neid, Machtgier, Rachsucht und Eitelkeiten kommen in den besten Familien vor. So auch im britischen Königshaus des Jahres 1183.Nach dem Tod des ältesten Sohnes muss die Thronfolge neu geklärt werden. Und da König Henry II und seine Frau Eleanor von Aquitanien schon seit 31 Jahren einer Hassliebe frönen, scheint eine Einigung praktisch unmöglich. Jeder will das größte Stück des Königskuchens und versucht, seinem Lieblingssohn die Monarchennachfolge zuzuspielen. So taktieren alle eifrig, schmieden untereinander feierliche Bündnisse, um sie kurze Zeit später zu verraten. Es wird gedroht, gelogen und angefleht - und keiner der Beteiligten weiß, wer gerade welche Fäden in der Hand hält. Die Charaktere kämpfen teils mit blankem Schwert, mal mit spitzem Dolch und immer mit scharfer Zunge. All dies auf einem dünnen Drahtseil, fest gespannt zwischen Hass und Liebe...


Filmkommentare (1)


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8martin
16.06.14 - 14:02
Wir sind in der buntesten Glanzzeit der mittelalterlichen Monarchie in England. Der äußerst lyrische Titel trifft den Kern des Films. Ein alter, mächtiger König Heinrich II. (Peter O’Toole) hat drei Söhne. Nachfolgeproblematik. Bündnisse werden geschlossen, Verrat ist im Spiel, auch Rivalität. Ein Machtpoker, in dem auch die inhaftierte Königin Eleonore (Katherine Hepburn) mitmischt. Damit es noch abwechslungsreicher zugeht, ist der französisch König Phillip II. (Timothy Dalton) anwesend. Und um es etwas zu würzen, hat der alternde König Heinrich noch die junge Geliebte Alais (Jane Merrow ). Bei dieser Konstellation gibt es immer wieder überraschende Wendungen. Dank eines hervorragenden Drehbuchs von James Goldman agieren die Akteure auf verbal geschliffenem Niveau, schwanken abwechselnd zwischen bitterbösem Sarkasmus und ergreifender Emotionalität und verfolgen dabei teuflisch gute Pläne.
Beispiel: Bruder John (wird von Richard bedroht): ‘Ein Messer! Er hat ein Messer!‘‘
Eleanor: ‘Natürlich hat er ein Messer. Er hat immer ein Messer. Wir alle haben Messer. Es ist 1183
und wir sind Barbaren.‘
Und auch echte Gefühle werden gezeigt. Hier sind Peter O’Toole und Katherine Hepburn in ihrer immerwährenden Liebe unübertrefflich, zumal wenn sie ansatzlos in geifernden Hass übergehen und zwischen Elternschaft und Machtgier hin und her pendeln. Das Geniale an dieser Inszenierung ist, dass hinter der Verlogenheit die Menschlichkeit durchschimmert, hinter dem Eigennutz die Verletzlichkeit. So bleibt auch die Spannung erhalten, da es immer mehrere Optionen gibt.
Elterngespräche über Erziehungsfragen wirken modern, die Schwulenproblematik passt hier nicht so recht ins Bild. Das Zusammentreffen aller sieben Personen ist der dramaturgisch gelungene finale Höhepunkt dieses großartigen Films von 1968.

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