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The Tree of Life
67.2/100

10 Bewertungen

The Tree of Life

FILM • 2011 • 2 Std. 12 Min.


Regie: Terrence Malick

Darsteller/-innen: Sean Penn, Brad Pitt, Kari Matchett, Joanna Going, Fiona Shaw, Jennifer Sipes, Crystal Mantecon, Dalip Singh, Kimberly Whalen, Jackson Hurst, Zach Irsik, Brenna Roth, Brayden Whisenhunt, Danielle Rene, Tye Sheridan, Jessica Chastain

Genre: Drama, Fantasy




Copyright: © Szenenbild aus The Tree of Life

Jack (Hunter McCracken) wächst in den 60er-Jahren im mittleren Westen der USA als ältester von drei Brüdern auf. Vordergründig scheint die Welt in Ordnung. Alles geht seinen gewohnten Gang, jeder hat seinen Platz in der Gesellschaft. Der sonntägliche Kirchgang gehört ebenso zum festen Ritual wie die gemeinsamen Mahlzeiten im Kreis der Familie. Aber der kleine Jack sieht die Risse in der Fassade. Wie seine Mutter (Jessica Chastain) hat er die Fähigkeit, mit der Seele zu sehen und dadurch Liebe und Empathie zu entwickeln. Sein Vater (Brad Pitt) hingegen predigt dem Kind, unnachgiebig für die eigenen Interessen zu kämpfen. Er will ihn stärken für das "richtige, feindliche Leben". Jack ist hin- und hergerissen zwischen seinen Eltern und ihren Idealen. Als er im Laufe seiner Kindheit mit Krankheit, Leid und Tod konfrontiert wird, verdüstert sich seine heile Kinderwelt und erscheint ihm immer mehr als undurchdringliches Labyrinth. In der modernen Welt fühlt sich der erwachsene Jack (Sean Penn) als verlorene Seele, ständig auf der Suche nach dem großen Plan, der im Wandel der Zeit unveränderbar bleibt und in dem jeder seinen festen Platz hat. Ein tiefgreifendes Ereignis führt ihn schließlich zu einer wunderbaren Erkenntnis ...



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Filmkommentare (2)


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8martin

8martin


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04.01.14 - 13:34
Auch wenn man der sonderbaren Aufforderung zur Entscheidung für den ‘Weg der Natur‘ oder den ‘der Gnade‘ nicht Folge leistet, bleiben die Blätter an diesem Lebensbaum voller Fragezeichen. Allein die Bilder sind beeindruckend, die Handlung selbst bleibt etwas kryptisch und die nicht enden wollenden Choräle nähern sich wie ein Schraubstock der akustische Folter. Man ahnt Tod und sieht viel Trauer und Tränen. Es gibt jede Menge abgedroschene Gemeinplätze wie ‘Du musst jetzt stark sein‘, ‘Das Leben geht weiter‘ oder ‘Nichts bleibt so wie es ist‘.
Und schon überwältigen den Zuschauer Astralnebel, Wolkengewaber, Feuersbrünste, Vulkanausbrüche und andere Naturschauspiele und vervielfachen die Fragezeichen auf den Blättern dieses Lebensbaumes.
Man versucht sich seinen eigenen Reim auf das Geschehen zu machen: Geburt, Taufe, erste Schritte ins Leben…Unterlegte Gebete helfen auch nicht weiter. Sean Penn agiert etwas orientierungslos.
Vater O’Brien (Brad Pitt), der hier andauernd mit vorgestelltem Unterkiefer wohl besonders einfältig und brutal schauen muss, pflanzt einen Baum um Halloween zur Musik von Smetanas ‘Moldau‘. Er pflegt einen autoritären Erziehungsstil mit viel Körperkontakt. Auch Prügel gehören dazu.
Es bleibt ein Lehrfilm über Erziehungsfragen. Er bietet eine anschauliche Vielfalt als Diskussionsgrundlage, wobei die Religion als Leitfaden dient, bis hin zu den letzten Worten ‘Tue anderen Gutes! Staune! Hoffe!‘ Man vergaß zu ergänzen ‘und vergiss!‘ K.V. den Film kannste vergessen.

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05.07.11 - 20:10
Was für ein Film... Kein besonders guter, aber dank der grandiosen Darsteller konnte ich ihm dennoch etwas abgewinnen. Nach langem hin und her Überlegen tut sich bei mir wenn ich über The Tree of Life nachdenke nur eine Frage auf: "Wen interessierts?" Terence Malick ist entweder größenwahnsinnig oder einfach nur sehr clever. Denn mit seinem neusten Werk hat er uns genau wie Stanley Kubrick damals 1968 mit 2001: Odyssee im Weltraum einen Film präsentiert, der vollkommen sinnfrei ist, keine eindeutige Handlung bietet, jedoch mit einer Scheinsymbolik um sich schlägt das es fast schon peinlich wirkt wie sehr sich die Welt des Films wieder in möglichen Interpretationen und Deutungen verläuft. The Tree of Life bietet so ziehmlich all das was ein gewöhnliches Familiendrama bieten würde, mit dem Unterschied das während des Film eine viertelstündige Abfolge von Windows 7 Wallpapern ihren Lauf nimmt welche schließlich in der Steinzeit endet und der Storyline des Film nichts beisteuert. Filmfans die was von sich halten und den Film dafür loben werden dies genau so wenig verstehen wie jeder andere der den Film nicht gut fand, mit dem Unterschied das den Terence-Malick-Lovern hier ihr Art House Teil im Hirn befehlen wird den Film als Meisterwerk abzustempeln, ebenso wie das fürchterlich einfallslose Poster zuvor. Doch erstaunlicherweise bereitet einen das Filmplakat erstaunlich gut auf den Film vor, da er einfach nur aus Screenshots besteht. Screenshots von den schönsten Aufnahmen im Film. Doch gerade die unglaubliche Bildgewalt wird The Tree of Life zum Verhängnis, wirkt der Film einfach zu aufgesetzt und gezwungen schön. Sehr zu bemängeln ist hier der schlechte Schnitt. Teilweise wurden einfach besonders schöne Aufnahmen eines Drehortes ins Geschehen hineingeschnitten; völlig deplaziert in der Bildabfolge.
Man merke, eine sehr lange Vorbereitungszeit ist kein Garant für einen gut durchdachten Film und nur weil ein Film viele Fragen aufwirft in dem er scheinbar sinnlose Handlungen aufweist, hat dieser wohlmöglich keinen philosophischen und tiefenpsychologischen Hintergrund, sondern ist schlicht und ergreifend dämlich. Das Werk eines größenwahnsinnigen Regisseurs der Quatsch unter großem Namen verkauft.


Also stellt sich mir nun die Frage, wie bewerte ich diesen Film. Ich greife hier mal auf meine 2001-Taktik zurück und sage, der Film ist poetisch und konnte mich deshalb etwas fesseln. Poesie mit einem grandiosen Brad Pitt.

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