5 Kommentare

American Beauty

DEINE MEINUNG?


1999

Genre: Drama

Spieldauer: ~ 117 Minuten

Regie: Sam Mendes

Cast: Kevin Spacey, Annette Bening, Mena Suvari, Chris Cooper, Allison Janney, John Cho, Peter Gallagher, Wes Bentley, Thora Birch, Scott Bakula, Ara Celi, Sam Robards, Barry Del Sherman, Sue Casey, Fort Atkinson

Kurzbeschreibung: "Mein Name ist Lester Burnham. In weniger als einer Woche werde ich tot sein. Aber das weiss ich natürlich noch nicht..." Lester Burnham (Kevin Spacey) ist der Anti-Held des Jahres, eine jämmerliche Spießerseele, die irgendwann alles hinschmeißt und einen zweiten Anlauf ins Leben wagt. Seine Familie nimmt ihm das ausgesprochen übel - das Kinopublikum aber war begeistert! "American Beauty" erwies sich als der Überraschungshit des Jahres, war mit fünf Academy Awards (u.a. Bester Film, bestes Drehbuch, bester Hauptdarsteller) der große Abräumer bei der Oscar-Verleihung 2000, wurde zudem mit drei Golden Globes und dermaßen vielen anderen Preisen ausgezeichnet, dass selbst Regisseur Sam Mendes inzwischen den Überblick verloren haben dürfte. Es ist die ultimative Satire auf den amerikanischen Traum, ein bitterböser Blick hinter die geschniegelten Kulissen der Vorstädte. Nicht nur Lester Burnham - der seinen Job hasst, der heimliche erotische Phantasien über die minderjährige Freundin seiner Tochter hegt, der nicht mehr weiss, was er noch mit seiner Ehefrau reden soll - ist hier unglücklich. Seine Gattin Carolyn (Annette Bening), deren Drang zum Perfektionsimus bereits an eine Manie grenzt - ist scharf auf ihren größten Geschäftskonkurrenten. Lesters Tochter Jane (Thora Birch) verachtet ihre Eltern und liebt den psychisch labilen Nachbarsjungen Ricky (Wes Bentley). Der dealt allerdings mit Drogen, muss sich nahezu täglich der brutalen Mißhandlungen seines Vaters (Chris Cooper) erwehren und mitansehen, wie seine Mutter im Medikamentenrausch dahindämmert. "American Beauty", produziert von Steven Spielbergs "Dreamworks"-Studios, ist eine Satire, wie sie Hollywood nur alle paar Jahre einmal gelingt: Ein ebenso poetischer wie komischer, ebenso rührender wie bissiger Film - und schon jetzt ein Klassiker!


Filmkommentare (5)


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8martin
10.06.18 - 11:51
Der Mord an Vater Lester (Kevin Spacey) bildet den Rahmen für diese Gesellschaftssatire. Und die Mutmaßungen über die Täter reichen bis über das Ende hinaus. In den letzten Szenen sieht man nur kurze Blitzlichter, die man selbst zusammensetzen muss, denn Regietalent Sam Mendes hat sich in seinem ersten Film nur auf die deskriptive Seite beschränkt.
Klar ist nur, dass der am Anfang angekündigte Tod Lesters, in die Tat umgesetzt wurde. Mit einer Pistole kommt Ehefrau Carolyn (Annette Bening) daher und wir wissen, dass sie Lester hasst. Dann erscheint Nachbar Frank (Chris Cooper) mit blutverschmiertem Hemd. Der zu Gewalt neigende, den Nazis nahestehender Colonel hatte seine homoerotische Seite entdeckt und wurde von Leister zurückgewiesen.
Abgesehen von diesem rätselhaften Ende steht Lesters Midlife Crisis im Mittelpunkt. Mit Eiszeit im Schlafzimmer und onanieren unter der Dusche. Wie ihm Angela (Mena Suvari), die Freundin seiner Tochter Jane (Thora Birch) den Atem verschlägt wird mittels Rosenblättern, Slomo und mehrmaligen Wiederholungen etwas grenzwertig dargestellt. Und der sprachlose Lester hält dazu Maulaffen feil.
Das großartige an diesem Film ist die Tatsache, dass die meisten Figuren eine Wandlung durchmachen mittels neuer Erkenntnisse. Bei Lester sind es nostalgische Gründe, bei Carolyn und Nazi Frank ist es ein Befreiungsversuch. Bei Jane und ihrem Freund Ricky (Wes Bentley) ist es der erste Schritt in eine neue Zukunft. Weite Teile der spitzfindigen Dialoge stecken voller ironischer Giftspritzen. Das wirkt besonders, weil sie in einer Atmosphäre stattfinden, die steril, spießig und voller Frustrationen steckt.
Auch wenn alle von der grandiosen Annette Bening an die Wand gespielt werden, die hier die ganze Palette ihres schauspielerischen Könnens präsentieren kann von einer total durchgeknallten Geschäftsfrau bis zum vor Ehrfurcht niederknienden notgeilen Dummchens, war Kevin Spacey bis dato schon ein Großer, ab jetzt aber ein ganz Großer. Die Oscars gehen in Ordnung.

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kurenschaub
25.01.10 - 12:48
der Debütfilm und Oscarabräumer des Jahres 2000 seziert auf ätzend sarkastisch vergnügliche Weise die US Mittelschicht.
Die Handlungsstränge und fetten Dialoge dieser Tragikkomödie sind lakonisch, abgründig hinterhältig und suggestiv.
Das gesamte Schauspielerteam zeigt sich in Traumform und es gab fünf Oscars für
bester Film/Kamera/Drehbuch/Regie und last but not least auch an Hauptdarsteller Kevin Spacey.
Ein Augenschmaus vom Anfang bis zum Ende.

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Seth0487
15.12.09 - 11:34
Ich schließe mich meinen Vorrednern an und kann behaupten selten einen so guten Film zu sehen zu bekommen.
Großartige Schauspieler, allen voran Kevin Spacey mit einer seiner besten Leistungen EVER, super Drehbuch mit fabelhafter Figurenzeichnung und schön in Szene gesetzt.

Aber das sage ich wohl nichts, was die Academy nicht schon längst getan hat

Einer meiner GANZ GROSSEN Favoriten

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Zeva
10.12.09 - 02:09
Einfach sehenswert aufgrund der grandiosen Leistung von Hr. Spacy! Ein Film, der aufrüttelt und auch nach Ende beschäftigt, was in der Gesellschaft falsch läuft und wozu ein Mensch fähig ist.

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Testbericht
02.08.08 - 00:28
Ein wirklich wunderschöner Film !!! der die 5 sterne mehr als verdient hat .....Die story zieht einen in den Bann und die Schauspieler erledigen den Rest. Ein wirklich unglaublicher Film. Am besten gefiel mir hier die Rolle des Kevin Spacey als Hauptdarsteller....der sein komplettes Leben umgestaltet und vom geknechteten aufsteigt und sein Leben endlich selbst in die Hand nimmt .

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