3 Kommentare

After.Life

DEINE MEINUNG?


2009

Genre: Drama, Horror, Mystery

Spieldauer: ~ 99 Minuten

Regie: Agnieszka Wojtowicz-Vosloo

Cast: Liam Neeson, Justin Long, Christina Ricci, Josh Charles, Celia Weston, Chandler Canterbury, Rosemary Murphy, Jack Rovello, Alice Drummond, Doan Ly, Luz Alexandra Ramos, Shuler Hensley, Malachy McCourt

Kurzbeschreibung: Nach einem schrecklichen Autounfall erweckt Anna in einem kühlen, eiskalten und sterilen Bestattungsunternehmen. Der Bestatter Eliot bereitet ihren Körper schon für die Beerdigung vor. Verwirrt, verängstigt und sich immer noch am Leben fühlend, glaubt Anna nicht daran Tod zu sein. Doch Elliot überzeugt Anna davon, dass sie sich bereits im Jenseits befindet und er die Gabe hat, die Toten auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Gefangen in dem Bestattungsunternehmen ist Anna gezwungen ihren tiefsten Ängsten ins Auge zu blicken und ihren eigenen Tod zu akzeptieren.


Filmkommentare (3)


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Chev
15.10.12 - 15:00
Eine Kritik zu diesem Film ist sehr schwierig zu schreiben. ich empfand ihn zwar während der Sichtung als interessant, aber schon wenige Minuten nach der Sichtung hatte ich nicht das Gefühl einen guten Film gesehen zu haben.

Es fehlt mir einfach die Auflösung. Ich würde mich wohl Kurenschaub´s aufmerksamen Argumenten anschliessen. Aus den von ihm genannten Gründen und das "die letzte Leiche" scheinbar doch noch etwas spürte, würde ich den Bestatter für einen Killer halten.
Vielleicht ist es auch eine Art Zwischending. Das die Leute noch leben, aber wenn sie dann tod sind, dann kann der Bestatter trotzdem noch dank seiner Gabe mit ihnen sprechen. Sie wissen eben nur nicht das er sie umgebracht hat. Keine Ahnung.

Dieser Film bietet auf jeden Fall eine Menge (zu viel) Freiraum für Interpretationen und wäre sicherlich etwas für eine Diskussionsrunde.
Dennoch bleibt die Frage offen ob das denn schon einen guten Film ausmacht?
Ich denke nicht.

Die Spannung hielt sich in Grenzen. Irgendwie wartet man lediglich permanent auf den nächsten hingeworfenen Brocken auf dem Weg zur Lösung des Thrills der im Kopf stattfindet. Aber dieser kommt nicht. Die Einleitung beginnt ganz gut, die Handlung erreicht bereits zur Mitte hin ihren Höhepunkt. Während der Zuschauer nun bereits sein Kopfkino eingeschaltet hat und versucht das Rätsel um Tod oder nicht Tod zu entschlüsseln, gibt dieser Film (zumindest mir) kaum weitere Hinweise. Schon, aber diese werden auch widerlegt. Warum beschlägt der Spiegel beim atmen, warum sah Anna im Spiegel alt aus, was spritzt der Bestatter ihr wirklich, warum näht er bei dem einen den Mund zu und bei zwei anderen bewegt er sich noch während der Aufbahrung, was bedeuten diese Sequenzen mit den Toten.... etc etc. Die Handlung verharrt behaglich bis zum Schluß... wobei eben der Schlußteil wohl nicht mehr im Budget war.
Solange der Film läuft ist man mit Nachdenken beschäftigt, aber ist der Streifen beim Ende angelangt, dann fühlt man sich eher wie der Esel, der die ganze Zeit über der an den Stock gebundenen Möhre nachgejagd hat ohne diese jemals zu bekommen. Da kann sich dann schon etwas Entäuschung breit machen.

Unweigerlich muß ich dann an "The six sense" denken, der mindestens so spannend war, aber am Ende noch überraschen konnte. Dies fehlt "After Life". Keine Überraschungen. Irgendwie ist alles nur dahingespielt.

Ich muss zugeben, mir ist vorher nie aufgefallen wie sexy Christina Ricci doch sein kann. Sogar als Leiche Schauspielerisch gefällt mir allerdings Liam Neeson um einiges besser. Er verkörpert die Rolle als ruhiger und korrekt auftretender Bestatter mit einem guten Nervenkostüm wirklich sehr gut. Auch Justin Long kann überzeugen, auch wenn ich ihm dringend mal eine Typberatung empfehlen würde. Irgendwie sieht er in jedem Film gleich aus und die Rolle ist auch scheinbar immer die Selbe.

Alles in Allem schafft es dieses Filmwerk bei mir auch nur knapp über den Durchschnitt, was soviel heisst wie :" Muss ich so schnell nicht wieder sehen."

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kurenschaub
13.09.11 - 15:30
"Ein Film, der einen vor Spannung an den Rande des Wahnsinns treibt" verspricht die Werbung am DVD Cover, na ja - so schlimm ist es nun wirklich nicht.
Zur Story: Die ihrem Freund gegenüber immer etwas biestige Lehrerin Anne (Christina Ricci) hat einen fatalen Autounfall und erwacht im Leichenschauhaus wieder, wo sie von Bestatter Eliot (Liam Neeson) gerade für die Reise in die Ewigkeit vorbereitet wird.
Sie fühlt sich nicht wirklich tot, aber Eliot erklärt ihr fast plausibel, das sie sich bereits in einer Zwischenwelt zum Jenseits befindet und bald ihren Frieden finden wird, doch Anne kann noch atmen, gehen, denken und will fliehen.....
Zweifellos ein Low Budget Thriller der es in unseren Breiten auch nicht in`s Kino schaffte, aber zweifellos auch kein schlechter.
Liam Neeson spielt den undurchsichtigen Bestatter Eliot mit einer derart gelassenen Ruhe, vertrauenswürdig, pietätsvoll, ehrenmännisch - ( "ich dacht mir, die Veilchen wären für sie angemessen") mit ihm steht und fällt der ganze Film.
Natürlich gibt`s Logiklöcher, natürlich ist das Open End mit dem unbefriedigenden Ausgang gewollte Masche, aber auch mit mysteriösen Touch, in dem sich viel hinein interpretieren läßt.
Der Soundtrack von Paul Haslinger ist leise dahinkribbelnd immens gut, und das Abspannlied "Champagner for Two" zusätzlich sensationell!

Gegen Ende des Streifens liegt auch Annes Freund Paul zur Aufbereitung im Leichenschauhaus, über ihn gebeugt unser guter alter bekannter Mr. Eliot, der ihm gleich behilflich sein wird...
Also wenn ihr mich fragen wollt, hat die liebe Anne sehr wohl noch gelebt (nur Riccis Darstellerkunst ist ein wenig mäßig, man wird bei ihrem "roten Nachthemdchen Auftritt" mit Riesenmesser stets an dünne Teenie Horror Filmchen erinnert) und der gute, seriöse Leichenflüsterer Eliot ist ohne oder mit Zweifel ein geschickter Wiederholungstäter (er fährt auch das helle Auto, welches Anne von der Fahrbahn abdrängte), und der arme Paul mußte ja auch erst via "Langstab" zur Strecke gebracht werden, ehe er verstummte!
Das einzige Gegenargument wäre nur ein Aufenthalt in der geistigen Zwischenwelt, wo diese "Leichen" noch halluzionieren, aber auch der alte, aufgebahrte Mann zu BEGINN von "After Life" hat sich ja auch noch bewegt....Vielleicht muß Eliot an der richtigen Dosierung des den Scheintod auslösenden Mittels noch ein wenig basteln ???
Na dann!


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eichi
20.08.11 - 16:12
after.life kann aus meiner sicht kaum mit worten beschrieben werden. zum einen ist der film recht interessant, vor allem fesselt er bis zum schluss und man wird immer neugieriger, wie der film wohl enden wird, doch zum anderen ist genau das das größte problem an dieser produktion - der film endet nämlich so, wie man es sich als cineast nicht wünscht - er hinterlässt den zuseher mit zig fragen, für die er keine antworten erhalten hat.

in vielen anderen kritiken habe ich gelesen, dass sie mit der leistung von liam neeson nicht einverstanden waren und manche meinten sogar, dass es der schlechteste film von ihm war - dem kann ich mich nicht anschließen. ich fand die leistung von neeson ansprechend und zur rolle passend. christina ricci hingegen hat mir nicht so gut gefallen. im prinzip ist sie den ganzen film über nackt und zeigt sich ganz unbekümmert von allen seiten. ich bin bei gott nicht prüde, aber etwas weniger hätte hier durchaus auch gereicht.

es würde mich interessieren, von allen, die den film gesehen haben, wie sie das ende interpretieren.

war ricci nun tod, oder nicht? hat neeson in diesem film nur eine besondere gabe oder ist er ein serienmörder?

3 - durchschnitt - mehr ist da bei mir leider nicht drinnen.

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