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2 Kommentare

Die letzte Metro

DEINE MEINUNG?


1980

Genre: Drama, Romanze

Spieldauer: ~ 101 Minuten

Regie: Francois Truffaut

Cast: Gerard Depardieu, Catherine Deneuve, Andrea Ferreol, Richard Bohringer, Paulette Dubost, Maurice Risch, Laszlo Szabo, Jean-Louis Richard, Jean Poiret

Kurzbeschreibung: Der jüdische Regisseur Steiner versteckt sich im Keller seines Theaters vor den Nazis. Nur seine Frau Marion kennt das Versteck. Jeden Abend steigt sie hinab, erzählt von den Proben und dem Leben oben. Je länger Steiner sich verbergen muss, desto mehr verliert er den Bezug zur Realität und schon bald verliert er auch seine Frau Marion, die sich in den Darsteller Bernard verliebt.


Filmkommentare (2)


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8martin
03.11.14 - 14:48
Das ist Truffauts anspruchsvollster Film. Allein der Titel beschreibt allein schon eine eigene Geschichte für sich.
Der Regisseur spielt hier mit der Ambivalenz bis zum Exzess. Ein Theaterstück wird geprobt, Titel ‘Die Verschwundene‘. Auch der jüdische Regisseur Steiner (Heinz Bennent) ist verschwunden und versteckt sich im Keller des Theaters vor den Nazis. Seine Frau Marion (hier die fast immer lächelnde Catherine Deneuve) ist treue Ehefrau und verliebt sich in ihren Kollegen Bernard (Gèrard Depardieu). Der Bau des Theaters gliedert sich in zwei Teile: einer oben für die Zuschauer und die Darsteller und eine unterirdische Welt, in der Steiner haust. Öffentlichkeit kontra Privatsphäre.
Für humorvolle Einlagen sorgen unter anderem Bernard und die Kostümbildnerin Arlette (Andrea Ferreol). Er baggert sie unentwegt an, sie entpuppt sich als Lesbe.
Grandiose Szenen wie die im Regen mit Marion und Bertrand sind ebenso beeindruckend wie die klaustrophobischen Kellerszenen. Mit den Nazis wird natürlich auch abgerechnet. Der feist fiese Daxiat (Jean-Louis Richard) schwankt zwischen echtem Kunstliebhaber und Judenhasser. Als Wendehals kann er seine Haut retten. Und der Gestapomann (Richard Bohringer) verbreitet bei seinem Cameo etwas Furcht und Schrecken. Das wird nicht weiter vertieft, sorgt aber für Spannung.
Und dann der Epilog. Hier verschmelzen auf einmal auf geniale Art und Weise Theaterstück und Realität. Die drei Hauptfiguren verneigen sich brav. Marion mit zwei Männern. Fin! Der Zuschauer reibt sich verwundert die Augen. Gelungen!

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kurenschaub
11.02.12 - 19:54
Wir haben die deutsche Wehrmacht um 1942 in Paris, das heißt für den jüdischen Theaterdirektor Lucas Steiner (Bennent) schleunigst im Theaterkeller in Deckung zu gehen. Seine zweite Hälfte Marion (Deneuve) kümmert sich um ihn und er kann sogar die aufgeführten Stücke, die Proben und alles was sonst so auf einer Bühne passiert durch die Lüftungsschächte mitansehen. Hoch interessant natürlich, bis sich eines Abends die Lage als äußerst prickelnd ungut darstellt. Den er kann mitansehen wie sich schön langsam, aber sicher der Darsteller
Bernard (Depardieu) und seine liebste Marion sich immer näher kommen.....
Grandiose französische Tragikkomödie in den Zeiten des
zweiten Weltkrieges, ein Film aus Liebe zum Theater von
Francois Truffaut, dem legendären Regieass und mit der phantastischen Catherine Deneuve und ihrem nicht minder genialen Affäre Gespons Gerard Depardieu, hier wird großartige Schauspielkunst geboten, das Script sitzt zu 100% und was mit schlussendlich 10 Cesars ausgezeichnet wurde, kann nur die oberste Etage sein, oder?
Kunst, Liebe und Leben höchst anspruchsvoll und wirklich beeindruckend nähergebracht in einem mehr als feinen Film.
Typisch französisch auch noch dazu!

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