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Bibliothèque Pascal - KRITIKEN - FE-Filmdatenbank

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Filmkommentare (2)


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14.11.14 - 10:05
Ein verstörend bitteres Märchen, in dem Inhalt und Form zueinander passen wie der Mond zur Erde. Und auch der Titel bezieht sich auf einen Vergnügungstempel in Liverpool, in dem es keine Bücher gibt. Es ist die Geschichte von Mona (Orsolya Török-Illyés), die schwanger wird und im Bordell landet. Sie will ihre Tochter zurück. Die Ganoven sind nicht zimperlich. Es gibt Schläge, Drogen und bezahlten Sex.
Gleich von Anfang an inszeniert Szabolcs Hajdu mit der Kamera eine Distanz zu den Darstellern, indem sie lange stumme Fahrten an ihnen vorbeimacht. Auch wenn man im Freien ist, wirkt die Atmosphäre immer irgendwie künstlich. Meistens ist es ein Jahrmarkt oder ein Zug, ein Bahnhof oder ein Wohnwagen. Zu einer weiteren Verfremdung kommt es durch special effects: z.B. das Pärchen sitzt reglos als Spanier verkleidet, Kunstlicht, seltsame Töne. Und die Kamera ist immer ganz dicht dran. Der Ausflug ins Surreale wird konsequent durchgehalten, sogar immer weiter bestimmend. Monas erschossener Vater befreit sie mit einer Blaskapelle aus dem Bordell.
Bis hin zum Ende als Mona und ihre Tochter von leeren Tellern essen, aus leeren Gläsern trinken und die Möbelabteilung eines Kaufhauses ihr Kinderzimmer ist. Dazu hören wir das bekannteste Weihnachtslied. Ende gut, alles gut. Und wenn sie nicht gestorben sind…
Aber auch die Gebrüder Grimm waren ja nicht ganz ohne, was so Tod und Teufel betrifft. Durch die Verfremdung und die wunderschönen Bilder wirkt Monas Schicksal erträglicher und wird aus der Horrorecke geholt. Beeindruckend ist es allemal.

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04.09.13 - 19:04
Der Film beginnt gut, ein Dorffest irgendwo in Rumänien, eine etwas andere Band spielt auf, coole groovige Musik die ein wenig fremd klingt, Mona tanzt, der Mann fährt ihr mit den Händen das Gesäß hoch - ein Blasmusiker skurillen Zuschnitts legt sein Instrument weg, kommt von der Bühne und beginnt mit dem anderen Typen aus Eifersucht zu raufen, dann beginnts zu regnen...
Monas lange surreale Reise beginnt und sie hat einiges zu durchleben, ihrer kleinen Tochter willen auch, die Stationen wo sie auftaucht sind
nicht immer mit Spannung überhäuft - nein Spannung besitzt der Film nicht wirklich, aber er ist traurig und Orsolya Török- IIIyes hat als Mona eine starke Ausstrahlung, erst sie macht dieses Drama zu einem Guten - Phantasiebilder aus dem Bordell Bibliotheque Pascal ein literarisches Cafe in dem die Perversion wohnt, wie schön das Mona ihre kleine Tochter wieder in die Arme nehmen darf, ihr hübsches Zuhause darf der Zuseher vorm Abspann dann noch aus dem Tele in den Weitwinkel betrachten, Melancholie ist in dieser Filmkunst angesagt und wenn die Schrift herunterscrollt, singt ein vermutlich rumänischer Chor ergreifend das Lied von der stillen Nacht!

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