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Melancholia
69.6/100

13 Bewertungen

Melancholia

FILM • 2011 • 2 Std. 16 Min.


Regie: Lars von Trier

Darsteller/-innen: Kiefer Sutherland, John Hurt, Brady Corbet, Charlotte Rampling, Stellan Skarsgård, Jesper Christensen, Kirsten Dunst, Udo Kier, Charlotte Gainsbourg, Alexander Skarsgård, Lars von Trier, Cameron Spurr

Genre: Drama, Sci-Fi



Justine (Kirsten Dunst) und Michael (Alexander Skarsgård) feiern ihre Hochzeit mit einem rauschenden Fest auf dem Landsitz von Schwester (Charlotte Gainsbourg) und Schwager (Kiefer Sutherland) der Braut. Währenddessen nähert sich der riesige Planet Melancholia immer weiter bedrohlich der Erde ...



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kurenschaub

kurenschaub


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03.11.11 - 11:47
Der Anfang dieses großartigen Filmes zeigt dessen Ende.
In phantastischen Bildern und in herrlichster Musik gehalten
(Richard Wagners Tristan und Isolde) wird in Slow Motion die Apokalypse des blauen Planeten eingeläutet.
Nicht unbedingt furchterregend, dafür aber beeindruckend herzergreifend schön und eindringlich fallen die Vögel vom Himmel, geht ein Pferd in die Knie, wankt eine Frau samt Kind mit tief zurücklassenden Fußabdrücken durchs (letzte) grüne Gras, ja und dann - irgendwann crasht der Planet Melancholia mit seinem friedlichen Aussehen in unsere Erde.
Im ersten Teil des Dramas schmeißt Justine (Kirsten Dunst) ihre eigene Hochzeit über den Haufen, bäumt sich nochmals gegen all diese verlogenen Figuren im großangelegten Besitz ihrer Lieben auf und stellt das Fest aller Feste auf dem pompösen Landgut ihrer Schwester in die seelische Abstellkammer .
Depressiv schwermütig beobachtet sie einen weit entfernt scheinenden, da noch roten Stern (Melancholia), der in den nächsten Tagen das Ende der Welt besorgen wird.
Bis auf eine völlig unnötige (nicht mal erklärbare) Softsexszene von Justine mit einem unbedeutenden Hochzeit Youngster auf der Wiese vor dem Anliegen zeichnet und webt Lars von Trier jede Charaktere (manche davon schrullig) liebevoll in die Story ein und setzt die Handlung mit feiner Handkamera in eine zart dahinfließende, unaufgeregt gelungene Bewegung.
Der zweite Teil offenbart die grandiose (von mir nicht für möglich gehaltene Schauspielkunst der Kirsten Dunst) und die gewaltige Ausstrahlung der ebenfalls in allererste Sahne aufspielenden Schwester der Filmbraut Namens Claire (Charlotte Gainsbourg) einer herben Schönheit mit Riesen Darstellerpotential.
In diesem zweiten Part spitzt sich die augeklügelte Story immer mehr auf das Näherkommen des Planeten Melancholia zu und setzt in größerer Dramatik die Ängste und Schlimmes erahnenden Zukunftsvisonen der beiden Frauen frei, wobei jede der Schwestern in ihrer eigene Umgangsweise mit dem bevorstehenden Unausweichlichen alleine ist.
Wir sehen die tief depressive, aber wunderschöne Justine bei grellen Mondlicht splitternackt und in voller Ästhetik in der Natur liegen, um dann wenige Zeit später die an seelischer Schmerzen zerbrechende Justine zu erleben wie sie unfähig ist einen Fuß zu heben, um in die bereits von ihrer Schwester liebevoll angerichtete Badewanne zu steigen.
Je näher Melancholia kommt, desto mehr scheint diese hochsensible Lady an innerer Stärke und Zuversicht zu gewinnen, während ihre zerbrechliche Schwester Claire ganz in die Rolle der beschützenden Mutter hineinwächst und Angesichts des aufgeblasenen Himmelsgestirn kurz vor dem Einschlag in eine alptraumhafte, schier erdrückende Melancholie der Ängste verfällt.
Ein Film, der von unglaublich intensiver Schwermut getragen
wird und trotzdem soviele positive Energie ausstrahlt, das er einfach jeden Kinobesucher
mit ein wenig Kunstverständnis zur tiefsten inneren Berührtheit führen sollte.
Spätestens dann, wenn die beiden Schwestern und der Junge auf dem Erdboden der Lichtung sitzend, in den letzten Sekunden ihres Daseins händehaltend ihr Ende erwarten, ehe sich der blaue und noch immer freundliche Riese Melancholia in unseren Planeten schraubt.
Und wiederum ist es die extrem dazu passende Edelmusik Richard Wagners , welche aus diesem Jahrhundertstreifen noch das letzte Quäntchen an Qualität herausholt.
Eine Hymne an die deutsche Romantik, in einer mitreißend erzählten Geschichte, wie sie besser nicht gemacht werden kann , zwei Frauendarstellerinen die nicht zu toppen sind, daß ist der mit Sicherheit gelungenste Lars von Trier Film ever,ein märchenhaft phantastisches Meisterwerk, welches einem vor allem in den letzten Minuten in seiner visuellen Hochform förmlich die Luft zum Atmen nimmt und uns magnetisch mit hineinzieht, in diese unerwünschte Reise ohne Wiederkehr.
"Die Erde ist schlecht, niemand wird sie vermissen und wir müssen nicht um sie trauern"!
(Diesen Satz hat Justine für uns alle mitgegeben)
Ps: Zu meiner sehr euphorischen Kritik gesellt sich nun (einen Monat später) auch der EUROPÄISCHE FILMPREIS in Berlin dazu!

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